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UDH Schaltauge wechseln

By So einfach geht's

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UDH Schaltauge wechseln

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SRAM UDH Schaltauge wechseln – Anleitung Schritt für Schritt

In diesem Reparaturvideo zeigt Julius, wie du das SRAM-UDH-Schaltauge (Universal Derailleur Hanger) an deinem Fahrrad wechselst. Du erfährst: Schaltung auf das äußerste Ritzel stellen, Steckachse lösen, Hinterrad entnehmen, Schaltwerk abschrauben und das alte Schaltauge mit der 8-mm-Schraube entfernen. Wichtig: Die UDH-Schraube hat Linksgewinde und wird zum Öffnen nach rechts gedreht.

Beim Einbau schiebst du das neue Schaltauge von innen nach außen, achtest auf den Anlagepunkt am Rahmen und ziehst die Schraube mit 25 Nm an. Typischer Fehler beim Schaltwerk: Die Nasen auf der Rückseite müssen auf den Nasen des Schaltauges aufliegen – sonst lässt sich die Schaltung nicht korrekt einstellen. Abschluss: Schaltwerk montieren, Laufrad einsetzen, Steckachse festziehen.

Sicherheitshinweis: Schaltauge-Wechsel nur mit passendem Werkzeug. Bei Unsicherheit oder beschädigtem Rahmen-Gewinde Werkstatt aufsuchen.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Fahrradreparatur – SRAM UDH Schaltauge tauschen
  • Betrifft: Räder mit SRAM Universal Derailleur Hanger (UDH)
  • Werkzeuge: 6-mm-Inbus (Steckachse, kann abweichen), 5-mm-Inbus (Schaltwerk), 8-mm-Inbus (UDH-Schraube), optional Drehmomentschlüssel für Linksgewinde
  • Reihenfolge: Schaltung außen → Achse raus → Rad raus → Schaltwerk ab → UDH-Schraube raus → Schaltauge tauschen → Schaltwerk drauf → Rad rein
  • UDH-Schraube: Linksgewinde – zum Öffnen nach rechts drehen; Anzugsmoment 25 Nm
  • Montage Schaltauge: Von innen nach außen schieben; gegen Rahmen-Anlagepunkt nach vorne verdrehen; Beilagscheibe nicht vergessen
  • Schaltwerk-Montage: Nasen auf der Rückseite des Schaltwerks müssen auf den Nasen des Schaltauges aufliegen (häufiger Fehler)
  • Typische Probleme: Linksgewinde falsch herum gedreht; Schaltwerk falsch aufgesetzt → Schaltung nicht einstellbar
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

In diesem Video zeige ich dir, wie du ganz einfach dein SRAM-UDH-Schaltauge wechseln kannst. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Schaut das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Als Erstes schaltest du auf der Kassette so weit nach außen, wie es geht – und falls du noch einen Umwerfer hast, einmal nach innen. Dann entfernst du die Steckachse. Ich brauche einen 6-mm-Inbus – das kann bei dir abweichend sein. Laufrad dabei festhalten, Achse raus. Jetzt das Hinterrad nach unten entnehmen.

Jetzt müssen wir das Schaltwerk entfernen – in der Regel mit einem 5-mm-Inbus einfach rausdrehen. Ich habe das Schaltwerk soweit entkabelt, dass es aus dem Weg ist. In deinem Fall kann es am Kabel oder Schaltzug hängen – einfach zur Seite halten.

Jetzt brauchen wir einen 8-mm-Inbus – wichtig: Das ist Linksgewinde, es wird also nach rechts geöffnet. Eine ziemlich grobe Schraube – einmal rausnehmen. Dann habe ich noch dieses kleine Plättchen, Spacer, Beilagscheibe. Jetzt kann ich nach innen das Schaltauge rausdrücken.

Wenn ich mein neues Schaltauge montieren möchte, schiebe ich es einfach von innen nach außen. Wichtig: Die meisten Rahmen haben irgendwo einen Anlagepunkt – hier sieht man das, bei jedem Rahmen etwas anders. Gegen diesen Anlagepunkt nach vorne soll sich das Schaltauge verdrehen. Dann wieder die Schraube – das Teil ist etwas abgesetzt, da setzt sich die Schraube in die Beilagscheibe schöner rein. Einmal anfädeln und mit einem 8-mm-Inbus nachziehen. Wer einen Drehmomentschlüssel hat, der nach links auch knackt – Vorsicht, das machen nicht alle – kann das mit 25 Nm nachziehen.

Jetzt montiere ich wieder mein Schaltwerk – 5-mm-Inbus. Beim Eindrehen darauf achten: Die meisten Schaltwerke haben hinten auf der Rückseite Nasen, die auf der Nase des Schaltauges anliegen müssen. Die Nase muss überhalb, also auf die andere Nase treffen. Das ist ein häufiger Fehler – ich mache es absichtlich falsch: Wenn es unten hängt, kriegst du das Schaltwerk im Anschluss nicht richtig eingestellt. Schauen, dass die Nasen auf den Nasen des Schaltauges anliegen. Schaltwerk festziehen.

Jetzt kann man das Laufrad wieder einsetzen – reinheben, Steckachse einsetzen und festziehen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de – meine Website mit Tutorials und Infos, wie du dein Fahrrad selbst reparierst.

GRX 2-fach Kurbel Kettenblätter wechseln

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🚴 Thema des Videos: 

Kettenblätter wechseln Shimano GRX 2-fach Kurbeln

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GRX Kettenblätter wechseln – Zwei-Kettenblatt-Kurbel demontieren & montieren

In diesem Reparaturvideo zeigt Julius, wie du bei einer Shimano-GRX-Kurbel mit zwei Kettenblättern die Kettenblätter tauschst oder das äußere Kettenblatt nachziehst – inklusive kompletter Kurbel-Demontage und Wiedermontage. Du erfährst Schritt für Schritt: seitliche Klemmschrauben lösen, Kunststoffring und Sicherung entfernen, Kurbelarm abnehmen, Kurbel aus dem Tretlager lösen, Kettenblattschrauben mit 5-mm-Inbus oder T30-Torx lösen und die Blätter mit korrekter Ausrichtung wieder montieren. Mit mittelfester Schraubensicherung und 16 Nm Endanzug sitzen beide Kettenblätter sicher.

Vor der Kurbel-Montage: Tretlager und Welle reinigen, leicht fetten, Kette auflegen, Kurbelarm sauber aufsetzen und die Kunststoff-Vorspannschraube moderat anziehen. Die seitlichen Klemmschrauben mit 12–14 Nm im Wechsel nachziehen – trügerisch, weil die Schrauben gegeneinander arbeiten. Für nur lockeres äußeres Blatt empfiehlt Julius trotzdem Demontage, Loctite und Neumontage statt nur Nachziehen.

Sicherheitshinweis: Kettenblatt- und Kurbelwechsel nur mit Spezialwerkzeug, Drehmomentschlüssel und grundlegendem Fahrradwissen. Bei Unsicherheit Werkstatt aufsuchen.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Fahrradreparatur – GRX Kettenblätter wechseln / nachziehen
  • Betrifft: Shimano GRX-Kurbeln mit zwei Kettenblättern
  • Konkrete Reparatur: Kettenblätter tauschen oder äußeres Kettenblatt sicher nachziehen (Kurbel-Demontage nötig)
  • Werkzeuge: 5-mm-Inbus, T30-Torx (je nach Schraube), Schlitzschraubendreher (Kunststoffring), Drehmomentschlüssel
  • Kettenblatt-Montage: Außen: Beschriftung nach außen, Fangnase hinter Kurbelarm; innen: Nase zum Kurbelarm, Beschriftung zur Montageseite
  • Schraubensicherung: Loctite mittelfest auf alle Kettenblattschrauben
  • Anzugsmoment Kettenblatt: 16 Nm (gilt für 5-mm-Inbus und T30)
  • Anzugsmoment Klemmschrauben: 12–14 Nm, im Wechsel bis beide beim ersten Drehmoment „knacken“
  • Typische Probleme: Nur Nachziehen statt Demontage bei losem Blatt; Dichtring im Kurbelarm vergessen; falsche Kettenblatt-Orientierung
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

Möchtest du bei deiner GRX-Kurbel mit zwei Kettenblättern die Kettenblätter tauschen oder das äußere der beiden Kettenblätter nachziehen? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an. Ich zeige dir in allen Schritten, wie das geht. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss.

Zuerst müssen wir die Kurbel demontieren. Für den ersten Schritt brauchen wir einen 5-mm-Inbus und lösen die beiden seitlichen Klemmschrauben – die können auch im Kurbelarm verbleiben. Dann brauchen wir ein kleines Spezialwerkzeug, um den Kunststoffring zu entnehmen – den einmal komplett rausdrehen mit einem Schlitzschraubendreher. Dann in der Mitte die Sicherung anheben, und jetzt können wir den Kurbelarm entnehmen. Im Kurbelarm ist noch ein kleines Dichtungs- oder Distanzstück – bei mir ist es im Kurbelarm verblieben, man sieht es kaum. Falls dir hier etwas entgegenfällt, kommt das wieder in den Kurbelarm rein – häufig bleibt es aber stecken. Jetzt kann ich die restliche Kurbel nach rechts entnehmen. Am einfachsten: Kette nach innen ablegen, von der anderen Seite auf die Welle klopfen – dann kommt die Kurbel raus. Für die weiteren Schritte lege ich die Kurbel auf den Tisch.

Von innen sehe ich die Schrauben für das innere Kettenblatt – 5-mm-Inbus, es gibt aber auch Varianten mit T30-Torx. Schrauben angelöst und ausgedreht. Die letzte Schraube raus, Schrauben separat zum Kettenblatt legen. Jetzt komme ich von innen an die Schrauben fürs große Kettenblatt. Wenn es bei dir nur locker ist, kannst du nachziehen – ich würde dir aber empfehlen: Schrauben rausnehmen, einen Tropfen Loctite mittelfest auf die Schrauben, dann erst wieder einschrauben, nicht einfach nur festziehen. Letzte Schraube raus, Kettenblatt von innen abnehmen.

Jetzt geht es wieder ans Montieren. Das große Kettenblatt hat immer eine Beschriftung – die soll nach außen zeigen. Zusätzlich haben wir eine Fangnase für die Kette – die muss hinter die Kurbel. Von vorne kontrollieren: Fangnase hinter dem Kurbelarm, Beschriftung außen. Ich empfehle dringend, die Schrauben mit etwas mittelfester Schraubensicherung zu sichern – kleinen Tropfen aufs Gewinde, erste Schraube anfädeln, noch nicht festziehen, dann alle andrehen. Erstmal so, dass alle sitzen – noch nicht endfest. Kurzer Blick: Alle Schrauben sauber sitzen, Kettenblatt sauber sitzt. Jetzt nachziehen: Für 5-mm-Inbus oder T30-Torx gibt es unterschiedliche Drehmomentfenster – 16 Nm trifft auf beide zu.

Jetzt die Montage des inneren Kettenblatts. Wieder schauen, wie es gehört: Nase soll zum Kurbelarm hin zeigen, Beschriftung sichtbar, abgesetzter Schraubensitz – da muss der Kopf rein. In dem Fall schaut die Beschriftung zu uns, die Nase ist auf dem Kurbelarm. Schrauben wieder mit kleinem Tropfen Schraubensicherung, alle lose eindrehen, festziehen – noch nicht endfest. Kontrollieren: Alle Schrauben ordentlich, Kettenblatt ordentlich, Nase zum Kurbelarm, Beschriftung zu uns. Wieder mit 16 Nm nachziehen.

Bevor wir die Kurbel montieren, das Tretlager vorbereiten. Kurbel auf Lagerschale oder Rahmen legen – wenn sie ruhig liegt und sich das Rad hinten nicht dreht, passiert nichts. Wichtig: Tretlager reinigen, zumindest die Anlagefläche der Kurbel – auf beiden Seiten. Kurbel selbst vorbereiten: Welle sauber machen, etwas mit neuem Fett bestreichen – einfaches Lagerfett, nicht wahnsinnig viel. Kurbel einschieben, Kette wieder auflegen. Kurbelarm von innen sauber machen, wo er anliegt – verhindert Knarzgeräusche durch Körnchen. Kurbelarm aufsetzen – versetzt und in einer Linie. Kunststoffschraube eindrehen, Sicherung nach unten drücken, Kunststoffring so weit eindrehen, dass kein Lagerspiel mehr da ist – mit moderater Handkraft, nicht festgeknallt; es ist nur eine Kunststoffschraube und zieht die Kurbel zusammen.

Seitliche Klemmschrauben schließen – 5-mm-Inbus, im Wechsel festziehen. Unbedingt mit Drehmomentschlüssel nachziehen: Der Wert ist sehr trügerisch, weil die Schrauben gegeneinander stehen – mit dem Festziehen der einen löse ich quasi wieder die andere. Drehmomentschlüssel 12–14 Nm: Schraube 1 fest, direkt Schraube 2, wieder Schraube 1 – so lange, bis beide beim ersten Berühren des Drehmoments knacken. Den Wechsel habe ich bestimmt fünfmal gemacht. Unser Kettenblattwechsel ist fertig.

Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de – meine Website, die dir zeigen soll, wie du einfach dein Rad selbst reparieren kannst.

Lenkkopflager wechseln (lange Anleitung)

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Lenkkopflager wechseln bei externen Leitungen.

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#lager #lenkkopflager #steuersatz #tauschen #wechseln

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Lenkopflager tauschen – Anleitung für externe Leitungsführung

In diesem Reparaturvideo zeigt Julius, wie du die Lenkopflager an deinem Fahrrad tauschst – am Beispiel eines Gravelbikes mit externer Leitungsführung und gedichteten Industrielagern. Du erfährst Schritt für Schritt: Vorderrad demontieren, Gabel ausbauen, obere und untere Lager samt Spreizring und Abdeckung entfernen, alles reinigen und das passende Ersatzlager anhand von Außendurchmesser, Lagerhöhe und Winkel auswählen. Oben und unten sind oft unterschiedliche Lager – unbedingt einzeln messen und mit dem alten Lager vergleichen.

Das Video behandelt Montage mit reichlich Fett (Korrosionsschutz), korrekte Einbaurichtung und die Einstellung der Vorspannung über die Topcap am Boden. Typische Fallstricke: Gabel beim Ausbau sichern, Leitungen nicht abknicken, Zwischenplättchen und Reihenfolge der Anbauteile dokumentieren. Für Räder mit integrierter Leitungsführung durch das Lenkopflager empfiehlt sich ein separates Video. Abschlusskontrolle: leichtes Lenken in der Luft, kein Spiel zwischen Abdeckkappe und Rahmen.

Sicherheitshinweis: Lenkopflager-Tausch nur mit passendem Werkzeug und Drehmomentschlüssel für den Vorbau. Bei Unsicherheit Werkstatt aufsuchen.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Fahrradreparatur – Lenkopflager tauschen
  • Betrifft: Räder mit externer Leitungsführung (Gravel, MTB, Rennrad u. a.)
  • Lagerarten: Gedichtete Industrielager (häufigste Variante), teils noch Kugelring-Lager
  • Nicht in diesem Video: Integrierte Leitungsführung durch das Lenkopflager (separates Video – Leitungen ziehen, Bremse entlüften, Schaltung einstellen)
  • Werkzeuge: 4-mm- oder 5-mm-Inbus, Messschieber, Fett, optional Drehmomentschlüssel
  • Maße für Ersatzlager: Außendurchmesser, Lagerhöhe, ggf. Winkel (angeschrägt); Innendurchmesser meist unkritisch
  • Montagetipp: Äußerer Winkel des Lagers zum Rahmen hin; reichlich Fett für Korrosionsschutz
  • Einstellung: Topcap handfest, Vorbau ausrichten, Klemmschrauben mit Drehmoment; kein Spiel, leichtes Lenken
  • Typische Probleme: Falsches Lager (zu groß/klein), Anbauteile in falscher Reihenfolge, Leitungen abknicken beim Hängen
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

In diesem Video zeige ich dir, wie du deine Lenkopflager am Fahrrad tauschst. Vorsicht: Es gibt verschiedene Varianten. Meine Variante sind gedichtete Industrielager – das ist das Häufigste, was mittlerweile verbaut wird. Es gibt aber theoretisch auch welche mit Kugelringen. Außerdem ist zu beachten: Ich habe hier eine komplett externe Leitungsführung – meine Leitungen laufen nicht durch das obere Lenkopflager. Falls du das hast, empfehle ich dir ein anderes Video anzuschauen. Dann müssen Leitungen gezogen werden und dementsprechend Bremsen entlüftet, Schaltung neu eingestellt bzw. Züge neu verbaut werden. Das ist jetzt die ganz normale Version, gezeigt am Gravelbike – funktioniert aber auch bei vielen anderen Rädern, Mountainbikes und so weiter. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Schaut das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Zu Beginn entfernen wir das vordere Laufrad. Das würde auch ohne gehen, aber mit dem entfernten Laufrad haben wir einen Handling-Vorteil, wenn wir gleich die Gabel ausbauen. Jetzt fangen wir an, die Gabel zu demontieren. Dafür nehmen wir die Topcap oben runter – die ist immer mit Inbus geschraubt. Ich habe hier eine eher seltene Version; in der Regel 5-mm- oder 4-mm-Inbus. Den Spacer können wir auch schon abnehmen. Jetzt öffnen wir die seitlichen Klemmschrauben am Vorbau und halten parallel mit der anderen Hand die Gabel fest. Wenn die jetzt offen sind, könnte die Gabel nach unten rausrutschen. Wir nehmen den Vorbau nach oben ab und können die Gabel nach unten rausziehen. Als Handling-Vorteil schieben wir den Vorbau einfach wieder drauf, schließen eine seitliche Klemmschraube und können das Ganze hängen lassen – darauf achten, dass die Leitungen nicht abknicken und entlastet sind. Bei mir war das etwas zu viel Belastung auf der Leitung – ich habe kurz einen Stuhl untergestellt, damit nichts verrutschen kann, während wir oben arbeiten.

Dann fangen wir oben an. Als Erstes hast du immer eine Abdeckung drauf – die kann unterschiedlich aussehen; bei mir ist sie relativ flach. Darunter kommt der Spreizring fürs Lager. Es gibt auch Varianten mit Zwischenplättchen – habe ich sogar hier im Fett versteckt. Beim Auseinanderlegen wirklich angucken, dass du wieder weißt, wie es zusammengehört. Dann sind wir schon am Lager. Auf der Unterseite steckt in der Regel das Lager noch im Rahmen – kann man rausziehen; es kann auch sein, dass es bereits auf der Gabel mit rausgezogen wurde. Beim Unterteil ist in der Regel einfach nur das Lager.

Jetzt fangen wir an, alles zu reinigen. Auch wenn dein Lager verschlissen ist, machst du das bitte einmal kurz sauber – du solltest vergleichen können, ob du mit dem neuen Lager auch das Richtige hast. Bei Lenkopflagern gibt es eine riesige Auswahl, die sich teils nur minimal unterscheidet. Erster Parameter ist der Durchmesser – einmal messen und mit dem neuen vergleichen. Hier musst du wirklich genau hingucken: Es gibt Lager, die sich nur um wenige Zehntelmillimeter unterscheiden – das muss aber das Passende sein. Ist das Lager zu groß, geht es nicht in den Rahmen; ist es zu klein, hast du Spiel im Rahmen und könntest den Rahmen über die Zeit beschädigen.

Was du auch schauen kannst: Manche Lager haben auf der Seitenwand eine Beschriftung – in meinem Fall leider nicht. Erster Wert: Außendurchmesser. Zweiter, nicht zu vernachlässigen: die Lagerhöhe – auch mit Messschieber leicht rausmessen. Auch hier gibt es welche mit 5 mm Unterschied. Dann der Innendurchmesser – in der Regel weniger problematisch. Und dann gibt es noch Winkel: Unser Lenkopflager ist angeschrägt – außen und innen eine Schräge, und auch hier verschiedene Varianten. Bist du auf Lagersuche, fang mit Außendurchmesser und Lagerhöhe an – dann grenzt sich das schon ein. Falls du schon Lager hast, unbedingt mit dem alten vergleichen. Und natürlich am oberen Lager dasselbe Spiel – die meisten Räder haben heutzutage oben und unten nicht mehr identische Lager, gibt's aber auch noch.

Selbes Spiel wie unten: Anbauteile auseinanderlegen und sauber machen, am Rahmen einmal sauber machen. Es gibt verschiedene Varianten – bei mir liegt das Lager direkt im Carbon; es gibt auch Varianten mit eingepresster Lagerschale im Rahmen. Für den Lenkopflagerwechsel ist der Vorgang aber immer identisch. Natürlich auch in der unteren Lagerschale sauber machen und an der Gabel.

Jetzt geht's ans Montieren – wichtig: ordentlich Fett benutzen. Das Fett hat gar nicht die Wirkung, das Lager zu schmieren, sondern Wasser draußen zu halten. Ich nehme mein Lager – in dem Fall das alte, das bei mir noch in Ordnung war – setze es auf eine Fettschicht und gebe oben noch etwas drauf. Hier kannst du fast nicht zu viel Fett reinmachen – überschüssiges Fett verdrängt sich. Zu wenig Fett bedeutet schlechteren Korrosionsschutz. Dasselbe Spiel auch unten: Vorbau wieder runter, vor dem Aufstecken ordentlich Fett auf die Gabel, Lager wieder aufsetzen.

Was ich oben noch nicht erklärt habe: Wie das Lager gehört – eigentlich logisch: Der äußere Winkel soll zum Rahmen hinzeigen. Oben nach innen, unten von unten nach oben. Setze ich es falsch herum drauf, setzt es sich gar nicht wirklich rein; richtig herum sitzt es bündig auf. Auch hier noch ordentlich Fett drauf. Jetzt führe ich die Gabel wieder durch – unten muss es bündig aufsitzen wie vorher. Oben guckt der Gabelschaft raus. Zuerst den Spreizring – der setzt sich ins Lager rein. In meinem Fall habe ich noch einen Kunststoffring, der Toleranzen wegspacert – das kannst du auch nicht haben. Dann die Abdeckung. Wenn ich alles zusammenschiebe, muss es aussehen wie vorher und sich schon leicht lenken lassen. Spacer oben drüber – Vorbau wieder auf, eine seitliche Klemmschraube – ab jetzt darf ich die Gabel loslassen. Spacer und Topcap lose zusammenschrauben – einstellen tu ich, wenn das Rad am Boden steht. Vorderrad wieder einsetzen.

Jetzt müssen wir das Lenkopflager korrekt einstellen. Dafür die seitliche Klemmschraube öffnen, prüfen ob die zweite auch offen ist. Über die Topcap oben die Vorspannung einstellen – handfest. In meinem Fall ist die Werkzeugaufnahme in der Kappe integriert; in der Regel hast du eine ganz normale Schraube. Hartfest. Vorbau zum Vorderrad gerade ausrichten, seitliche Klemmschrauben schließen – im Idealfall mit Drehmomentschlüssel; Werte stehen in der Regel auf dem Vorbau.

Jetzt prüfen, ob die Vorspannung passt – zwei Parameter: Erstens muss es leicht lenkbar sein, wenn das Rad angehoben ist. Zweitens: Spiel prüfen – Vorderradbremse ziehen, Finger zwischen Abdeckkappe und Rahmen, nach vorne und hinten rütteln. Kann ich noch Spiel feststellen, passt etwas nicht – in der Regel sind die Lager nicht ausreichend vorgespannt, könnte aber auch falsch montiert sein. Abschließend darf kein Spiel mehr spürbar sein. Am Ende überschüssiges Fett mit einem Tuch wegnehmen – bei den ersten Fahrten kann noch etwas Fett rausdrücken, technisch nicht schlimm.

Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de – meine Website, auf der ich dir zeige, wie du dein Fahrrad selbst reparieren kannst.

Kettenblatt wechseln Shimano GRX 1-fach Kurbel

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🚴 Thema des Videos: 

Kettenblatt tauschen an einer GRX 1-fach Kurbel.

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GRX Kettenblatt wechseln – Ein-Kettenblatt-Kurbel ohne Demontage

In diesem Reparaturvideo zeigt Julius, wie du bei einer Shimano-GRX-Kurbel mit einem Kettenblatt das Kettenblatt wechselst – ohne die Kurbel zu demontieren. Du erfährst Schritt für Schritt: Kette abnehmen, Fahrrad umdrehen, Kettenblattschrauben von innen mit 5-mm-Inbus oder T30-Torx zuerst alle anlösen und dann erst entfernen, altes Kettenblatt über den Kurbelarm abfädeln und das neue Kettenblatt mit Beschriftung nach außen sowie der Nase hinter der Kurbel montieren. Mit mittelfester Schraubensicherung und Kreuzmontage sitzt das Kettenblatt formschlüssig.

Typische Fallstricke: Die letzte Schraube ist schwer erreichbar, wenn das Kettenblatt schon lose ist – deshalb erst alle anlösen. Das Kettenblatt fällt nach innen, kann aber nicht weg. Vor dem Endanzug Kurbel drehen und auf Eiern prüfen; abschließend 16 Nm im Kreuz anziehen. Für die GRX-Variante mit zwei Kettenblättern oder Kurbel-Demontage gibt es ein separates Video auf dem Kanal.

Sicherheitshinweis: Kettenblattwechsel nur mit passendem Werkzeug und Drehmomentschlüssel. Bei Unsicherheit Werkstatt aufsuchen.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Fahrradreparatur – GRX Kettenblatt wechseln
  • Konkrete Reparatur: Kettenblatt an GRX-Ein-Kettenblatt-Kurbel tauschen, Kurbel bleibt am Rahmen
  • Betrifft: Shimano GRX-Kurbeln mit einem Kettenblatt
  • Alternative: GRX mit zwei Kettenblättern oder Kurbel-Demontage – separates Video auf dem Kanal
  • Werkzeuge: 5-mm-Inbus oder T30-Torx, mittelfeste Schraubensicherung (Loctite), Drehmomentschlüssel (16 Nm)
  • Reihenfolge: Kette ab → Fahrrad umdrehen → alle Schrauben anlösen → Schrauben raus → Kettenblatt abfädeln → neues Blatt montieren (Beschriftung außen, Nase hinter Kurbel)
  • Montagetipp: Erste Schraube + gegenüberliegende Schraube zuerst; Kettenblatt flach anliegen lassen, dann Endanzug
  • Anzugsmoment: 16 Nm im Kreuz (Shimano-Sollwert für 5-mm- und T30-Schrauben)
  • Typische Probleme: Kettenblatt eiert nach Montage = falsch gesetzt oder verspannt; letzte Schraube schwer, wenn vorher einzeln rausgedreht
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

Möchtest du bei deiner GRX-Kurbel das Kettenblatt wechseln? Dann machen wir jetzt die Variante für Kurbeln mit einem Kettenblatt. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Hier können wir einen kleinen Workaround machen und das Kettenblatt demontieren und montieren, ohne die Kurbel zu demontieren. Hast du die Variante mit zwei Kettenblättern oder möchtest die Kurbel dennoch einmal demontieren, schau dir das Video auf meinem Kanal an – „GRX-Kurbel mit zwei Kettenblättern“.

Ich mache die Kette runter – so habe ich etwas mehr Freiheit und kann die Kurbel besser bewegen. Das Fahrrad habe ich umgedreht. Wir schauen von innen in die Kurbel rein und sehen die Kettenblattschrauben. Es gibt grundlegend zwei Werkzeugaufnahmen: 5-mm-Inbus oder T30-Torx. In meinem Fall ist es ein 5-mm-Inbus. Ich löse die Schrauben einmal reihum an – noch nicht rausdrehen, erst alle anlösen. Nachdem ich alle angelöst habe, kann ich sie rausnehmen. Hintergrund: Erst anlösen, dann rausnehmen. Schraubst du alle einzeln raus, tust du dir bei der letzten wahrscheinlich wahnsinnig schwer, weil das Kettenblatt dann schon recht lose ist und rumschlackert.

Sobald ich die letzte Schraube rausnehme, merke ich, wie das Kettenblatt lose wird. Es kann gleich runterfallen, kann aber nicht weg. Es fällt einmal nach innen – nicht erschrecken. Die letzte Schraube raus, Fahrrad umgedreht – jetzt habe ich das lose Kettenblatt und kann es einfach über die Kurbel fädeln. Das Ganze abgenommen, ohne die Kurbel zu demontieren.

Jetzt geht es ans neue Kettenblatt. Erstens: Die Beschriftung muss nach außen zeigen. Dann kannst du es ebenso wieder überfädeln. Es gibt theoretisch zwei Montagepositionen – hier haben wir eine Nase. Die Nase soll hinter die Kurbel. Also muss ich noch um 180° verdrehen und es hinten wieder reinfriemeln. Vermutlich verwendest du die alten Schrauben wieder – sinnvoll ist ein kleiner Tropfen mittelfester Schraubensicherung.

Die erste Schraube fädle ich von innen an, noch nicht festziehen. Als Nächstes die Schraube gegenüber – wieder ein kleiner Tropfen Loctite, dasselbe Spiel. Jetzt kann das Kettenblatt nicht mehr weg. Nochmal prüfen: Schrift nach außen, Nase hinten. Jetzt fange ich an, die Schrauben festzuziehen – die letzte gerade eingeschraubt, aber noch nicht ganz knallfest.

Jetzt geht es erst darum, dass das Kettenblatt ordentlich an der Kurbel anliegt. Alle Schrauben sind fest angezogen, es klappert nichts – Schrauben noch nicht endfest. Das Einfachste: Kurbel drehen und gucken – wenn das Kettenblatt eiert, habe ich es nicht richtig reingesetzt oder es ist verspannt. Entsprechend kann ich mir das von innen nochmal anschauen, ob die Schrauben wirklich schön im Kettenblatt sitzen. Jetzt können wir die Schrauben mit dem Drehmoment nachziehen.

Shimano gibt für die unterschiedlichen Schraubenarten – 5-mm-Inbus oder T30-Torx – unterschiedliche Drehmomentwerte an. Mit 16 Nm triffst du beide Sollwerte. Einmal die Schrauben reihum nachziehen. Jetzt kannst du die Kette wieder auflegen und bist fertig.

Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de – meine Website mit vielen Tutorials und Informationen, wie du dein Fahrrad selbst reparierst.

Sram DUB Kurbel Kettenblatt wechseln

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🚴 Thema des Videos: 

Kettenblatt wechseln an Sram DUB Kurbeln

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Kettenblatt wechseln an der SRAM DUB-Kurbel (Gravel, MTB & Rennrad)

In diesem Video wird gezeigt, wie du das Kettenblatt an einer Kurbel mit SRAM-DUB-Achsstandard wechselst – demonstriert an einer Gravel-Kurbel, funktioniert aber genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln. Der komplette Ablauf umfasst das Lösen der Kurbel, das Abnehmen des Kettenblatts, die Reinigung der Anlageflächen, die Montage mit korrekter Verzahnungsposition sowie optional die Wartung und Einstellung des DUB-Lagers.

Der schwierigste Schritt ist das Lösen der Kurbelschraube: Mit gedrückter Vorderradbremse, 8-mm-Inbus auf der rechten Seite und Gegendruck über das linke Pedal lässt sich die Schraube auch bei fester Verpressung lösen. Nach dem Abnehmen der Kette wird die Kurbel links herausgedreht. Kettenblattschrauben werden mit Torx (hier T20, bei manchen MTB-Kurbeln T25 mit drei Schrauben) gelöst. Die nicht symmetrische Verzahnung erlaubt nur eine Montageposition. Schrauben mit mittelfestem Locktite sichern und über Kreuz mit dem am Kettenblatt angegebenen Drehmoment festziehen.

Beim Ausbau bietet sich zudem an, die Kurbelwelle zu reinigen, den Lagerlauf zu prüfen, Dichtungsringe zu setzen, die Welle leicht zu fetten und das Preload-Lager einzustellen: Klemmschraube (2-mm-Inbus) anlösen, Einstellring nach rechts in Endstellung drehen, nach dem Einbau per Hand nachjustieren und Klemmschraube leicht verschließen. Abschließend Axialspiel prüfen und die Kette wieder aufsetzen.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Kettenblattwechsel an SRAM-DUB-Kurbel
  • Fahrradtyp: Gravel Bike, Mountainbike, Rennrad (mit DUB-Achsstandard)
  • Werkzeuge: 8-mm-Inbus mit langem Hebel, Torx T20 oder T25 (je nach Kurbel), 2-mm-Inbus, ggf. Drehmomentschlüssel, mittelfester Locktite (Schraubensicherung), Lagerfett
  • Kurbel lösen: Vorderradbremse halten, rechts 8-mm-Inbus, links Gegendruck über Pedal, Kurbel links herausdrehen; Spacer auf rechter Seite beachten
  • Kettenblatt: Nicht symmetrische Verzahnung – nur eine Passposition; Anlageflächen reinigen, nicht fetten; neue Schrauben meist im Lieferumfang
  • Anzug: Tröpfchen mittelfester Locktite, über Kreuz anziehen, Drehmoment laut Kettenblatt (z. B. 4 N·m; MTB teils abweichend)
  • Optional – Lagerwartung: Kurbel nach links abziehen, Welle reinigen, Lagerlauf prüfen, Dichtungsringe setzen, Welle leicht fetten, Kurbel von links wieder einsetzen
  • Preload-Einstellung: 2-mm-Klemmschraube anlösen, Einstellring nach rechts (Plus/Pfeil) in Endstellung, nach Montage rechte Seite antippen, Ring per Hand nachjustieren, Klemmschraube nur so fest, dass Ring nicht mehr dreht
  • Typische Probleme: Kurbelschraube lässt sich schwer lösen (mehr Hebel/Kraft), Kettenblatt passt nicht (Verzahnung weiterdrehen), Spacer verrutschen, rauer Lagerlauf (Drehlager bald tauschen), Kunststoff-Preload überdreht
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Preload-Ring und Klemmschraube nicht überfest anziehen (Kunststoff); Drehmomentwerte am Kettenblatt und am Abschlussring beachten
  • Abschluss: Axialspiel an beiden Kurbelarmen prüfen (leicht verschiebbar, frei drehend), Kette wieder aufsetzen

Transkript

Möchtest du bei deiner DUB-Kurbel das Kettenblatt wechseln? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen. Ich zeige das hier an der Gravel-Kurbel. Funktioniert genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln – alle mit dem DUB-Achsstandard.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Wir beginnen mit dem Lösen der Kurbel. Dafür brauchen wir einen Achter-Inbus und einen relativ langen Hebel. Das ist mit so das Komplizierteste an dem, was wir jetzt machen – hier brauchst du eben einfach einen Langhebel und ein bisschen Technik. So, wie gesagt, das Lösen ist in meinen Augen so das Schwierigste. Die Technik, wie ich sie jetzt zeige, finde ich am einfachsten – damit komme ich am besten zurecht. Ich halte einmal die Vorderradbremse gedrückt, dass das Fahrrad nicht weg kann. Und jetzt gucke ich mal, wie ich die Pedale stelle: Rechts mit dem Achter-Inbus rein, links damit baue ich Gegendruck auf dem Pedal. Und jetzt habe ich hier ordentlichen Hebel – okay, das ging sogar leichter als gedacht. Manchmal braucht man hier gefühlt noch mal ein bisschen mehr Kraft. Am Anfang geht's ganz schwer, da lässt sich ein Stück lang ganz normal rausdrehen, und dann wird's wieder schwer, weil wir hier in dem Fall dann die Verpressung lösen. Gut, Schraube ist noch nicht ganz rausgedreht, Kurbel ist noch drauf. Ich mache jetzt hier eben mal die Kette runter, dann ist sie schon mal nicht im Weg. Jetzt mein Achter-Inbus – das würde jetzt auch theoretisch mit einem kleineren Hebel gehen. Und jetzt kann ich die Kurbel einmal runterdrehen, also ganz normal weiter links raus. Jetzt kommt mir hier die linke Hälfte entgegen. Den Rest kann ich erstmal so drin stecken lassen. Wichtig ist noch: Falls ihr auch auf der rechten Seite Spacer habt, dass diese auch entsprechend in Position bleiben. Hier von innen sehe ich dann mein Kettenblatt und entsprechend die Verschraubung.

Gut, und jetzt kann ich eben hergehen und drehe die Schrauben einmal raus. In meinem Fall ist die Werkzeugaufnahme 20er Torx. Es gibt's auch in der anderen Variante. Bei den Mountainbike-Kurbeln habe ich auch weniger Schrauben – da habe ich nur drei Schrauben und muss die mit einem 25er Torx lösen. Die Schrauben habe ich alle entnommen, dementsprechend kann ich das Kettenblatt abnehmen. Bevor ich das neue Kettenblatt montiere: Solche Anlageflächen immer einmal sauber machen und Verschmutzungen runternehmen. Die Anlagefläche hier muss in meinen Augen nicht gefettet werden – die machen eigentlich nie Probleme, dass da jetzt irgendwie das Kettenblatt oder so auf der Kurbel knackt. Hatte ich bisher noch nie. In meinem Fall verbaue ich wieder das alte Kettenblatt – das nur einmal runter gemacht, um es dir zu zeigen.

Beim Aufsetzen ist wichtig: Diese Verzahnung hier ist nicht symmetrisch – also es gibt nur eine Position, wie es drauf passt. In meinem Fall so. Also hier nicht verzweifeln, wenn es mal nicht drauf geht – einfach mal weiterdrehen, und dann geht das nur in einer Position ebenso drauf. Hier nehme ich meine alten Schrauben auch wieder. Bei den neuen Kettenblättern sind noch in der Regel neue Schrauben mit dabei. Ich empfehle hier dann ein Tröpfchen Locktite mittelfest drauf zu machen – Schraubensicherung, damit das Kettenblatt dann nicht lose wird und nicht unterwegs irgendes Klappern anfängt. Alle Schrauben sind wieder drin, und im Idealfall zieht man die noch mal mit dem Drehmoment nach. Hier innen steht's drauf: 4 Newton in dem Fall. Die anderen Kettenblätter bei Mountainbike sind glaube ich abweichend – ich glaube, die bekommen ein bisschen mehr; steht aber immer im Kettenblatt drauf. Und dann beim Festziehen können wir auch mal hergehen und es dann eben über Kreuz machen, damit sich das Kettenblatt irgendwie nicht verspannt. Wie gesagt, auch hier wenig Probleme bisher gehabt. Und dann machen wir einmal die Schrauben der Reihe nach durch.

Gut, unsere Kurbel ist soweit fertig. Wir schauen uns aber noch mal die restliche Kurbel an. Das, was ich jetzt zeige, musst du nicht unbedingt machen beim Kettenblattwechsel – in meinen Augen ist aber jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, damit die Kurbel problemlos läuft. Gehen einmal her und drücken die Kurbel nach links einmal raus. Schauen eben, dass hier solche Spacer, falls du welche hast, jetzt nicht runterfallen – bzw. dass, wenn sie runterfallen, du weißt, wohin sie gehören. Hier haben wir einmal die restliche Kurbel, und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, die Welle einmal sauber zu machen. Und dann können wir gleich hergehen und können die Verstellung hier einmal öffnen. Dafür brauchst du Zweier-Inbus, und hier ist irgendwo innen drin bei mir so ein bisschen versteckt im Kurbelarm so eine kleine Klemmschraube. Die muss auch nicht raus, die musst du nur anlösen – so, dass du hier den Verstellring verdrehen kannst. Und dann drehst du den nach rechts einmal komplett in die Endstellung. Das Drehlager gucken wir uns auch gleich mal an.

Jetzt können wir mal hergehen. Ich mache das jetzt nur auf der rechten Seite – das machst du dann auch bitte noch auf der linken Seite. Einfach mal kurz hergehen und prüfen: Läuft das sauber, oder merkst du schon, dass du einen rauen Lagerlauf hast? Dann weißt du, dass du bald auch Drehlager mal tauschen solltest. Und hier gehen wir ebenso her und machen mal die Verschmutzung weg, was wir eben rausbekommen. Bei den Lagern setze ich ganz gern solche Dichtungsringe – den hat's mir einmal rausgehauen, den setzt du einfach wieder innen drauf. Also don't panic, wenn du das Ding auf einmal in der Hand hast. Ein bisschen Friemelei ist das. Jetzt gehen wir einmal her: Ich nehme so ein bisschen einfaches Lagerfett, und jetzt können wir hergehen und in dem Zuge auch einmal die Welle neu fetten der Kurbel. Da muss jetzt auch nicht wahnsinnig viel drauf – einfach, dass wir hier so überall einen kleinen Schmierfilm haben.

Die Kurbel stecken wir von der linken Seite wieder nach rechts durch. Hier wird darauf geachtet, dass die ganzen Spacer, falls vorhanden, in Position sind. Jetzt können wir unsere Kurbelhälfte, unsere rechte Kurbelseite, wieder montieren. Nach dem Inbus haben wir jetzt mal einen kürzeren geholt – geht's ein bisschen leichter im Handling. Schauen, dass wir die Kurbelarme richtig zueinander versetzt haben – das würde auch hier falsch gehen. Das ist manchmal auch ein bisschen Gefriemel, bis die Schraube hier greift. So, jetzt hat sie gegriffen. Einmal die Kurbel festziehen – im Idealfall noch mit dem großen Drehmomentschlüssel, falls du den zur Hand hast. Drehmomentwerte stehen immer auf dem Abschlussring. Die Kurbel ist montiert.

Wir müssen aber noch das Lager einstellen. Dafür gehst du her und klopfst einmal auf die rechte Seite. Und hier haben wir jetzt entsprechend unsere Einstellung – den haben wir vorhin angelöst. Wenn du auf den Einstellring schaust, siehst du auch so ein Plus und eine Pfeilrichtung. Also wir drehen nach rechts mit normaler Handkraft – das ist nur aus Kunststoff, das ist auch super schnell überdreht. Und jetzt müssen wir noch die Verschlussschraube wieder schließen – wieder mit dem Zweier-Inbus – und die ist leider immer so ein bisschen friemelig. Wenn du da irgendwie auch noch Dreck oder sowas drin hast, unbedingt rausmachen, dann geht's auch deutlich leichter. Und die wird so weit verschlossen, dass sich der Kunststoffring einfach nicht mehr dreht. Also festknallen brauchst du die Schraube nicht – die steckt hier auch im Kunststoff und reißt entsprechend schnell aus. Jetzt ist die Kurbel montiert.

Wir können noch mal hergehen und noch mal auf Axialspiel prüfen. Dafür packe ich dann beide Kurbelarme an und versuche die Kurbel nach rechts und links zu verschieben. Das passt, dreht sich locker und frei – das ist in Ordnung. So, und jetzt, falls noch nicht gemacht, kann ich die Kette wieder aufsetzen und bin mit dem Arbeitsschritt fertig. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Kette wechseln (lange Anleitung)

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Kette wechseln. Komplette Anleitung für Kettenschaltungen.

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Kette am Fahrrad wechseln – Anleitung mit Kettennieter und Kettenschloss

In diesem Video wird gezeigt, wie du die Fahrradkette am eigenen Rad wechselst: von der Demontage der alten Kette über die Auswahl der passenden Ersatzkette bis zur Montage und dem korrekten Verschluss. Der Fokus liegt auf praxisnahen Tipps für Kettennieter-Bedienung, richtiges Kürzen anhand der Gliederanzahl und die zwei gängigen Verschlussarten – Nietstift und Kettenschloss.

Maßgeblich für die Kettenwahl ist die Ritzelanzahl hinten (z. B. 11-fach). Bei modernen Schaltungen, besonders bei bestimmten Antriebssystemen, muss die Kette zusätzlich zur gesamten Schaltung passen. Beim Kürzen unterscheidet sich die Vorgehensweise: Bei der Nietstift-Variante übernimmst du die Gliederanzahl der alten Kette eins zu eins; bei der Kettenschloss-Variante enden zwei Innenlaschen plus das Schloss. Vor dem Aufsetzen sollten Ritzel und Antrieb gereinigt sein. Häufige Fehler: Kette über die Blechnase am Schaltwerk legen, falsche Laufrichtung ignorieren oder die Nietstelle überdrehen.

Am Ende prüfst du, ob die Nietstelle flexibel ist und die Kette sich frei bewegt. Bei Kettenschloss-Variante muss der Pfeil in Zugrichtung zeigen; das Schloss wird durch kräftiges Treten in die oberste Position gezogen und rastet ein.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Fahrradkette wechseln (Demontage, Kürzen, Montage, Verschluss)
  • Fahrradtyp: Allgemein (Rennrad, MTB, Trekking – je nach Schaltung)
  • Kettenwahl: Ritzelanzahl hinten entscheidend (z. B. 11-fach); bei modernen Systemen auch Kompatibilität zur Schaltung/Serie prüfen
  • Werkzeuge: Kettennieter, ggf. Kettenschlosszange, Spitzzange (Nietrest abbrechen)
  • Verschlussarten: Nietstift (Innen- + Außenlasche) oder Kettenschloss (zwei Innenlaschen, ersetzt eine Außenlasche)
  • Typische Probleme: Falsche Kette gewählt, Kette an Gesamtlänge statt Gliederanzahl gekürzt, günstiger Kettennieter falsch bedient, Kette über Schaltwerk-Blechnase gelegt, steife Nietstelle, Kettenschloss falsch herum montiert
  • Kürzen: Alte Kette als Referenz; Gliederanzahl zählen, nicht Gesamtlänge; bei Kettenschloss ggf. Außenlasche an gekürzter Kette entfernen
  • Montage: Schaltwerk nach außen, Umwerfer nach innen; Laufrichtung beachten (Beschriftung nach außen); Kette unteres Ritzel → obere Schaltrolle → Umwerfer → Kettenblätter → Schaltwerk (unter Blechnase)
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Kettennieter: Kette an Rückseite anlegen, Niet sauber zentrieren; Niet nicht überdrehen; alte Kette als Reserve behalten
  • Weiterführend: Antrieb reinigen vor Montage – siehe juliusfahrrad.de

Transkript

Möchtest du bei deinem Fahrrad die Kette wechseln? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Zu Beginn entfernen wir die alte Kette. Das geht entweder wie hier mit einem Kettennieter oder, falls deine alte Kette ein Kettenschloss hat, auch mit einer Kettenschlosszange. Wir machen das jetzt mal mit dem Kettennieter – den werden wir nämlich sowieso gleich brauchen, um die neue Kette zu kürzen. Zuerst schauen wir uns die Kette mal an. Wir brauchen nämlich so ein ganz normales Kettenglied. Ein Kettenschloss sieht etwas anders aus – in dem Fall haben wir hier sogar eins. So sieht das Kettenschloss aus. An dem wollen wir nicht nieten, wir wollen ein normales Kettenglied.

Dann müssen wir uns kurz einen Kettennieter anschauen. Die gibt's in verschiedenen Varianten. Meiner hat hier jetzt so ein Schieberchen – der ist relativ einfach in der Bedienung. Es gibt aber auch vor allem günstige Kettennieter: Wenn man die falsch bedient, gehen die recht schnell kaputt. Wichtig ist immer, dass die Kette an der Rückseite anliegt. Dieses Schieberchen kommt in die Mitte der Kette, also in die Innenlaschen, und dann kann ich das Teil auch schon zudrehen. Und dann ist auch noch wichtig, dass mein Kettennieter hier wirklich am Kettenniet anliegt – also der muss hier sauber reingeführt werden. Dreh ein bisschen zu. Zu Beginn brauche ich hier ein bisschen Handkraft, bis hinten langsam meine Kettenniete rauskommt, und dann auf einmal geht's dann doch relativ leicht. Hier hinten kommt mein Kettennieter wieder raus – einmal wieder rausdrehen. Und jetzt habe ich schon meine Kette offen. Da ist gerade eben der rausgedrückte Kettenniet weggeflogen. Die alte Kette kann ich jetzt hier einfach nach oben abnehmen. Hier hat sie sich ein bisschen verklemmt – und jetzt kriege ich die hier einmal runter. Vorsicht, schmutzig.

Jetzt geht's weiter mit der Vorbereitung der neuen Kette. Welche Kette kompatibel ist, das schauen wir uns jetzt mal an. Maßgeblich ist dafür hinten die Ritzelanzahl interessant. In meinem Fall elf Stück – also hier brauche ich dann eine sogenannte Elffachkette. Der Wert muss immer passen – also gar nicht probieren, da jetzt irgendwie zum Beispiel eine Zehnfachkette oder sowas zu verwenden. Das muss immer passen. Daneben gibt es bei modernen Schaltungen noch weitere Parameter. Zum Beispiel bei manchen Antriebssystemen brauchst du nicht nur eine Kette, die der Ritzelanzahl hinten entspricht, sondern auch der ganzen Schaltung entspricht. Hier wirklich genau recherchieren, was du drauf hast. Im Zweifelsfall die alte Kette wieder verwenden – bzw. natürlich nicht die alte, sondern baugleich, also Ritzelanzahl und Serie.

Weiter geht's damit, die neue Kette abzulängen. In der Regel sind die neuen Ketten ein Stückchen zu lang und müssen gekürzt werden. Bevor aber ans Kürzen geht, musst du einfach erstmal verstehen, nämlich wie die neue Kette montiert, also verschlossen wird. Es gibt zwei Varianten: Die erste ist hier mit so einem Nietstift, und die zweite Variante ist hier mit einem Kettenschloss. Da gibt's nämlich einen erheblichen Unterschied. Das Kettenschloss beim Einsetzen ersetzt eine Außenlasche. Unsere aufgebrochene alte Kette hat ja hier eine Innen- und hier eine Außenlasche. Die Variante mit dem Nietstift sieht identisch aus: Innenlasche, Außenlasche. Und die Variante mit dem Kettenschloss hat zwei Innenlaschen. Hast du jetzt eine Variante mit dem Nietstift, dann ist das super leicht: Wir nehmen gleich die Gliederanzahl der alten Kette und übertragen diese einfach auf die neue Kette. Hast du eine Variante mit einem Kettenschloss, also zwei Innenlaschen, dann musst du quasi bedenken, dass das Teil hier ein Kettenglied ersetzt und musst sie dann so kürzen, dass du entsprechend zwei Innenlaschen plus dein Kettenschloss hast.

Jetzt gibt es natürlich unzählige Varianten, wie man Ketten richtig kürzt. Jeder Hersteller hat für jede Schaltung ein spezifisches Muster – also wie die Kette zum Beispiel aufgelegt wird und wie viel Kettenglieder dazu gezählt werden müssen usw. Das ist jetzt alles ein bisschen zu kompliziert, weil es sich hier um ein generelles Video handelt. Wir machen es uns also leicht und nutzen die alte Kette als Referenzwert für die neue Kette. Die alte Kette habe ich kurz etwas sauber gemacht, damit die neue Kette jetzt nicht schmutzig wird. Und zwar: Der einfache Trick ist, die Gliederanzahl der alten Kette auf die neue Kette zu übertragen. Wichtig ist, dass es sich wirklich um die Gliederanzahl handelt, nicht um die Gesamtlänge – nämlich die alte Kette ist ein Stückchen länger. Also, wenn ich mich nur auf die Gesamtlänge der Kette konzentriere, werde ich die neue Kette wahrscheinlich ein Glied zu kurz machen.

Also machen wir es jetzt hier wirklich sehr simpel: Wir nehmen die Kette so, dass wir mit beiden Innenlaschen anfangen, und dann legen wir die nebeneinander. Das habe ich jetzt einmal gemacht, und hier komme ich raus – also das Stück der Kette ist zu lang, das muss ich wegnehmen. Hier brauche ich jetzt wieder meinen Kettennieter. Pack mir das passende Kettenglied rein, leg das in den Kettennieter, dreh diesen einmal zu. Bevor es richtig losgeht, schaue ich, dass hier der Kettennieter ordentlich am Nietstift der Kette anliegt, und drehe einmal komplett rein und gleich wieder raus. Der hat durchgedrückt, und hier habe ich mein Stück Kette, das zu lang war – das brauche ich jetzt auch nicht mehr, das kann weg. Und die alte Kette kann ebenfalls jetzt erstmal zur Seite gelegt werden. Mein Tipp ist, diese nicht direkt wegzuwerfen. Es kann nämlich gegebenenfalls sein, dass mit einer neuen Kette dein Antrieb, also Kettenblätter und Ritzel, nicht so gut harmonieren und du dann vielleicht notmäßig die alte wieder drauf machen musst. Also niemals wegschmeißen, einfach zur Seite legen. Wenn es dann später alles funktioniert, kannst du sie dann wegwerfen.

Hast du die Variante mit dem Kettenschloss, dann musst du jetzt noch an der gekürzten Kette die Außenlasche einmal entfernen – ebenfalls wieder mit dem Kettennieter, hier einfach den Nietstift rausdrücken. Dann ist eine Kette vorbereitet für ein Kettenschloss. Bevor wir jetzt die neue Kette drauf machen, müssen unbedingt die Ritzel sauber gemacht werden. Hier sind diese stark verschmutzt – also geht's jetzt erstmal ans Reinigen. Den Schritt überspringe ich jetzt in dem Video. Bei mir auf der Website juliusfahrrad.de habe ich dazu bereits schon mal ein Video gemacht, wie du ganz einfach deinen Antrieb reinigen kannst. Mit gereinigtem Antrieb geht's jetzt ans Einsetzen.

Das Schaltwerk schalten wir einmal komplett nach außen und den Umwerfer, falls vorhanden, einmal nach innen. Manche Ketten haben eine Laufrichtung. Die Faustregel ist ganz einfach: Du hast eine Kettenbeschriftung irgendwo auf den Gliedern – diese muss nach außen zeigen. Hier in dem Fall ist hinten nichts zu sehen; es gibt aber auch Ketten, die innen und außen eine Beschriftung haben – hier ist es dann egal, du kannst die Kette egal wie rum montieren. In meinem Fall hier: Beschriftung nach außen. Jetzt geht's ans Aufsetzen der Kette auf die Ritzel und Kettenblätter. Erstmal schauen, dass die Kette wie hier so entwurstelt ist und keine Knoten drin hat. Wir fangen erstmal hinten an, legen die Kette aufs unterste Ritzel, führen diese vor die obere Schaltrolle und lassen die einfach mal hängen. Falls vorhanden, führen wir sie durch den Umwerfer aufs kleine Kettenblatt und lassen sie ebenfalls einfach mal hier nach vorne hängen.

Ein Fehler wird recht häufig gemacht am Schaltwerk – und zwar wird die Kette falsch durchs Schaltwerk geführt. Hier vorne siehst du so eine Nase, so ein Blechteil, und der Fehler ist so, dass man die Kette eben über das Blechteil legt. Die kann dann natürlich nicht geräuschfrei laufen und schabt während der ganzen Fahrt an dem Blechteil. Das wollen wir nicht. Kette über die Blechnase einführen, nah an der Schaltrolle an der oberen, dann auf die untere Schaltrolle gehen. Und jetzt kann ich die Kette einmal durchziehen und habe hier mein Kettenende. Jetzt packe ich meine zwei Kettenenden zusammen. In meinem Fall zeige ich jetzt erstmal die Variante mit dem Nietstift – gleich auch noch mit dem Kettenschloss. Hier braucht man ein bisschen Fingerakrobatik. Der Nietstift hat auch eine Seite – in dem Fall sieht man es recht leicht: Ich habe eine angespitzte Seite, die hilft mir, das Ding einzuführen. Und hier hinten habe ich ja die kurze Seite des Nietstifts. Also mit der langen Seite erstmal rein durchdrücken. Und jetzt kann die Kette auch schon nicht mehr auseinanderflutschen.

Zum Einbringen der Niet brauche ich wieder meinen Kettennieter. Wieder wie vorhin: Die Kette liegt hier hinten an. Dann soweit eindrehen, dass der Kettennieter sauber auf die Niet trifft. Und jetzt das Teil langsam eindrehen. Und hier kommt irgendwann die Phase: Hier habe ich so einen kleinen Widerstand – die Kettenniete ist allerdings noch nicht komplett drin. Das ist normal, das muss jetzt hier noch mal ein Stück drüber. Und jetzt geht's auf einmal wieder leicht. Und hier jetzt auf keinen Fall überdrehen – also jetzt bin ich erstmal fertig. Nehme meinen Kettennieter runter. Hier hinten schaut der Rest erstmal raus. Bevor ich den jetzt irgendwie wegmache, schaue ich erstmal, ob das Ding beweglich ist. Das muss wie hier aussehen – das Teil muss komplett flexibel sein. Ist eine Nietstelle steif und rutscht nicht wie hier einfach hin und her, dann heißt das, die Kettenniete ist nicht richtig positioniert. Entweder könnt ihr noch ein kleines Stück weiter rein oder sogar schon wieder weiter raus. Jetzt muss ich hier noch den Überrest der Kettenniete entfernen – und das Teil hat eine Sollbruchstelle. Ich nehme jetzt einfach mal hier so eine Spitzzange, pack hier hinten an, halt meine Kette und zack – in einem Rutsch kannst du das Teil abbrechen. Noch mal die Stelle prüfen – funktioniert alles. In dem Fall sind wir jetzt schon fertig.

Ich zeige jetzt aber auch noch mal die Variante mit einem Kettenschloss. Bei der Schlossvariante habe ich ja eben wie vorhin gezeigt meine zwei Innenlaschen am Anfang und packe mir erstmal eine Seite der Kette und schaue erstmal aufs Schloss. Hier ist nämlich immer so ein Pfeil drauf – der geht in die Zugrichtung. Nachdem wir uns auf der Unterseite der Kette befinden, muss der Pfeil nach hinten zeigen. Einmal reinhaken und auf der Gegenseite von innen einmal reinhaken. Jetzt packe ich mir meine zwei Kettenhälften, und diese kann ich jetzt erstmal so ineinander rasten. Mein Kettenschloss ist noch nicht richtig verschlossen, aber die Kette hält schon mal zusammen. So, einmal vorsichtig kurbeln, so lange, bis mein noch nicht geschlossenes Kettenschloss auf der Oberseite der Kette sich befindet. Jetzt halte ich einmal die hintere Bremse gedrückt und gleichzeitig packe ich hier einmal am Pedal und drücke einmal kräftig rein. Das Kettenschloss sieht jetzt so aus – und mit einem Ruck hat sich das einmal aufgezogen. Die Kette ist verschlossen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Shimano Bremsbelag wechseln Road/Gravel komplette Anleitung

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos:

Shimano Bremsbelag an einer hydraulischen Scheibenbremse wechseln.

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Technische Details & Transkript anzeigen

Bremsbeläge wechseln an der Shimano Scheibenbremse (Rennrad & Gravel Bike)

In diesem Video wird gezeigt, wie du Bremsbeläge an einer Shimano Hydraulik-Scheibenbremse am Rennrad oder Gravel Bike fachgerecht wechselst. Der Ablauf umfasst das Entfernen des Laufrads, das Öffnen des Bremssystems am Bremshebel über den Entlüftungsanschluss, das Reinigen und Zurückstellen der Kolben, den Austausch der Beläge sowie den abschließenden Funktionstest des Druckpunkts.

Ein zentraler Tipp: Setze beim Belagwechsel einen Shimano-Entlüftungstrichter mit Adapter auf den Bremshebel. Shimano-Bremsen sind oft leicht überfüllt – ohne geöffnetes System riskierst du beim Zurückdrücken der Kolben Schäden an der Hebeldichtung. Gleichzeitig lässt sich so Luft im oberen Systembereich mit ablassen. Weitere Themen: Sicherungsclip und Belagshalteschraube lösen, Rückplatte auf Ölfilm prüfen (Hinweis auf undichte Kolbendichtungen), Kolben mit Wattestäbchen reinigen, alte Beläge als Schutz beim Kolbenrückstellen nutzen, neue Beläge mit L/R-Kennzeichnung korrekt montieren und optional eine Teilentlüftung durchführen.

Verwende ausschließlich originale Shimano Bremsflüssigkeit, ziehe alle Kunststoffgewinde nur leicht an und arbeite beim Kolbenrückstellen mit wenig Kraft. Nach dem Einsetzen des Laufrads baut sich der Druckpunkt am Hebel schrittweise auf und sollte endfest sein.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Bremsbelagwechsel an Shimano Hydraulik-Scheibenbremse (Road / Gravel)
  • Fahrradtyp: Rennrad, Gravel Bike
  • Bremssystem: Shimano Scheibenbremse mit Entlüftungsanschluss am Bremshebel
  • Werkzeuge: 2,5-mm-Inbusschlüssel, Schlitzschraubendreher oder 3-mm-Inbus (je nach Belagsschraube), Shimano-Entlüftungstrichter mit Adapter, Kolbenspreizer, Wattestäbchen, milder Reiniger (Spülwasser), Papiertuch, originale Shimano Bremsflüssigkeit
  • Typische Probleme: Überfülltes Bremssystem, Luft im oberen Systembereich, fehlender Sicherungsclip, fest sitzende alte Beläge, verschmutzte Kolben, verklemmte oder beschädigte Kolben bei zu viel Kraft
  • Diagnose: Öliger Film auf der Rückplatte der alten Beläge → Kolbendichtungen im Bremssattel undicht → Bremssattel austauschen
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Kunststoffgewinde nicht überdrehen; Kolben nur sanft zurückdrücken; nur Shimano-Bremsflüssigkeit verwenden; neue Beläge beim Auseinanderdrücken nicht beschädigen
  • Montagehinweise: Beläge mit L- und R-Kennzeichnung in Fahrtrichtung einsetzen; Klammer korrekt zwischen den Belägen positionieren; Halteschraube durch die Klammer führen; Sicherungsclip wieder montieren
  • Abschluss: Trichter demontieren, Bremsflüssigkeitsstand prüfen, Verschlussschraube leicht anziehen, Griffgummi wieder einhaken, Laufrad einsetzen, Druckpunkt am Hebel prüfen und Bremse ggf. einstellen

Transkript

Möchtest du bei dem Rennrad oder Gravel Bike Bremsbeläge wechseln an einer Shimano-Bremse? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Zuerst entfernst du das Laufrad. Den Schritt, den ich hier jetzt zeige, ist nicht unbedingt notwendig – ich würde ihn dir aber dringend empfehlen. Wir setzen jetzt den Trichter zum Entlüften für den Bremsbelagwechsel auf den Hebel auf. Das hat zwei verschiedene Vorteile: Zum einen werden die Shimano-Bremsen durch den Trichter recht häufig überfüllt. Beim Bremsbelagwechsel müssen wir die Kolben zurückdrücken, und dann laufen wir Gefahr, wenn das Bremssystem nicht geöffnet wird, dass wir die Dichtung im Bremshebel beschädigen. Zum anderen bekommen wir, falls wir Luft im System haben – zumindest im oberen Teil des Systems, also im Hebel – diese gleichzeitig beim Bremsbelagwechsel mit raus.

Um an die Entlüftungsschraube zu kommen, müssen wir einmal den Griffgummi zurückziehen. Bei fast allen Shimano-Bremsen am Rennrad oder Gravel Bike ist der Entlüftungsanschluss hier oben. Bei älteren Systemen gab es auch mal unten in dem Bereich. Das, was ich dir jetzt zeige, funktioniert auch entsprechend bei der anderen Variante. Griffgummi einmal zurück. In meinem Fall brauche ich einen zweieinhalb Millimeter Inbus und drehe einmal die Schraube raus. Vorsicht: Hier ist eine kleine Gummidichtung mit drauf – die soll auf der Schraube bleiben. Für diese Bremsen brauchen wir den Adapter, um den Trichter aufzusetzen. Schraub diesen einmal ein. Und jetzt passt der normale Shimano-Trichter oben drauf. Auch diesen einmal aufschrauben. Wichtig ist: Das muss nicht wirklich fest angezogen werden. Die Kunststoffgewinde sind super schnell überdreht, und durch Rausziehen des Stopfens wird das Bremssystem nach oben hin einmal geöffnet.

Für den nächsten Schritt ist wichtig, dass die alten Bremsbeläge sich noch immer im Bremssattel befinden. Jetzt drückst du so lange die Bremse, bis der Widerstand fest ist. Die Kolben sind den Bremssattel jetzt ein ganzes Stück weiter rausgefahren durchs Pumpen, wie eben gezeigt – und das können wir gleich nutzen, um die Kolben sauber zu machen.

Als Erstes müssen aber mal die alten Bremsbeläge raus. Auf der Innenseite findest du in der Regel den Sicherungsclip. Den kannst du mit der Hand einfach mal runternehmen. Falls dieser nicht mehr vorhanden ist, hast du ihn bereits verloren. Häufig gehen die während der Fahrt irgendwann mal runter, zumindest wenn sie ein paar Mal rauf und runter gemacht wurden – dann geht einfach die Spannung aus dem Clip raus. Diesen entnehmen wir einmal. Jetzt machen wir einmal den Sicherungsbolzen raus, die Belagshalteschraube. Hier hat Shimano noch immer recht häufig bei den Road-Bremsen eine Schlitzschraube – gibt's aber auch mit einem Dreier-Inbus. Mit einem Schlitzschraubendreher einmal die Schraube entnehmen, und jetzt kannst du die alten Bremsbeläge nach oben rausnehmen. Gegebenenfalls musst du ein bisschen drücken, weil die Kolben ja zusammengefahren sind – also ist ein bisschen Spannung drauf.

Die alten Bremsbeläge nicht gleich wegschmeißen. Wir schauen uns mal die Rückplatte an. Nämlich muss die, wie hier zu sehen, trocken sein. Hast du hier einen schmierigen Ölfilm – das kann auch nur ganz wenig sein – spricht das dafür, dass im Bremssattel die Kolbendichtungen undicht geworden sind. Dann solltest du den Bremssattel mit austauschen. Mit so einem Wattestäbchen, das habe ich gerade ein bisschen benetzt – mit sanftem Reiniger, Spülwasser einfach genommen – können wir jetzt einmal die Kolben sauber machen und alten Bremsstaub runternehmen. Einfach mal am Kolbenrand entlang fahren. Dann siehst du recht schnell, dass wir hier doch ein bisschen Verschmutzung haben. Und ich mache das immer erst mal sauber, bevor wir die Kolben wieder reindrücken, damit wir eben die Dichtung möglichst entlasten – und das einmal rundherum um die Kolben, so gut du eben hinkommst. Und dann mit einem zweiten Wattestäbchen können wir die Kolben auch gleich wieder trocken reiben.

Jetzt müssen wir die Kolben zurückdrücken, und der einfachste Weg, um die Kolben zu schützen, ist, noch mal ganz kurz die alten Bremsbeläge reinzustecken. Die Halteschraube für die Beläge fädle ich einfach nur kurz an. Das Ding kommt nämlich auch gleich wieder raus – muss gar nicht festgedreht werden. Jetzt müssen wir die Kolben wieder nach außen drücken. Dafür nehme ich hier so einen Kolbenspreizer. Und das muss wirklich mit wenig Kraftaufwand geschehen, da sonst die Kolben sich verklemmen könnten und gegebenenfalls auch beschädigt werden könnten. Also wirklich piano, mit ein bisschen Geduld geht das. Ich gehe einmal mit dem Kolbenspreizer zwischen die alten Bremsbeläge, Schritt für Schritt, und drücke damit die Kolben wieder in Position. Einmal komplett aufdrücken – und so muss das dann aussehen: Rechts und links beide Bremsbeläge komplett nach außen gedrückt.

Jetzt entnehmen wir wieder die alten Bremsbeläge. Dafür wieder Halteschraube raus, Bremsbeläge rausziehen. Jetzt können wir die neuen Bremsbeläge montieren. Wie man hier schon sieht, ist auf der Rückplatte ein L und auf der anderen Seite ein R aufgebracht. Das gibt's nämlich bei Shimano. Rechts und links – der Unterschied liegt hauptsächlich am Kühlrippendesign, und das wird immer in Fahrtrichtung gemacht. Also links kommt in dem Fall nach außen. Bring die Bremsbeläge wieder in den Sattel ein. Wichtig ist auch noch, dass die Klammer ordentlich positioniert ist zwischen den Bremsbelägen. Das soll dann so aussehen. Bremsbeläge einmal einschieben. Die Halteschraube einmal von außen nach innen einfädeln. Hier ist auch wichtig, dass diese durch die Klammer durchläuft. Jetzt die Schraube wieder komplett eindrehen. Wichtig ist hier, dass die Schraube wirklich nur ganz leicht angezogen werden muss – das Gewinde hält nicht wirklich viel aus. Und dann am Ende wieder den Sicherungsclip drauf. Jetzt sind eure Bremsbeläge montiert.

Wer jetzt noch seinen Bremshebel etwas mitentlüften will, der kann das jetzt ganz einfach machen. Das Bremssystem ist ja noch immer geöffnet. Einfach noch mal die Bremsbeläge zusammendrücken. Hier merke ich auch schon: Der Druckpunkt ist schon härter als vorher. Und jetzt müssen die Bremsbeläge auch wieder auseinander – auch wieder wie vorhin gezeigt. Das muss ganz sanft gehen. Vor allem jetzt: Wir haben ja neue Bremsbeläge drin und wollen auch nicht den neuen Bremsbelag beschädigen. Einmal auseinanderdrücken. Es geht jetzt hier wirklich leicht, weil wir die Kolben auch vorher ordentlich sauber gemacht haben. Diesen Schritt kannst du jetzt ein paar Mal wiederholen – mit dem Zusammendrücken und dem Auseinanderdrücken. Das hat nämlich den Hintergrund, dass dann oben die Blubberblasen rauskommen und die Bremse sich so eben zumindest oben entlüftet.

Jetzt in meinem Fall kam da nicht wirklich viel Luft raus, also macht es jetzt auch keinen Sinn, das noch öfter zu machen. Jetzt können wir oben den Trichter wieder abnehmen. Dafür den Stopfen hier einmal in der Mitte reinmachen und dann einmal das Ganze abdrehen und zur Seite nehmen. Den Adapter müssen wir ja auch runternehmen – und hier steht ja auch noch die Bremsflüssigkeit drin. Wenn wir den jetzt einfach runterschrauben, läuft uns rechts links runter. Kleiner Tipp: Ich roll mir immer so ein Papiertuch und steck das einfach mal hier oben rein. Und das sorgt dann dafür, dass dieser kleine Tropfen – dass wirklich nicht viel mehr aus dem Teil rauskommt. Jetzt kann ich das abdrehen und habe zumindest keine große Sauerei mehr. Wichtig ist, dass wir Bremsflüssigkeit bis obenhin stehen haben. Und jetzt können wir die Verschlussschraube einbringen. Da drückt uns jetzt ein bisschen die Bremsflüssigkeit zur Seite – können wir dann auch einfach mit dem Tuch wieder abnehmen – und ziehen die Schraube an. Auch diese Schraube muss wirklich nur ganz leicht angezogen werden und ist relativ schnell überdreht. Und wir können den Griffgummi auch wieder zurückziehen und einhaken. Der hat so Nasen – einfach ein bisschen rumdrücken, dann gehen die an alle Stellen wieder rein, und der Griffgummi sitzt wieder richtig.

Im Trichter muss unbedingt originale Shimano Bremsflüssigkeit verwendet werden. Falsche Bremsflüssigkeit kann euer Bremssystem beschädigen. Das Laufrad habe ich wieder eingesetzt. Jetzt pumpst du ein paar Mal am Bremshebel, gerade eben zu sehen. Der erste Pumper geht fast ins Leere, und es baut sich Schritt für Schritt der Druckpunkt auf. Der Druckpunkt sollte, wie hier zu sehen, endfest sein. Gegebenenfalls musst du jetzt die Bremse noch einstellen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliosfahrrad.de.

Sram Bremsbeläge wechseln

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos:

Sram Bremsbeläge tauschen, an einer DOT Flatmount-Bremse

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

In diesem Video wird Schritt für Schritt gezeigt, wie du die Bremsbeläge an einer SRAM hydraulischen Scheibenbremse am Hinterrad wechselst. Der Wechsel ist eine typische Wartungsarbeit am Fahrrad und lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst durchführen. Voraussetzung ist das Entfernen des Hinterrads; danach werden die Kolben mit einem Kolbenspreizer zurückgedrückt, der Sicherungsclip und die Belagshalteschraube entfernt sowie die alten Beläge ausgebaut. Wichtig ist die Prüfung der Rückplatte der alten Beläge: Feuchte oder schwitzige Rückstände deuten auf einen undichten Bremssattel hin – in diesem Fall sollte der Sattel überprüft oder erneuert werden.

Nach dem Einbau der neuen Beläge wird empfohlen, die Kolben mehrfach zusammenzufahren und wieder auseinanderzudrücken, um sie zu mobilisieren. Festgegammelte Kolben, die sich nicht mehr gleichmäßig bewegen, erschweren die Einstellung der Bremse und können auf Verschleiß hindeuten. Bei SRAM-Bremsen mit DOT-Bremsflüssigkeit wird zusätzlich der Wechsel der Bremsflüssigkeit im Rahmen des Belagwechsels empfohlen, da die Flüssigkeit altert, sich ausdehnt und bei hohen Außentemperaturen Probleme verursachen kann. Ein Belagwechsel ist ein guter Zeitpunkt für einen kompletten Neustart: neue Beläge und neue Bremsflüssigkeit sorgen für eine stressfreie Bremse über die gesamte Lebensdauer der Beläge.

Benötigte Werkzeuge: Kolbenspreizer, Inbusschlüssel (typischerweise 2,5 mm), Tuch zum Reinigen. Die Belagshalteschraube darf nur sehr vorsichtig angezogen werden. Wer den Sicherungsclip oder die Belagshalteschraube verloren hat, erhält Ersatzteile in einem originalen SRAM-Bremsbelagsatz. Haftungsausschluss: Wer selbst Hand anlegt, handelt auf eigenes Risiko.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Bremsbelagwechsel an SRAM hydraulischer Scheibenbremse (Hinterrad)
  • Werkzeuge: Kolbenspreizer, Inbusschlüssel (2,5 mm), Tuch
  • Ersatzteile: SRAM Bremsbelagsatz (enthält Sicherungsclip und Belagshalteschraube)
  • Bremsflüssigkeit: DOT-Flüssigkeit (SRAM); Wechsel beim Belagwechsel empfohlen
  • Typische Probleme: Undichter Bremssattel (Feuchtigkeit an Rückplatte), festgegammelte Kolben, ungleichmäßiger Kolbenauszug
  • Sicherheitshinweis: Belagshalteschraube nur sehr sanft anziehen; Kolben vorsichtig zusammendrücken, um neue Beläge nicht zu beschädigen
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

Zum Wechseln deiner Bremsbeläge entfernst du erstmal das Hinterrad. Das habe ich bereits gemacht. Schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen. Falls du selbst Hand anlegst, beachte den Haftungsausschluss.

Als erstes gehst du mit einem Kolbenspreizer einmal zwischen die alten Bremsbeläge und drückst vorsichtig die Kolben wieder in die Außenposition. Das machst du rechts und links – das muss mit wirklich ganz wenig Handkraft funktionieren.

Jetzt ist hier noch so ein kleiner Sicherungsclip, den müssen wir einmal entfernen. Hier gibt es unterschiedliche Varianten. Das, wie hier zu sehen ist, ist bei SRAM eine Variante. Es gab aber auch mal Bremssättel, da war der Sicherungsclip hier innen etwas versteckt.

Jetzt entfernen wir mit einem Inbus – in meinem Fall hier ein 2,5er Inbus – die Belagshalteschraube. Diese einmal komplett ausdrehen, den alten Satz Beläge entnehmen. Dann schaue ich mir die Bremsbeläge von hinten an der Rückplatte an, ob diese trocken oder feucht ist. Falls ich hier schwitzige, feuchte Rückstände finde, spricht das dafür, dass der Bremssattel zu den Kolben hin undicht ist.

Jetzt nehme ich mir hier mal so ein Tuch und entferne die erste Schicht Bremsstaub. Hier außen ist auch schmutzig – das interessiert mich aus technischer Sicht erstmal nicht – aber innen zum Kolben hin versuche ich möglichst viel Dreck wegzunehmen.

Jetzt setze ich den neuen Satz Beläge ein, mit der Klammer dazwischen. Meine Belagshalteschraube drehe ich auch wieder rein. Schaue, dass die durch alle Beläge und vor allem auch durch die Klammer geht. Dreh diese wieder ein. Hier ist wirklich wichtig: Das kleine Schräubchen nur ganz sanft anziehen. Und auf der Rückseite bringe ich hier wieder mein kleines Klemmerchen auf. Falls du das mal verloren hast: Kaufe einfach einen originalen Satz von SRAM Bremsbelägen – hier ist in der Regel der Sicherungsclip und die Belagshalteschraube auch wieder mit dabei.

Fast ist es geschafft. Theoretisch kannst du jetzt schon wieder ein Rad reinmachen. Wir können es aber noch ein Stückchen besser machen. Jetzt gehe ich her, pumpe gerade am Hebel und mache das, was man nicht machen soll: Ich fahre einmal die Kolben und dadurch die Bremsbeläge komplett zusammen. Und hier wird jetzt etwas sichtbar: Die eine Kolbenseite – in dem Fall hier die rechte – fährt viel weiter aus, und die linke bleibt zurück im Bremssattel. Stimmt auch nicht ganz – auch die hier fährt ein kleines Stück raus. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.

Es gibt aber auch Bremssättel, die über die Zeit so festgammeln, dass die Kolben einfach gar nicht mehr rausfahren wollen – und da hast du dann ein deutliches Problem beim Einstellen der Bremse.

Jetzt gehe ich wieder her und drücke meine Beläge wieder auseinander. Wirklich vorsichtig machen – wir wollen den neuen Belag nicht beschädigen. Die Beläge habe ich auseinandergedrückt, und jetzt kann ich dasselbe noch mal wiederholen: Also wieder die Beläge zusammenfahren. Das reicht manchmal schon aus, um die Kolben wieder zu mobilisieren, dass sie einfach mal ein Stückchen weiter rausgehen. Ich kann die auch noch mal sauber machen, ich kann die mit Bremsflüssigkeit noch mal ein bisschen einschmieren, dass die flutschen. Dazu habe ich aber auch schon mal ein Video gemacht – findet ihr bei mir auf der Webseite.

Und dann noch ein ganz wichtiger Tipp bei SRAM-Bremsen, die mit DOT-Bremsflüssigkeit funktionieren: Hier empfehle ich immer, mit dem Bremsbelagwechsel auch die Bremsflüssigkeit im System zu wechseln. Dazu habe ich auch schon ein Video gemacht. Hat den Hintergrund, dass die Bremsflüssigkeit altert, sich dabei etwas ausdehnt und damit dann anfängt, gern mal Probleme zu machen – vor allem, wenn die Außentemperaturen hoch sind. Warum in der Kombination mit dem Belagwechsel? Das ist so ein Startpunkt, ein Nullpunkt für die Bremse: Bremsbelag neu, Bremsflüssigkeit neu – und dann sollte die Bremse über die Zeit des Bremsbelags, also über die Lebenszeit des Bremsbelags, wieder stressfrei laufen.

Jetzt kannst du dein Hinterrad wieder einbauen und anschließend deine Bremse einstellen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Sram Dot Scheibenbremse entlüften Dropbar

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🚴 Thema des Videos: 

Sram Dot Scheibenbremse entlüften und Bremsflüssigkeit tauschen.

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#fahrrad #ebike #sram #bremse #bremsflüssigkeit #dot #entlüften #tauschen #wechseln #luft #scheibenbremse

Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt Schritt für Schritt, wie du bei SRAM Road- und Gravit-Hydraulikbremsen die Bremsanlage entlüftest oder die Bremsflüssigkeit komplett tauschst. Erklärt werden die Vorbereitung am Bremssattel (Laufrad ausbauen, Kolbenspreizer, Beläge und Halteschraube, Einbau eines Bleed-Blocks), die sichere Handhabung von DOT-Bremsflüssigkeit sowie das Entlüften mit zwei Spritzen am Belüftungsanschluss unten und am Griff. Behandelt werden sowohl der klassische Zehner-Torx-Anschluss als auch der SRAM Bleeding Edge und worauf du bei Unterdruck, Luftblasen und dem richtigen Flüssigkeitsstand im Anschluss achten musst.

Zusätzlich werden typische Probleme und Lösungen angesprochen: Kolben blockieren oder fahren ungleich – durch gezieltes Pumpen und Bewegen mit dem Kolbenspreizer lassen sich Kolben mobilisieren. Wichtig sind ein fester Druckpunkt am Hebel, das vollständige Entfernen von Luft aus den Spritzen vor dem Anschließen sowie das sofortige Abwischen von DOT-Flüssigkeit (Schutz von Haut und Lack). Ein kurzer Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Radfahrer und Heimwerker, die ihre SRAM-Hydraulikbremse selbst warten wollen. Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „SRAM Bremse entlüften“, „Hydraulikbremse Bremsflüssigkeit wechseln“, „DOT Bremsflüssigkeit Fahrrad“ und „Bleeding Edge vs. Torx Entlüftung“.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Entlüften und/oder Kompletttausch der Bremsflüssigkeit bei SRAM Road- und Gravit-Hydraulikbremsen.
  • Werkzeuge: Kolbenspreizer, Bleed-Block (oder passender Ersatz), zwei Spritzen mit Schlauch, Zehner-Torx-Schraubendreher oder Bleeding-Edge-Adapter, Tuch, ggf. Handschuhe.
  • Material: DOT-Bremsflüssigkeit (passend zum Hersteller-Vorgaben); Sicherungsclip und Halteschraube für Beläge.
  • Sicherheitshinweise: DOT-Flüssigkeit ist hygroskopisch und kann die Haut angreifen – bei empfindlicher Haut Handschuhe tragen. Von Lack und Oberflächen sofort entfernen. Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.
  • Typische Probleme: Luftblasen in Spritze oder Leitung; Kolben fahren ungleich oder kleben – durch Pumpen und vorsichtiges Bewegen mit Kolbenspreizer beheben; weicher Druckpunkt – weiter entlüften bis keine Luft mehr austritt; Flüssigkeit muss im Entlüftungsanschluss stehen (keine Blase).
  • Varianten: Entlüftungsanschluss am Sattel als Zehner-Torx oder als SRAM Bleeding Edge – jeweils passendes Schlauch/Adapter verwenden.

Transkript (bereinigt)

Möchtest du bei deiner SRAM Road- oder Gravit-Bremse die Bremsanlage entlüften oder die gesamte Bremsflüssigkeit tauschen? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um alle Tipps zum Thema zu bekommen.

Zuerst nimmst du das Laufrad raus. Falls du selbst Hand anlegst, beachte den Haftungsausschluss. Dann vorsichtig mit einem Kolbenspreizer zwischen die Beläge gehen und diese einmal zurück in die Ausgangsstellung, also nach außen, drücken. Falls du ihn nicht schon verloren hast, sitzt hier immer ein kleiner Sicherungsring. Den nimmst du ab. Anschließend die Halteschraube für die Beläge herausdrehen und die Bremsbeläge herausnehmen. Dann wird ein Bleed-Block eingesteckt. Der verhindert nur, dass die Kolben nach innen herausfallen. Es gibt ihn von SRAM in verschiedenen Größen; es reicht etwas, das die Kolben im Bremssattel blockiert.

Die erste Spritze wird mit DOT-Bremsflüssigkeit befüllt. Wichtig: Alle Luftblasen aus der Spritze entfernen. Kleiner Warnhinweis zu DOT: Die Flüssigkeit kann die Haut stark angreifen; der hygroskopische Effekt entzieht der Haut Wasser. Bei empfindlicher Haut unbedingt Handschuhe tragen. Zur weiteren Entlüftung der Flüssigkeit in der Spritze: Finger fest auf die Spritze setzen, Unterdruck erzeugen und so restliche Luft aus der Flüssigkeit ziehen. Die Blase aus der Spritze entfernen – dann ist sie vorbereitet.

Jetzt die Schraube des Belüftungs- bzw. Entlüftungsanschlusses öffnen – hier mit Zehner-Torx. SRAM hat am Bremssattel auch den Typ „Bleeding Edge“, dafür braucht man einen anderen Anschluss und ein anderes Schlauchstück an der Spritze. Die Spritze fest aufschrauben.

Oben am Lenker: Griffgummi wegziehen oder umstülpen. Dort sitzt die obere Schraube, ebenfalls Zehner-Torx. Schraube herausnehmen und eine leere, komplett eingefahrene Spritze aufsetzen. Von unten nach oben fast die komplette Spritze durchdrücken und einen kleinen Rest drin lassen. Oben sammelt sich die alte Flüssigkeit – oft schon verfärbt (urinfarben), ein Zeichen für Wasseraufnahme durch den hygroskopischen Effekt der DOT-Flüssigkeit. Spritze abnehmen, Inhalt fachgerecht entsorgen. Obere Spritze mit neuer Flüssigkeit befüllen und entlüften, wieder aufsetzen. Nun ist im System neue Flüssigkeit; man kann von oben nach unten und umgekehrt drücken und so die Luft herausbefördern.

Obere Spritze nach oben halten, von unten ein Stück nach oben drücken – daher der Rest Flüssigkeit unten. Dann von oben nach unten drücken, unten leicht ziehen. Das mehrfach wiederholen, bis keine Luft mehr kommt und sich alles oben gesammelt hat. Spritze hängen lassen, Hebel ziehen – so wird das System gesperrt. Spritze nach oben halten und etwas an der Spritze ziehen, um eventuelle Luft im Anschluss zu entfernen. Hebel weiter oben halten, Druck aufbauen und langsam den Hebel loslassen – die Spritze drückt den Hebel quasi auf.

Unten: Spritze abdrehen. Ganz wichtig: Im Anschluss muss Flüssigkeit stehen; bei einer Blase unbedingt noch mal entlüften. Verschluss wieder zuschrauben. Ausgetretene DOT-Flüssigkeit sofort und gründlich entfernen – sie greift auch den Lack am Fahrrad an. Bleed-Block herausnehmen, Beläge einsetzen, Belagshalteschraube handfest anziehen, Sicherungsclip anbringen.

Oben die Spritze wieder nach oben halten, ggf. etwas Druck auf den Kolben – so kann noch Luft entweichen. Dann mehrfach pumpen, bis unten die Bremsbeläge zusammengefahren sind. Dabei siehst du, ob ein Kolben hängt und mobilisiert werden muss; beide Kolben sollten möglichst gleichmäßig fahren. Kolbenspreizer wieder vorsichtig zwischen die Beläge setzen und die Kolben nach außen drücken; der Spreizer kann drin bleiben und die Beläge nach außen drücken. Durch die Bewegung können weitere Luftblasen nach oben in die Spritze wandern.

Erste Kontrolle: Fester Druckpunkt am Hebel? Ein bisschen Spiel ist normal, der Druckpunkt sollte aber fest sein. Noch mal leicht bzw. pulsierend an der Spritze ziehen, um feine Luft zu entfernen. Noch mal drücken und Druckpunkt prüfen. Dann Spritze abdrehen, austretende Flüssigkeit abwischen, im Anschluss muss Flüssigkeit stehen. System wieder verschließen, handfest. Griffgummi zurücksetzen, Kolbenspreizer unten herausziehen. Laufrad einbauen und die Bremse gegebenenfalls noch einstellen.

Für mehr Tipps rund ums Fahrrad: juliusfahrrad.de

Shimano Scheibenbremse komplett entlüften

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🚴 Thema des Videos: 

Shimano Scheibenbremse komplett entlüften und Bremsflüssigkeit tauschen.

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du eine Shimano-Hydraulikbremse entlüftest. Gezeigt wird eine Dropbar- bzw. Road-Bremse mit Hebel; bei MTB- und Flatbar-Bremsen funktioniert es systematisch gleich. Zuerst wird der Entlüftungsanschluss am Hebel vorbereitet: Griffgummi zurückziehen, Schraube herausnehmen (Dichtung an der Schraube lassen), Trichter aufsetzen – bei Road-Bremsen oft mit Zwischenadapter, bei Flatbar/MTB mit anderer Öffnung auch ohne Adapter. Stopfen ziehen. Am Bremssattel: In der Regel Beläge ausbauen und durch einen Bleed-Block ersetzen, damit die Kolben zurückgedrückt sind und keine Bremsflüssigkeit auf die Beläge kommt. Wer unsicher ist oder zum ersten Mal entlüftet, sollte Beläge rausnehmen und durch Block o. Ä. ersetzen; Hauptsache, beim Druck von unten fallen die Kolben nicht nach innen raus. Die Staubkappe wird abgenommen, die Entlüftungsschraube mit Siebener-Schlüssel kurz gelöst und wieder geschlossen.

Spritze mit Shimano-Bremsflüssigkeit (keine Original-Shimano-Spritze nötig – beliebige Spritze mit passendem Schläuchchen) am Sattel ansetzen, Verschluss nur soweit öffnen, dass er auf ist (nicht ganz rausdrehen), dann von unten nach oben drücken. Der Trichter füllt sich, eventuelle Blasen entweichen. Bevor die Spritze ganz leer ist, Verschluss wieder mit Siebener zudrehen, Spritze abnehmen, Anschluss abwischen, Staubkappe aufsetzen. Optional: pumpen, damit Kolben/Beläge zusammenfahren, dann Kolben sanft wieder nach außen drücken – das mobilisiert die Kolben und zeigt, ob sie gleichmäßig laufen. Kolben müssen sehr leicht zurückgehen; bei Kanten mit Geduld arbeiten, sonst Risiko für Schaden an der Bremse. Kolben in Endstellung nach außen. Trichter abnehmen (mitgelieferter Stopfen verhindert Nachlaufen), Adapter/Öffnung mit Papiertuch trocken saugen, dann Schraube zum Verschließen eindrehen – Flüssigkeit muss oben bis zum Rand stehen, sonst Schritt wiederholen. Ausgetretene Flüssigkeit abwischen. Bei Bleed-Block: Block raus, Beläge einbauen. Laufrad rein, mehrfach pumpen bis Druck anliegt, ggf. Beläge einstellen. Hebel geht noch zu weit? Luft im System – Rad/Position beim Durchdrücken bewegen, damit Blasen nach oben entweichen können. Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Radfahrer mit Shimano-Hydraulik (Road oder MTB). Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „Shimano Bremse entlüften“, „Shimano Hydraulikbremse Entlüftung“, „Bleed-Block Kolben mobilisieren“ und „Bremshebeln zu weich nach Entlüften“.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Entlüften der Shimano-Hydraulikbremse (Dropbar/Road bzw. MTB/Flatbar).
  • Werkzeuge & Material: Trichter (ggf. Adapter bei Road), Stopfen, Spritze mit Schläuchchen, Shimano-Bremsflüssigkeit, Siebener-Schlüssel; optional Bleed-Block; Papiertuch, Staubkappe.
  • Oben am Hebel: Griffgummi zurück, Entlüftungsschraube raus (Dichtung dran lassen), Trichter aufsetzen (Road: oft Adapter nötig), Stopfen raus.
  • Unten am Sattel: Empfohlen Beläge raus, Bleed-Block rein (Kolben zurück, kein Öl auf Beläge). Alternativ Beläge drin lassen nur bei Erfahrung – Kolben dürfen beim Drücken nie nach innen rausfallen.
  • Ablauf: Staubkappe ab, Schraube kurz lösen; Spritze ansetzen, Verschluss leicht öffnen, von unten nach oben drücken bis Trichter voll, vor Leerlauf zudrehen, Spritze ab, Staubkappe auf. Optional pumpen + Kolben mobilisieren. Trichter mit Stopfen abnehmen, Flüssigkeit oben bis Rand prüfen, Schraube schließen, sauber wischen. Bei Block: Block raus, Beläge ein, Laufrad rein, pumpen, ggf. Beläge einstellen.
  • Sicherheit & typische Fehler: Kolben nur sanft zurückschieben, nie kanten – bei Shimano schnell Schaden möglich. Flüssigkeit muss beim Verschließen oben anstehen. Hebel bleibt weich: oft noch Luft – Position/Rad beim Durchdrücken ändern, damit Blasen nach oben können. Haftungsausschluss beachten.

Transkript (bereinigt)

Möchtest du deine Shimano-Bremse entlüften? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an. Gezeigt wird eine Dropbar-Bremse mit Hebel; bei MTB-Bremsen funktioniert es systematisch genauso. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss.

Zuerst den Entlüftungsanschluss am Hebel finden. Dafür den Griffgummi zurückziehen. Schraube rausnehmen und darauf achten, dass die Dichtung mit dabei ist und auf der Schraube bleibt. Trichter aufsetzen – bei dieser Road-Bremse mit Zwischenadapter; bei Mountainbike- bzw. Flatbar-Bremsen ist die Öffnung anders, da geht es ohne Adapter. Stopfen ziehen. Oben ist man soweit fertig.

Am Bremssattel: In der Regel solltest du die Bremsbeläge entfernen und durch einen Bleed-Block ersetzen. Der drückt die Kolben zurück und verhindert beim Entlüften mit Bremsflüssigkeit, dass Flüssigkeit auf die Beläge kommt. Ich mache das hier nicht – ich spare mir den Arbeitsschritt, und weil ich das täglich mache, ist der Ausgang unten gut kontrollierbar. Bist du unsicher oder machst es zum ersten Mal: auf jeden Fall Beläge raus und durch so etwas ersetzen. Das muss nicht der offizielle Block vom Hersteller sein, Hauptsache etwas in der Stärke. Beim Entlüften geht es vor allem darum, dass die Kolben beim Druck nicht nach innen rausfallen – das wäre ein Disaster. Staubkappe entfernt, mit Siebener-Schlüssel die Schraube ganz kurz anziehen und gleich wieder zu. Beim Öffnen käme die alte Flüssigkeit raus; hier geht es erst mal nur ums Anlösen.

Spritze mit Shimano-Bremsflüssigkeit – keine originale Shimano-Spritze nötig, eine normale Spritze mit kleinem Schläuchchen, das hier drauf passt, reicht. Spritze angesetzt, Verschluss öffnen. Auf keinen Fall ganz rausdrehen, nur so weit, dass er auf ist. Dann langsam drücken. Der Trichter füllt sich mit Flüssigkeit; falls Blasen da sind, sollten sie mit rauskommen. Spritze nicht ganz reingedrückt, nur zum größten Teil – dann zudrehen und mit dem Siebener wieder verschließen. Wenn alles verschlossen ist, Spritze abnehmen, kurz über den Anschluss wischen. Staubkappe wieder aufsetzen, falls noch vorhanden.

Mit Belägen noch drin: pumpen. Es läuft noch Flüssigkeit aus dem Trichter nach unten. Die Kolben bzw. Bremsbeläge fahren zusammen. Kolben wieder auseinanderdrücken – das bringt eine grundlegende Kolbenmobilisierung und man sieht, ob die Kolben gleichmäßig fahren. Das ruhig ein paar Mal machen. Wichtig: Kolben ganz sanft zurückschieben, sie müssen sehr leicht zurückgehen. Wenn es irgendwo kantet, mit mehr Geduld arbeiten, sonst kann man die Bremse schnell beschädigen – besonders bei Shimano. Kolben müssen komplett nach außen in Endstellung sein. Hast du mit Bleed-Block gearbeitet, ist der noch drin – dann kannst du auch hebeln und den Druckpunkt prüfen.

Trichter abnehmen. Dafür ist immer ein Stopfen mitgeliefert – der verhindert, dass die Flüssigkeit beim Herausdrehen weiter nach unten läuft. Im Adapter steht noch Flüssigkeit: Papiertuch kurz reinstopfen, dann zieht die Flüssigkeit hoch. Wenn man das Teil runterschraubt ohne es halbwegs leer zu machen, wird es eine Sauerei. Ganz wichtig: Oben soll Flüssigkeit anstehen. Steht sie nicht bis ganz oben, den Arbeitsschritt wiederholen. Schraube wieder eindrehen, um das System zu verschließen – dabei läuft etwas Flüssigkeit zur Seite raus. Mit dem Tuch ordentlich sauber machen. Bei Bleed-Block: Block entfernen, Beläge wieder einbauen. Laufrad rein, ein paar Mal pumpen. Die Beläge sind noch weit auseinander und müssen wieder an die Scheibe. Nach dem Pumpen sollte wieder Druck anliegen. Oft muss man unten noch die Beläge einstellen. Geht der Hebel noch immer zu weit nach hinten, ist noch Luft im System – manchmal versteckt sie sich an blöden Stellen. Dann beim Durchdrücken mit der Spritze das Rad bewegen und die Position ändern, damit die Luftblase nach oben raus kann.

Für mehr Tipps: juliusfahrrad.de