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Sram DUB Kurbel Kettenblatt wechseln

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Kettenblatt wechseln an Sram DUB Kurbeln

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Technische Details & Transkript anzeigen

Kettenblatt wechseln an der SRAM DUB-Kurbel (Gravel, MTB & Rennrad)

In diesem Video wird gezeigt, wie du das Kettenblatt an einer Kurbel mit SRAM-DUB-Achsstandard wechselst – demonstriert an einer Gravel-Kurbel, funktioniert aber genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln. Der komplette Ablauf umfasst das Lösen der Kurbel, das Abnehmen des Kettenblatts, die Reinigung der Anlageflächen, die Montage mit korrekter Verzahnungsposition sowie optional die Wartung und Einstellung des DUB-Lagers.

Der schwierigste Schritt ist das Lösen der Kurbelschraube: Mit gedrückter Vorderradbremse, 8-mm-Inbus auf der rechten Seite und Gegendruck über das linke Pedal lässt sich die Schraube auch bei fester Verpressung lösen. Nach dem Abnehmen der Kette wird die Kurbel links herausgedreht. Kettenblattschrauben werden mit Torx (hier T20, bei manchen MTB-Kurbeln T25 mit drei Schrauben) gelöst. Die nicht symmetrische Verzahnung erlaubt nur eine Montageposition. Schrauben mit mittelfestem Locktite sichern und über Kreuz mit dem am Kettenblatt angegebenen Drehmoment festziehen.

Beim Ausbau bietet sich zudem an, die Kurbelwelle zu reinigen, den Lagerlauf zu prüfen, Dichtungsringe zu setzen, die Welle leicht zu fetten und das Preload-Lager einzustellen: Klemmschraube (2-mm-Inbus) anlösen, Einstellring nach rechts in Endstellung drehen, nach dem Einbau per Hand nachjustieren und Klemmschraube leicht verschließen. Abschließend Axialspiel prüfen und die Kette wieder aufsetzen.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Kettenblattwechsel an SRAM-DUB-Kurbel
  • Fahrradtyp: Gravel Bike, Mountainbike, Rennrad (mit DUB-Achsstandard)
  • Werkzeuge: 8-mm-Inbus mit langem Hebel, Torx T20 oder T25 (je nach Kurbel), 2-mm-Inbus, ggf. DrehmomentschlĂĽssel, mittelfester Locktite (Schraubensicherung), Lagerfett
  • Kurbel lösen: Vorderradbremse halten, rechts 8-mm-Inbus, links Gegendruck ĂĽber Pedal, Kurbel links herausdrehen; Spacer auf rechter Seite beachten
  • Kettenblatt: Nicht symmetrische Verzahnung – nur eine Passposition; Anlageflächen reinigen, nicht fetten; neue Schrauben meist im Lieferumfang
  • Anzug: Tröpfchen mittelfester Locktite, ĂĽber Kreuz anziehen, Drehmoment laut Kettenblatt (z. B. 4 N·m; MTB teils abweichend)
  • Optional – Lagerwartung: Kurbel nach links abziehen, Welle reinigen, Lagerlauf prĂĽfen, Dichtungsringe setzen, Welle leicht fetten, Kurbel von links wieder einsetzen
  • Preload-Einstellung: 2-mm-Klemmschraube anlösen, Einstellring nach rechts (Plus/Pfeil) in Endstellung, nach Montage rechte Seite antippen, Ring per Hand nachjustieren, Klemmschraube nur so fest, dass Ring nicht mehr dreht
  • Typische Probleme: Kurbelschraube lässt sich schwer lösen (mehr Hebel/Kraft), Kettenblatt passt nicht (Verzahnung weiterdrehen), Spacer verrutschen, rauer Lagerlauf (Drehlager bald tauschen), Kunststoff-Preload ĂĽberdreht
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Preload-Ring und Klemmschraube nicht ĂĽberfest anziehen (Kunststoff); Drehmomentwerte am Kettenblatt und am Abschlussring beachten
  • Abschluss: Axialspiel an beiden Kurbelarmen prĂĽfen (leicht verschiebbar, frei drehend), Kette wieder aufsetzen

Transkript

Möchtest du bei deiner DUB-Kurbel das Kettenblatt wechseln? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen. Ich zeige das hier an der Gravel-Kurbel. Funktioniert genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln – alle mit dem DUB-Achsstandard.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Wir beginnen mit dem Lösen der Kurbel. Dafür brauchen wir einen Achter-Inbus und einen relativ langen Hebel. Das ist mit so das Komplizierteste an dem, was wir jetzt machen – hier brauchst du eben einfach einen Langhebel und ein bisschen Technik. So, wie gesagt, das Lösen ist in meinen Augen so das Schwierigste. Die Technik, wie ich sie jetzt zeige, finde ich am einfachsten – damit komme ich am besten zurecht. Ich halte einmal die Vorderradbremse gedrückt, dass das Fahrrad nicht weg kann. Und jetzt gucke ich mal, wie ich die Pedale stelle: Rechts mit dem Achter-Inbus rein, links damit baue ich Gegendruck auf dem Pedal. Und jetzt habe ich hier ordentlichen Hebel – okay, das ging sogar leichter als gedacht. Manchmal braucht man hier gefühlt noch mal ein bisschen mehr Kraft. Am Anfang geht's ganz schwer, da lässt sich ein Stück lang ganz normal rausdrehen, und dann wird's wieder schwer, weil wir hier in dem Fall dann die Verpressung lösen. Gut, Schraube ist noch nicht ganz rausgedreht, Kurbel ist noch drauf. Ich mache jetzt hier eben mal die Kette runter, dann ist sie schon mal nicht im Weg. Jetzt mein Achter-Inbus – das würde jetzt auch theoretisch mit einem kleineren Hebel gehen. Und jetzt kann ich die Kurbel einmal runterdrehen, also ganz normal weiter links raus. Jetzt kommt mir hier die linke Hälfte entgegen. Den Rest kann ich erstmal so drin stecken lassen. Wichtig ist noch: Falls ihr auch auf der rechten Seite Spacer habt, dass diese auch entsprechend in Position bleiben. Hier von innen sehe ich dann mein Kettenblatt und entsprechend die Verschraubung.

Gut, und jetzt kann ich eben hergehen und drehe die Schrauben einmal raus. In meinem Fall ist die Werkzeugaufnahme 20er Torx. Es gibt's auch in der anderen Variante. Bei den Mountainbike-Kurbeln habe ich auch weniger Schrauben – da habe ich nur drei Schrauben und muss die mit einem 25er Torx lösen. Die Schrauben habe ich alle entnommen, dementsprechend kann ich das Kettenblatt abnehmen. Bevor ich das neue Kettenblatt montiere: Solche Anlageflächen immer einmal sauber machen und Verschmutzungen runternehmen. Die Anlagefläche hier muss in meinen Augen nicht gefettet werden – die machen eigentlich nie Probleme, dass da jetzt irgendwie das Kettenblatt oder so auf der Kurbel knackt. Hatte ich bisher noch nie. In meinem Fall verbaue ich wieder das alte Kettenblatt – das nur einmal runter gemacht, um es dir zu zeigen.

Beim Aufsetzen ist wichtig: Diese Verzahnung hier ist nicht symmetrisch – also es gibt nur eine Position, wie es drauf passt. In meinem Fall so. Also hier nicht verzweifeln, wenn es mal nicht drauf geht – einfach mal weiterdrehen, und dann geht das nur in einer Position ebenso drauf. Hier nehme ich meine alten Schrauben auch wieder. Bei den neuen Kettenblättern sind noch in der Regel neue Schrauben mit dabei. Ich empfehle hier dann ein Tröpfchen Locktite mittelfest drauf zu machen – Schraubensicherung, damit das Kettenblatt dann nicht lose wird und nicht unterwegs irgendes Klappern anfängt. Alle Schrauben sind wieder drin, und im Idealfall zieht man die noch mal mit dem Drehmoment nach. Hier innen steht's drauf: 4 Newton in dem Fall. Die anderen Kettenblätter bei Mountainbike sind glaube ich abweichend – ich glaube, die bekommen ein bisschen mehr; steht aber immer im Kettenblatt drauf. Und dann beim Festziehen können wir auch mal hergehen und es dann eben über Kreuz machen, damit sich das Kettenblatt irgendwie nicht verspannt. Wie gesagt, auch hier wenig Probleme bisher gehabt. Und dann machen wir einmal die Schrauben der Reihe nach durch.

Gut, unsere Kurbel ist soweit fertig. Wir schauen uns aber noch mal die restliche Kurbel an. Das, was ich jetzt zeige, musst du nicht unbedingt machen beim Kettenblattwechsel – in meinen Augen ist aber jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, damit die Kurbel problemlos läuft. Gehen einmal her und drücken die Kurbel nach links einmal raus. Schauen eben, dass hier solche Spacer, falls du welche hast, jetzt nicht runterfallen – bzw. dass, wenn sie runterfallen, du weißt, wohin sie gehören. Hier haben wir einmal die restliche Kurbel, und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, die Welle einmal sauber zu machen. Und dann können wir gleich hergehen und können die Verstellung hier einmal öffnen. Dafür brauchst du Zweier-Inbus, und hier ist irgendwo innen drin bei mir so ein bisschen versteckt im Kurbelarm so eine kleine Klemmschraube. Die muss auch nicht raus, die musst du nur anlösen – so, dass du hier den Verstellring verdrehen kannst. Und dann drehst du den nach rechts einmal komplett in die Endstellung. Das Drehlager gucken wir uns auch gleich mal an.

Jetzt können wir mal hergehen. Ich mache das jetzt nur auf der rechten Seite – das machst du dann auch bitte noch auf der linken Seite. Einfach mal kurz hergehen und prüfen: Läuft das sauber, oder merkst du schon, dass du einen rauen Lagerlauf hast? Dann weißt du, dass du bald auch Drehlager mal tauschen solltest. Und hier gehen wir ebenso her und machen mal die Verschmutzung weg, was wir eben rausbekommen. Bei den Lagern setze ich ganz gern solche Dichtungsringe – den hat's mir einmal rausgehauen, den setzt du einfach wieder innen drauf. Also don't panic, wenn du das Ding auf einmal in der Hand hast. Ein bisschen Friemelei ist das. Jetzt gehen wir einmal her: Ich nehme so ein bisschen einfaches Lagerfett, und jetzt können wir hergehen und in dem Zuge auch einmal die Welle neu fetten der Kurbel. Da muss jetzt auch nicht wahnsinnig viel drauf – einfach, dass wir hier so überall einen kleinen Schmierfilm haben.

Die Kurbel stecken wir von der linken Seite wieder nach rechts durch. Hier wird darauf geachtet, dass die ganzen Spacer, falls vorhanden, in Position sind. Jetzt können wir unsere Kurbelhälfte, unsere rechte Kurbelseite, wieder montieren. Nach dem Inbus haben wir jetzt mal einen kürzeren geholt – geht's ein bisschen leichter im Handling. Schauen, dass wir die Kurbelarme richtig zueinander versetzt haben – das würde auch hier falsch gehen. Das ist manchmal auch ein bisschen Gefriemel, bis die Schraube hier greift. So, jetzt hat sie gegriffen. Einmal die Kurbel festziehen – im Idealfall noch mit dem großen Drehmomentschlüssel, falls du den zur Hand hast. Drehmomentwerte stehen immer auf dem Abschlussring. Die Kurbel ist montiert.

Wir müssen aber noch das Lager einstellen. Dafür gehst du her und klopfst einmal auf die rechte Seite. Und hier haben wir jetzt entsprechend unsere Einstellung – den haben wir vorhin angelöst. Wenn du auf den Einstellring schaust, siehst du auch so ein Plus und eine Pfeilrichtung. Also wir drehen nach rechts mit normaler Handkraft – das ist nur aus Kunststoff, das ist auch super schnell überdreht. Und jetzt müssen wir noch die Verschlussschraube wieder schließen – wieder mit dem Zweier-Inbus – und die ist leider immer so ein bisschen friemelig. Wenn du da irgendwie auch noch Dreck oder sowas drin hast, unbedingt rausmachen, dann geht's auch deutlich leichter. Und die wird so weit verschlossen, dass sich der Kunststoffring einfach nicht mehr dreht. Also festknallen brauchst du die Schraube nicht – die steckt hier auch im Kunststoff und reißt entsprechend schnell aus. Jetzt ist die Kurbel montiert.

Wir können noch mal hergehen und noch mal auf Axialspiel prüfen. Dafür packe ich dann beide Kurbelarme an und versuche die Kurbel nach rechts und links zu verschieben. Das passt, dreht sich locker und frei – das ist in Ordnung. So, und jetzt, falls noch nicht gemacht, kann ich die Kette wieder aufsetzen und bin mit dem Arbeitsschritt fertig. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.