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Beschreibung
Zum Einstellen eurer Zugspannung findet ihr an den Schalthebeln solche Drehrädchen. Rädchen raus – Zugspannung erhöht. Rädchen rein – verringert. Bei manchen Schaltwerken auch ein Versteller unten – macht funktional dasselbe. Mit der Zugspannung stellt ihr nur ein, wie gut die Gänge nach oben oder unten gehen – nicht, wie weit das Schaltwerk nach außen oder innen kann. Das macht ihr über die Anschläge.
Vorgehen: Schwersten Gang, Kette raus, Anschläge prüfen. Einen Gang hoch – wenn Kette direkt in den nächsten will: Zugspannung zu hoch, reduzieren. Am besten während des Kurbelns einstellen. Gang für Gang durchschalten, auch rückwärts. Fehlerquellen: Anschläge, Schaltauge, Schaltwerk locker, Schaltzug reißt (oft im Hebel, Draht für Draht), alte Außenhülle/Zug (Reibung), enge Bögen bei Zugverlegung, federndes Schaltwerk. Tipp: Mit neuem Schaltzug und Außenhülle anfangen. Einstellung während der Fahrt – kleine Umdrehungen bei vielen Gängen.
Zielgruppe sind Radfahrer mit Kettenschaltung. Relevant für Suchanfragen wie „Zugspannung einstellen“, „Schaltwerk Zugspannung“, „Schaltung einstellen“, „Drehrädchen Schaltung“ und „Schaltwerk schaltet nicht“.
Zusätzliche Infos
- Drehrädchen: Rädchen raus = mehr Spannung, rein = weniger.
- Versteller: Oben am Hebel oder unten am Schaltwerk – gleiche Funktion.
- Zugspannung vs. Anschläge: Zugspannung nur für Gangwechsel. Anschläge für Außen/Innen.
- Vorgehen: Schwerster Gang, Anschläge prüfen. Einen hoch – bei zu hoher Spannung reduzieren. Während Kurbeln. Gang für Gang, auch rückwärts.
- Fehlerquellen: Anschläge, Schaltauge, Schaltwerk locker, Schaltzug reißt, alte Hülle/Zug, enge Bögen, Feder im Schaltwerk.
- Tipp: Neuer Zug + Außenhülle. Einstellung während Fahrt.
- Sicherheit: Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.
Transkript (bereinigt)
Zum Einstellen eurer Zugspannung findet ihr an den Schalthebeln hier immer solche Drehrädchen. Dreht ihr das Rädchen raus, erhöht sich die Zugspannung. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet diesen Haftungsausschluss. Dreht ihr das Rädchen rein, verringert sie sich. Schau dir das kurze Video bis zum Ende an, um alles zum Thema Zugspannung zu erfahren.
Bei manchen Schaltwerken findet ihr auch noch hier unten einen Versteller – der macht von der Funktion her allerdings nichts anderes als der oben am Hebel. Mit der Zugspannung stellt ihr nur ein, wie gut die Gänge nach oben oder nach unten gehen. Ich stell darüber nicht ein, wie weit das Schaltwerk nach außen oder nach innen kann – das macht ihr immer über die Anschläge. Zugspannung nur zwischen den Gängen.
Erst mal schalte ich auf den schwerstmöglichen Gang, kontrolliere, ob die Kette hier raus kann – das heißt, dass auch die Anschläge passen. Anschließend schalte ich nur einen Gang nach oben – und hier sieht man schon den Fehler: Kette möchte direkt in den nächsten Gang schalten. In dem Fall ist die Zugspannung zu hoch, und ich muss sie reduzieren. Das mache ich am einfachsten während des Drehens des Antriebs – dann sehe ich direkt, ob meine Einstellung funktioniert. Anschließend wieder runter in den schwersten Gang, wieder hoch – und jetzt Gang für Gang durchschalten. Jetzt bin ich auf dem leichtesten Gang angekommen und muss noch mal kontrollieren, ob das genauso gut rückwärts wieder geht.
Über die komplette Kassette konnte ich gleichmäßig nach oben und nach unten schalten – die Einstellung der Zugspannung hat also gepasst.
Jetzt gibt es allerdings noch einige Fehlerquellen. Wenn ihr einfach eure Zugspannung nicht eingestellt bekommt, kann das z. B. an der restlichen Einstellung des Schaltwerks liegen – z. B. an den Anschlägen oder ob euer Schaltwerk richtig am Rahmen hängt. Das heißt, ob euer Schaltauge noch gerade ist. Manchmal löst sich auch ein Schaltwerk aus dem Schaltauge – also ob euer Schaltwerk noch fest montiert ist.
Was auch vorkommt: Dass euer Schaltzug am Reißen ist – oft dann im Hebel. Der reißt immer ein Stückchen, und ihr stellt nach. Dadurch, dass der Schaltzug nicht aus einem einzigen Draht besteht, sondern aus vielen kleinen Drähten, reißt ihr immer Draht für Draht – und ihr könnt das noch eine Weile nachstellen, bis der Zug komplett reißt.
Eine weitere Fehlerquelle ist hier die Außenhülle. Das Alter des Zugs oder die Zugverlegung: Sind Außenhülle und Zug alt, hat der Zug in der Außenhülle zu viel Reibung – und das, was hier oben am Hebel macht, will hier hinten auch nicht richtig ankommen. Was auch noch gern zu Problemen führt, ist die Zugverlegung: Sind hier die Bögen zu eng, baut der Zug auch hier zu viel Reibung auf. Die Schaltperformance geht runter, und ihr wollt hier am Rädchen einstellen – das wird aber einfach nicht.
Eine weitere Fehlerquelle ist das Schaltwerk selbst. Hier drin ist ja eine Feder, die nach außen zieht – die leiert auch über die Jahre aus und sorgt für ein schwammigeres Einstellungsverhalten.
Zugspannung einstellen ist ganz einfach – gibt allerdings viele Fehlerquellen. Dass hier hinten einfach nicht richtig ankommen will: Bekommt ihr das einfach nicht richtig eingestellt, würde ich immer mit einem neuen Schaltzug und einer Außenhülle anfangen. Die sind am günstigsten und meistens schnell getauscht.
Mein Tipp ist, dass ihr das Einstellen während der Fahrt macht. Oft braucht man nur kleine Umdrehungen – gerade bei den modernen Schaltungen mit viel Gängen auf der Kassette – um den richtigen Einstellpunkt zu treffen. Zu allen weiteren erwähnten Punkten um die Schaltwerkseinstellung habe ich auch separate Videos gemacht – die findet ihr auf juliusfahrrad.de