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Sram DUB Kurbel Kettenblatt wechseln

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Kettenblatt wechseln an Sram DUB Kurbeln

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Technische Details & Transkript anzeigen

Kettenblatt wechseln an der SRAM DUB-Kurbel (Gravel, MTB & Rennrad)

In diesem Video wird gezeigt, wie du das Kettenblatt an einer Kurbel mit SRAM-DUB-Achsstandard wechselst – demonstriert an einer Gravel-Kurbel, funktioniert aber genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln. Der komplette Ablauf umfasst das Lösen der Kurbel, das Abnehmen des Kettenblatts, die Reinigung der Anlageflächen, die Montage mit korrekter Verzahnungsposition sowie optional die Wartung und Einstellung des DUB-Lagers.

Der schwierigste Schritt ist das Lösen der Kurbelschraube: Mit gedrückter Vorderradbremse, 8-mm-Inbus auf der rechten Seite und Gegendruck über das linke Pedal lässt sich die Schraube auch bei fester Verpressung lösen. Nach dem Abnehmen der Kette wird die Kurbel links herausgedreht. Kettenblattschrauben werden mit Torx (hier T20, bei manchen MTB-Kurbeln T25 mit drei Schrauben) gelöst. Die nicht symmetrische Verzahnung erlaubt nur eine Montageposition. Schrauben mit mittelfestem Locktite sichern und über Kreuz mit dem am Kettenblatt angegebenen Drehmoment festziehen.

Beim Ausbau bietet sich zudem an, die Kurbelwelle zu reinigen, den Lagerlauf zu prüfen, Dichtungsringe zu setzen, die Welle leicht zu fetten und das Preload-Lager einzustellen: Klemmschraube (2-mm-Inbus) anlösen, Einstellring nach rechts in Endstellung drehen, nach dem Einbau per Hand nachjustieren und Klemmschraube leicht verschließen. Abschließend Axialspiel prüfen und die Kette wieder aufsetzen.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Kettenblattwechsel an SRAM-DUB-Kurbel
  • Fahrradtyp: Gravel Bike, Mountainbike, Rennrad (mit DUB-Achsstandard)
  • Werkzeuge: 8-mm-Inbus mit langem Hebel, Torx T20 oder T25 (je nach Kurbel), 2-mm-Inbus, ggf. Drehmomentschlüssel, mittelfester Locktite (Schraubensicherung), Lagerfett
  • Kurbel lösen: Vorderradbremse halten, rechts 8-mm-Inbus, links Gegendruck über Pedal, Kurbel links herausdrehen; Spacer auf rechter Seite beachten
  • Kettenblatt: Nicht symmetrische Verzahnung – nur eine Passposition; Anlageflächen reinigen, nicht fetten; neue Schrauben meist im Lieferumfang
  • Anzug: Tröpfchen mittelfester Locktite, über Kreuz anziehen, Drehmoment laut Kettenblatt (z. B. 4 N·m; MTB teils abweichend)
  • Optional – Lagerwartung: Kurbel nach links abziehen, Welle reinigen, Lagerlauf prüfen, Dichtungsringe setzen, Welle leicht fetten, Kurbel von links wieder einsetzen
  • Preload-Einstellung: 2-mm-Klemmschraube anlösen, Einstellring nach rechts (Plus/Pfeil) in Endstellung, nach Montage rechte Seite antippen, Ring per Hand nachjustieren, Klemmschraube nur so fest, dass Ring nicht mehr dreht
  • Typische Probleme: Kurbelschraube lässt sich schwer lösen (mehr Hebel/Kraft), Kettenblatt passt nicht (Verzahnung weiterdrehen), Spacer verrutschen, rauer Lagerlauf (Drehlager bald tauschen), Kunststoff-Preload überdreht
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Preload-Ring und Klemmschraube nicht überfest anziehen (Kunststoff); Drehmomentwerte am Kettenblatt und am Abschlussring beachten
  • Abschluss: Axialspiel an beiden Kurbelarmen prüfen (leicht verschiebbar, frei drehend), Kette wieder aufsetzen

Transkript

Möchtest du bei deiner DUB-Kurbel das Kettenblatt wechseln? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen. Ich zeige das hier an der Gravel-Kurbel. Funktioniert genauso bei Mountainbike- und Rennradkurbeln – alle mit dem DUB-Achsstandard.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Wir beginnen mit dem Lösen der Kurbel. Dafür brauchen wir einen Achter-Inbus und einen relativ langen Hebel. Das ist mit so das Komplizierteste an dem, was wir jetzt machen – hier brauchst du eben einfach einen Langhebel und ein bisschen Technik. So, wie gesagt, das Lösen ist in meinen Augen so das Schwierigste. Die Technik, wie ich sie jetzt zeige, finde ich am einfachsten – damit komme ich am besten zurecht. Ich halte einmal die Vorderradbremse gedrückt, dass das Fahrrad nicht weg kann. Und jetzt gucke ich mal, wie ich die Pedale stelle: Rechts mit dem Achter-Inbus rein, links damit baue ich Gegendruck auf dem Pedal. Und jetzt habe ich hier ordentlichen Hebel – okay, das ging sogar leichter als gedacht. Manchmal braucht man hier gefühlt noch mal ein bisschen mehr Kraft. Am Anfang geht's ganz schwer, da lässt sich ein Stück lang ganz normal rausdrehen, und dann wird's wieder schwer, weil wir hier in dem Fall dann die Verpressung lösen. Gut, Schraube ist noch nicht ganz rausgedreht, Kurbel ist noch drauf. Ich mache jetzt hier eben mal die Kette runter, dann ist sie schon mal nicht im Weg. Jetzt mein Achter-Inbus – das würde jetzt auch theoretisch mit einem kleineren Hebel gehen. Und jetzt kann ich die Kurbel einmal runterdrehen, also ganz normal weiter links raus. Jetzt kommt mir hier die linke Hälfte entgegen. Den Rest kann ich erstmal so drin stecken lassen. Wichtig ist noch: Falls ihr auch auf der rechten Seite Spacer habt, dass diese auch entsprechend in Position bleiben. Hier von innen sehe ich dann mein Kettenblatt und entsprechend die Verschraubung.

Gut, und jetzt kann ich eben hergehen und drehe die Schrauben einmal raus. In meinem Fall ist die Werkzeugaufnahme 20er Torx. Es gibt's auch in der anderen Variante. Bei den Mountainbike-Kurbeln habe ich auch weniger Schrauben – da habe ich nur drei Schrauben und muss die mit einem 25er Torx lösen. Die Schrauben habe ich alle entnommen, dementsprechend kann ich das Kettenblatt abnehmen. Bevor ich das neue Kettenblatt montiere: Solche Anlageflächen immer einmal sauber machen und Verschmutzungen runternehmen. Die Anlagefläche hier muss in meinen Augen nicht gefettet werden – die machen eigentlich nie Probleme, dass da jetzt irgendwie das Kettenblatt oder so auf der Kurbel knackt. Hatte ich bisher noch nie. In meinem Fall verbaue ich wieder das alte Kettenblatt – das nur einmal runter gemacht, um es dir zu zeigen.

Beim Aufsetzen ist wichtig: Diese Verzahnung hier ist nicht symmetrisch – also es gibt nur eine Position, wie es drauf passt. In meinem Fall so. Also hier nicht verzweifeln, wenn es mal nicht drauf geht – einfach mal weiterdrehen, und dann geht das nur in einer Position ebenso drauf. Hier nehme ich meine alten Schrauben auch wieder. Bei den neuen Kettenblättern sind noch in der Regel neue Schrauben mit dabei. Ich empfehle hier dann ein Tröpfchen Locktite mittelfest drauf zu machen – Schraubensicherung, damit das Kettenblatt dann nicht lose wird und nicht unterwegs irgendes Klappern anfängt. Alle Schrauben sind wieder drin, und im Idealfall zieht man die noch mal mit dem Drehmoment nach. Hier innen steht's drauf: 4 Newton in dem Fall. Die anderen Kettenblätter bei Mountainbike sind glaube ich abweichend – ich glaube, die bekommen ein bisschen mehr; steht aber immer im Kettenblatt drauf. Und dann beim Festziehen können wir auch mal hergehen und es dann eben über Kreuz machen, damit sich das Kettenblatt irgendwie nicht verspannt. Wie gesagt, auch hier wenig Probleme bisher gehabt. Und dann machen wir einmal die Schrauben der Reihe nach durch.

Gut, unsere Kurbel ist soweit fertig. Wir schauen uns aber noch mal die restliche Kurbel an. Das, was ich jetzt zeige, musst du nicht unbedingt machen beim Kettenblattwechsel – in meinen Augen ist aber jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, damit die Kurbel problemlos läuft. Gehen einmal her und drücken die Kurbel nach links einmal raus. Schauen eben, dass hier solche Spacer, falls du welche hast, jetzt nicht runterfallen – bzw. dass, wenn sie runterfallen, du weißt, wohin sie gehören. Hier haben wir einmal die restliche Kurbel, und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, die Welle einmal sauber zu machen. Und dann können wir gleich hergehen und können die Verstellung hier einmal öffnen. Dafür brauchst du Zweier-Inbus, und hier ist irgendwo innen drin bei mir so ein bisschen versteckt im Kurbelarm so eine kleine Klemmschraube. Die muss auch nicht raus, die musst du nur anlösen – so, dass du hier den Verstellring verdrehen kannst. Und dann drehst du den nach rechts einmal komplett in die Endstellung. Das Drehlager gucken wir uns auch gleich mal an.

Jetzt können wir mal hergehen. Ich mache das jetzt nur auf der rechten Seite – das machst du dann auch bitte noch auf der linken Seite. Einfach mal kurz hergehen und prüfen: Läuft das sauber, oder merkst du schon, dass du einen rauen Lagerlauf hast? Dann weißt du, dass du bald auch Drehlager mal tauschen solltest. Und hier gehen wir ebenso her und machen mal die Verschmutzung weg, was wir eben rausbekommen. Bei den Lagern setze ich ganz gern solche Dichtungsringe – den hat's mir einmal rausgehauen, den setzt du einfach wieder innen drauf. Also don't panic, wenn du das Ding auf einmal in der Hand hast. Ein bisschen Friemelei ist das. Jetzt gehen wir einmal her: Ich nehme so ein bisschen einfaches Lagerfett, und jetzt können wir hergehen und in dem Zuge auch einmal die Welle neu fetten der Kurbel. Da muss jetzt auch nicht wahnsinnig viel drauf – einfach, dass wir hier so überall einen kleinen Schmierfilm haben.

Die Kurbel stecken wir von der linken Seite wieder nach rechts durch. Hier wird darauf geachtet, dass die ganzen Spacer, falls vorhanden, in Position sind. Jetzt können wir unsere Kurbelhälfte, unsere rechte Kurbelseite, wieder montieren. Nach dem Inbus haben wir jetzt mal einen kürzeren geholt – geht's ein bisschen leichter im Handling. Schauen, dass wir die Kurbelarme richtig zueinander versetzt haben – das würde auch hier falsch gehen. Das ist manchmal auch ein bisschen Gefriemel, bis die Schraube hier greift. So, jetzt hat sie gegriffen. Einmal die Kurbel festziehen – im Idealfall noch mit dem großen Drehmomentschlüssel, falls du den zur Hand hast. Drehmomentwerte stehen immer auf dem Abschlussring. Die Kurbel ist montiert.

Wir müssen aber noch das Lager einstellen. Dafür gehst du her und klopfst einmal auf die rechte Seite. Und hier haben wir jetzt entsprechend unsere Einstellung – den haben wir vorhin angelöst. Wenn du auf den Einstellring schaust, siehst du auch so ein Plus und eine Pfeilrichtung. Also wir drehen nach rechts mit normaler Handkraft – das ist nur aus Kunststoff, das ist auch super schnell überdreht. Und jetzt müssen wir noch die Verschlussschraube wieder schließen – wieder mit dem Zweier-Inbus – und die ist leider immer so ein bisschen friemelig. Wenn du da irgendwie auch noch Dreck oder sowas drin hast, unbedingt rausmachen, dann geht's auch deutlich leichter. Und die wird so weit verschlossen, dass sich der Kunststoffring einfach nicht mehr dreht. Also festknallen brauchst du die Schraube nicht – die steckt hier auch im Kunststoff und reißt entsprechend schnell aus. Jetzt ist die Kurbel montiert.

Wir können noch mal hergehen und noch mal auf Axialspiel prüfen. Dafür packe ich dann beide Kurbelarme an und versuche die Kurbel nach rechts und links zu verschieben. Das passt, dreht sich locker und frei – das ist in Ordnung. So, und jetzt, falls noch nicht gemacht, kann ich die Kette wieder aufsetzen und bin mit dem Arbeitsschritt fertig. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Kette wechseln (lange Anleitung)

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Kette wechseln. Komplette Anleitung für Kettenschaltungen.

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Technische Details & Transkript anzeigen

Kette am Fahrrad wechseln – Anleitung mit Kettennieter und Kettenschloss

In diesem Video wird gezeigt, wie du die Fahrradkette am eigenen Rad wechselst: von der Demontage der alten Kette über die Auswahl der passenden Ersatzkette bis zur Montage und dem korrekten Verschluss. Der Fokus liegt auf praxisnahen Tipps für Kettennieter-Bedienung, richtiges Kürzen anhand der Gliederanzahl und die zwei gängigen Verschlussarten – Nietstift und Kettenschloss.

Maßgeblich für die Kettenwahl ist die Ritzelanzahl hinten (z. B. 11-fach). Bei modernen Schaltungen, besonders bei bestimmten Antriebssystemen, muss die Kette zusätzlich zur gesamten Schaltung passen. Beim Kürzen unterscheidet sich die Vorgehensweise: Bei der Nietstift-Variante übernimmst du die Gliederanzahl der alten Kette eins zu eins; bei der Kettenschloss-Variante enden zwei Innenlaschen plus das Schloss. Vor dem Aufsetzen sollten Ritzel und Antrieb gereinigt sein. Häufige Fehler: Kette über die Blechnase am Schaltwerk legen, falsche Laufrichtung ignorieren oder die Nietstelle überdrehen.

Am Ende prüfst du, ob die Nietstelle flexibel ist und die Kette sich frei bewegt. Bei Kettenschloss-Variante muss der Pfeil in Zugrichtung zeigen; das Schloss wird durch kräftiges Treten in die oberste Position gezogen und rastet ein.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Fahrradkette wechseln (Demontage, Kürzen, Montage, Verschluss)
  • Fahrradtyp: Allgemein (Rennrad, MTB, Trekking – je nach Schaltung)
  • Kettenwahl: Ritzelanzahl hinten entscheidend (z. B. 11-fach); bei modernen Systemen auch Kompatibilität zur Schaltung/Serie prüfen
  • Werkzeuge: Kettennieter, ggf. Kettenschlosszange, Spitzzange (Nietrest abbrechen)
  • Verschlussarten: Nietstift (Innen- + Außenlasche) oder Kettenschloss (zwei Innenlaschen, ersetzt eine Außenlasche)
  • Typische Probleme: Falsche Kette gewählt, Kette an Gesamtlänge statt Gliederanzahl gekürzt, günstiger Kettennieter falsch bedient, Kette über Schaltwerk-Blechnase gelegt, steife Nietstelle, Kettenschloss falsch herum montiert
  • Kürzen: Alte Kette als Referenz; Gliederanzahl zählen, nicht Gesamtlänge; bei Kettenschloss ggf. Außenlasche an gekürzter Kette entfernen
  • Montage: Schaltwerk nach außen, Umwerfer nach innen; Laufrichtung beachten (Beschriftung nach außen); Kette unteres Ritzel → obere Schaltrolle → Umwerfer → Kettenblätter → Schaltwerk (unter Blechnase)
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Kettennieter: Kette an Rückseite anlegen, Niet sauber zentrieren; Niet nicht überdrehen; alte Kette als Reserve behalten
  • Weiterführend: Antrieb reinigen vor Montage – siehe juliusfahrrad.de

Transkript

Möchtest du bei deinem Fahrrad die Kette wechseln? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Zu Beginn entfernen wir die alte Kette. Das geht entweder wie hier mit einem Kettennieter oder, falls deine alte Kette ein Kettenschloss hat, auch mit einer Kettenschlosszange. Wir machen das jetzt mal mit dem Kettennieter – den werden wir nämlich sowieso gleich brauchen, um die neue Kette zu kürzen. Zuerst schauen wir uns die Kette mal an. Wir brauchen nämlich so ein ganz normales Kettenglied. Ein Kettenschloss sieht etwas anders aus – in dem Fall haben wir hier sogar eins. So sieht das Kettenschloss aus. An dem wollen wir nicht nieten, wir wollen ein normales Kettenglied.

Dann müssen wir uns kurz einen Kettennieter anschauen. Die gibt's in verschiedenen Varianten. Meiner hat hier jetzt so ein Schieberchen – der ist relativ einfach in der Bedienung. Es gibt aber auch vor allem günstige Kettennieter: Wenn man die falsch bedient, gehen die recht schnell kaputt. Wichtig ist immer, dass die Kette an der Rückseite anliegt. Dieses Schieberchen kommt in die Mitte der Kette, also in die Innenlaschen, und dann kann ich das Teil auch schon zudrehen. Und dann ist auch noch wichtig, dass mein Kettennieter hier wirklich am Kettenniet anliegt – also der muss hier sauber reingeführt werden. Dreh ein bisschen zu. Zu Beginn brauche ich hier ein bisschen Handkraft, bis hinten langsam meine Kettenniete rauskommt, und dann auf einmal geht's dann doch relativ leicht. Hier hinten kommt mein Kettennieter wieder raus – einmal wieder rausdrehen. Und jetzt habe ich schon meine Kette offen. Da ist gerade eben der rausgedrückte Kettenniet weggeflogen. Die alte Kette kann ich jetzt hier einfach nach oben abnehmen. Hier hat sie sich ein bisschen verklemmt – und jetzt kriege ich die hier einmal runter. Vorsicht, schmutzig.

Jetzt geht's weiter mit der Vorbereitung der neuen Kette. Welche Kette kompatibel ist, das schauen wir uns jetzt mal an. Maßgeblich ist dafür hinten die Ritzelanzahl interessant. In meinem Fall elf Stück – also hier brauche ich dann eine sogenannte Elffachkette. Der Wert muss immer passen – also gar nicht probieren, da jetzt irgendwie zum Beispiel eine Zehnfachkette oder sowas zu verwenden. Das muss immer passen. Daneben gibt es bei modernen Schaltungen noch weitere Parameter. Zum Beispiel bei manchen Antriebssystemen brauchst du nicht nur eine Kette, die der Ritzelanzahl hinten entspricht, sondern auch der ganzen Schaltung entspricht. Hier wirklich genau recherchieren, was du drauf hast. Im Zweifelsfall die alte Kette wieder verwenden – bzw. natürlich nicht die alte, sondern baugleich, also Ritzelanzahl und Serie.

Weiter geht's damit, die neue Kette abzulängen. In der Regel sind die neuen Ketten ein Stückchen zu lang und müssen gekürzt werden. Bevor aber ans Kürzen geht, musst du einfach erstmal verstehen, nämlich wie die neue Kette montiert, also verschlossen wird. Es gibt zwei Varianten: Die erste ist hier mit so einem Nietstift, und die zweite Variante ist hier mit einem Kettenschloss. Da gibt's nämlich einen erheblichen Unterschied. Das Kettenschloss beim Einsetzen ersetzt eine Außenlasche. Unsere aufgebrochene alte Kette hat ja hier eine Innen- und hier eine Außenlasche. Die Variante mit dem Nietstift sieht identisch aus: Innenlasche, Außenlasche. Und die Variante mit dem Kettenschloss hat zwei Innenlaschen. Hast du jetzt eine Variante mit dem Nietstift, dann ist das super leicht: Wir nehmen gleich die Gliederanzahl der alten Kette und übertragen diese einfach auf die neue Kette. Hast du eine Variante mit einem Kettenschloss, also zwei Innenlaschen, dann musst du quasi bedenken, dass das Teil hier ein Kettenglied ersetzt und musst sie dann so kürzen, dass du entsprechend zwei Innenlaschen plus dein Kettenschloss hast.

Jetzt gibt es natürlich unzählige Varianten, wie man Ketten richtig kürzt. Jeder Hersteller hat für jede Schaltung ein spezifisches Muster – also wie die Kette zum Beispiel aufgelegt wird und wie viel Kettenglieder dazu gezählt werden müssen usw. Das ist jetzt alles ein bisschen zu kompliziert, weil es sich hier um ein generelles Video handelt. Wir machen es uns also leicht und nutzen die alte Kette als Referenzwert für die neue Kette. Die alte Kette habe ich kurz etwas sauber gemacht, damit die neue Kette jetzt nicht schmutzig wird. Und zwar: Der einfache Trick ist, die Gliederanzahl der alten Kette auf die neue Kette zu übertragen. Wichtig ist, dass es sich wirklich um die Gliederanzahl handelt, nicht um die Gesamtlänge – nämlich die alte Kette ist ein Stückchen länger. Also, wenn ich mich nur auf die Gesamtlänge der Kette konzentriere, werde ich die neue Kette wahrscheinlich ein Glied zu kurz machen.

Also machen wir es jetzt hier wirklich sehr simpel: Wir nehmen die Kette so, dass wir mit beiden Innenlaschen anfangen, und dann legen wir die nebeneinander. Das habe ich jetzt einmal gemacht, und hier komme ich raus – also das Stück der Kette ist zu lang, das muss ich wegnehmen. Hier brauche ich jetzt wieder meinen Kettennieter. Pack mir das passende Kettenglied rein, leg das in den Kettennieter, dreh diesen einmal zu. Bevor es richtig losgeht, schaue ich, dass hier der Kettennieter ordentlich am Nietstift der Kette anliegt, und drehe einmal komplett rein und gleich wieder raus. Der hat durchgedrückt, und hier habe ich mein Stück Kette, das zu lang war – das brauche ich jetzt auch nicht mehr, das kann weg. Und die alte Kette kann ebenfalls jetzt erstmal zur Seite gelegt werden. Mein Tipp ist, diese nicht direkt wegzuwerfen. Es kann nämlich gegebenenfalls sein, dass mit einer neuen Kette dein Antrieb, also Kettenblätter und Ritzel, nicht so gut harmonieren und du dann vielleicht notmäßig die alte wieder drauf machen musst. Also niemals wegschmeißen, einfach zur Seite legen. Wenn es dann später alles funktioniert, kannst du sie dann wegwerfen.

Hast du die Variante mit dem Kettenschloss, dann musst du jetzt noch an der gekürzten Kette die Außenlasche einmal entfernen – ebenfalls wieder mit dem Kettennieter, hier einfach den Nietstift rausdrücken. Dann ist eine Kette vorbereitet für ein Kettenschloss. Bevor wir jetzt die neue Kette drauf machen, müssen unbedingt die Ritzel sauber gemacht werden. Hier sind diese stark verschmutzt – also geht's jetzt erstmal ans Reinigen. Den Schritt überspringe ich jetzt in dem Video. Bei mir auf der Website juliusfahrrad.de habe ich dazu bereits schon mal ein Video gemacht, wie du ganz einfach deinen Antrieb reinigen kannst. Mit gereinigtem Antrieb geht's jetzt ans Einsetzen.

Das Schaltwerk schalten wir einmal komplett nach außen und den Umwerfer, falls vorhanden, einmal nach innen. Manche Ketten haben eine Laufrichtung. Die Faustregel ist ganz einfach: Du hast eine Kettenbeschriftung irgendwo auf den Gliedern – diese muss nach außen zeigen. Hier in dem Fall ist hinten nichts zu sehen; es gibt aber auch Ketten, die innen und außen eine Beschriftung haben – hier ist es dann egal, du kannst die Kette egal wie rum montieren. In meinem Fall hier: Beschriftung nach außen. Jetzt geht's ans Aufsetzen der Kette auf die Ritzel und Kettenblätter. Erstmal schauen, dass die Kette wie hier so entwurstelt ist und keine Knoten drin hat. Wir fangen erstmal hinten an, legen die Kette aufs unterste Ritzel, führen diese vor die obere Schaltrolle und lassen die einfach mal hängen. Falls vorhanden, führen wir sie durch den Umwerfer aufs kleine Kettenblatt und lassen sie ebenfalls einfach mal hier nach vorne hängen.

Ein Fehler wird recht häufig gemacht am Schaltwerk – und zwar wird die Kette falsch durchs Schaltwerk geführt. Hier vorne siehst du so eine Nase, so ein Blechteil, und der Fehler ist so, dass man die Kette eben über das Blechteil legt. Die kann dann natürlich nicht geräuschfrei laufen und schabt während der ganzen Fahrt an dem Blechteil. Das wollen wir nicht. Kette über die Blechnase einführen, nah an der Schaltrolle an der oberen, dann auf die untere Schaltrolle gehen. Und jetzt kann ich die Kette einmal durchziehen und habe hier mein Kettenende. Jetzt packe ich meine zwei Kettenenden zusammen. In meinem Fall zeige ich jetzt erstmal die Variante mit dem Nietstift – gleich auch noch mit dem Kettenschloss. Hier braucht man ein bisschen Fingerakrobatik. Der Nietstift hat auch eine Seite – in dem Fall sieht man es recht leicht: Ich habe eine angespitzte Seite, die hilft mir, das Ding einzuführen. Und hier hinten habe ich ja die kurze Seite des Nietstifts. Also mit der langen Seite erstmal rein durchdrücken. Und jetzt kann die Kette auch schon nicht mehr auseinanderflutschen.

Zum Einbringen der Niet brauche ich wieder meinen Kettennieter. Wieder wie vorhin: Die Kette liegt hier hinten an. Dann soweit eindrehen, dass der Kettennieter sauber auf die Niet trifft. Und jetzt das Teil langsam eindrehen. Und hier kommt irgendwann die Phase: Hier habe ich so einen kleinen Widerstand – die Kettenniete ist allerdings noch nicht komplett drin. Das ist normal, das muss jetzt hier noch mal ein Stück drüber. Und jetzt geht's auf einmal wieder leicht. Und hier jetzt auf keinen Fall überdrehen – also jetzt bin ich erstmal fertig. Nehme meinen Kettennieter runter. Hier hinten schaut der Rest erstmal raus. Bevor ich den jetzt irgendwie wegmache, schaue ich erstmal, ob das Ding beweglich ist. Das muss wie hier aussehen – das Teil muss komplett flexibel sein. Ist eine Nietstelle steif und rutscht nicht wie hier einfach hin und her, dann heißt das, die Kettenniete ist nicht richtig positioniert. Entweder könnt ihr noch ein kleines Stück weiter rein oder sogar schon wieder weiter raus. Jetzt muss ich hier noch den Überrest der Kettenniete entfernen – und das Teil hat eine Sollbruchstelle. Ich nehme jetzt einfach mal hier so eine Spitzzange, pack hier hinten an, halt meine Kette und zack – in einem Rutsch kannst du das Teil abbrechen. Noch mal die Stelle prüfen – funktioniert alles. In dem Fall sind wir jetzt schon fertig.

Ich zeige jetzt aber auch noch mal die Variante mit einem Kettenschloss. Bei der Schlossvariante habe ich ja eben wie vorhin gezeigt meine zwei Innenlaschen am Anfang und packe mir erstmal eine Seite der Kette und schaue erstmal aufs Schloss. Hier ist nämlich immer so ein Pfeil drauf – der geht in die Zugrichtung. Nachdem wir uns auf der Unterseite der Kette befinden, muss der Pfeil nach hinten zeigen. Einmal reinhaken und auf der Gegenseite von innen einmal reinhaken. Jetzt packe ich mir meine zwei Kettenhälften, und diese kann ich jetzt erstmal so ineinander rasten. Mein Kettenschloss ist noch nicht richtig verschlossen, aber die Kette hält schon mal zusammen. So, einmal vorsichtig kurbeln, so lange, bis mein noch nicht geschlossenes Kettenschloss auf der Oberseite der Kette sich befindet. Jetzt halte ich einmal die hintere Bremse gedrückt und gleichzeitig packe ich hier einmal am Pedal und drücke einmal kräftig rein. Das Kettenschloss sieht jetzt so aus – und mit einem Ruck hat sich das einmal aufgezogen. Die Kette ist verschlossen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Shimano Bremsbelag wechseln Road/Gravel komplette Anleitung

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🚴 Thema des Videos:

Shimano Bremsbelag an einer hydraulischen Scheibenbremse wechseln.

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Bremsbeläge wechseln an der Shimano Scheibenbremse (Rennrad & Gravel Bike)

In diesem Video wird gezeigt, wie du Bremsbeläge an einer Shimano Hydraulik-Scheibenbremse am Rennrad oder Gravel Bike fachgerecht wechselst. Der Ablauf umfasst das Entfernen des Laufrads, das Öffnen des Bremssystems am Bremshebel über den Entlüftungsanschluss, das Reinigen und Zurückstellen der Kolben, den Austausch der Beläge sowie den abschließenden Funktionstest des Druckpunkts.

Ein zentraler Tipp: Setze beim Belagwechsel einen Shimano-Entlüftungstrichter mit Adapter auf den Bremshebel. Shimano-Bremsen sind oft leicht überfüllt – ohne geöffnetes System riskierst du beim Zurückdrücken der Kolben Schäden an der Hebeldichtung. Gleichzeitig lässt sich so Luft im oberen Systembereich mit ablassen. Weitere Themen: Sicherungsclip und Belagshalteschraube lösen, Rückplatte auf Ölfilm prüfen (Hinweis auf undichte Kolbendichtungen), Kolben mit Wattestäbchen reinigen, alte Beläge als Schutz beim Kolbenrückstellen nutzen, neue Beläge mit L/R-Kennzeichnung korrekt montieren und optional eine Teilentlüftung durchführen.

Verwende ausschließlich originale Shimano Bremsflüssigkeit, ziehe alle Kunststoffgewinde nur leicht an und arbeite beim Kolbenrückstellen mit wenig Kraft. Nach dem Einsetzen des Laufrads baut sich der Druckpunkt am Hebel schrittweise auf und sollte endfest sein.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Bremsbelagwechsel an Shimano Hydraulik-Scheibenbremse (Road / Gravel)
  • Fahrradtyp: Rennrad, Gravel Bike
  • Bremssystem: Shimano Scheibenbremse mit Entlüftungsanschluss am Bremshebel
  • Werkzeuge: 2,5-mm-Inbusschlüssel, Schlitzschraubendreher oder 3-mm-Inbus (je nach Belagsschraube), Shimano-Entlüftungstrichter mit Adapter, Kolbenspreizer, Wattestäbchen, milder Reiniger (Spülwasser), Papiertuch, originale Shimano Bremsflüssigkeit
  • Typische Probleme: Überfülltes Bremssystem, Luft im oberen Systembereich, fehlender Sicherungsclip, fest sitzende alte Beläge, verschmutzte Kolben, verklemmte oder beschädigte Kolben bei zu viel Kraft
  • Diagnose: Öliger Film auf der Rückplatte der alten Beläge → Kolbendichtungen im Bremssattel undicht → Bremssattel austauschen
  • Sicherheitshinweise: Haftungsausschluss bei Eigenreparatur; Kunststoffgewinde nicht überdrehen; Kolben nur sanft zurückdrücken; nur Shimano-Bremsflüssigkeit verwenden; neue Beläge beim Auseinanderdrücken nicht beschädigen
  • Montagehinweise: Beläge mit L- und R-Kennzeichnung in Fahrtrichtung einsetzen; Klammer korrekt zwischen den Belägen positionieren; Halteschraube durch die Klammer führen; Sicherungsclip wieder montieren
  • Abschluss: Trichter demontieren, Bremsflüssigkeitsstand prüfen, Verschlussschraube leicht anziehen, Griffgummi wieder einhaken, Laufrad einsetzen, Druckpunkt am Hebel prüfen und Bremse ggf. einstellen

Transkript

Möchtest du bei dem Rennrad oder Gravel Bike Bremsbeläge wechseln an einer Shimano-Bremse? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen.

Falls ihr selbst Hand anlegt, beachte diesen Haftungsausschluss. Zuerst entfernst du das Laufrad. Den Schritt, den ich hier jetzt zeige, ist nicht unbedingt notwendig – ich würde ihn dir aber dringend empfehlen. Wir setzen jetzt den Trichter zum Entlüften für den Bremsbelagwechsel auf den Hebel auf. Das hat zwei verschiedene Vorteile: Zum einen werden die Shimano-Bremsen durch den Trichter recht häufig überfüllt. Beim Bremsbelagwechsel müssen wir die Kolben zurückdrücken, und dann laufen wir Gefahr, wenn das Bremssystem nicht geöffnet wird, dass wir die Dichtung im Bremshebel beschädigen. Zum anderen bekommen wir, falls wir Luft im System haben – zumindest im oberen Teil des Systems, also im Hebel – diese gleichzeitig beim Bremsbelagwechsel mit raus.

Um an die Entlüftungsschraube zu kommen, müssen wir einmal den Griffgummi zurückziehen. Bei fast allen Shimano-Bremsen am Rennrad oder Gravel Bike ist der Entlüftungsanschluss hier oben. Bei älteren Systemen gab es auch mal unten in dem Bereich. Das, was ich dir jetzt zeige, funktioniert auch entsprechend bei der anderen Variante. Griffgummi einmal zurück. In meinem Fall brauche ich einen zweieinhalb Millimeter Inbus und drehe einmal die Schraube raus. Vorsicht: Hier ist eine kleine Gummidichtung mit drauf – die soll auf der Schraube bleiben. Für diese Bremsen brauchen wir den Adapter, um den Trichter aufzusetzen. Schraub diesen einmal ein. Und jetzt passt der normale Shimano-Trichter oben drauf. Auch diesen einmal aufschrauben. Wichtig ist: Das muss nicht wirklich fest angezogen werden. Die Kunststoffgewinde sind super schnell überdreht, und durch Rausziehen des Stopfens wird das Bremssystem nach oben hin einmal geöffnet.

Für den nächsten Schritt ist wichtig, dass die alten Bremsbeläge sich noch immer im Bremssattel befinden. Jetzt drückst du so lange die Bremse, bis der Widerstand fest ist. Die Kolben sind den Bremssattel jetzt ein ganzes Stück weiter rausgefahren durchs Pumpen, wie eben gezeigt – und das können wir gleich nutzen, um die Kolben sauber zu machen.

Als Erstes müssen aber mal die alten Bremsbeläge raus. Auf der Innenseite findest du in der Regel den Sicherungsclip. Den kannst du mit der Hand einfach mal runternehmen. Falls dieser nicht mehr vorhanden ist, hast du ihn bereits verloren. Häufig gehen die während der Fahrt irgendwann mal runter, zumindest wenn sie ein paar Mal rauf und runter gemacht wurden – dann geht einfach die Spannung aus dem Clip raus. Diesen entnehmen wir einmal. Jetzt machen wir einmal den Sicherungsbolzen raus, die Belagshalteschraube. Hier hat Shimano noch immer recht häufig bei den Road-Bremsen eine Schlitzschraube – gibt's aber auch mit einem Dreier-Inbus. Mit einem Schlitzschraubendreher einmal die Schraube entnehmen, und jetzt kannst du die alten Bremsbeläge nach oben rausnehmen. Gegebenenfalls musst du ein bisschen drücken, weil die Kolben ja zusammengefahren sind – also ist ein bisschen Spannung drauf.

Die alten Bremsbeläge nicht gleich wegschmeißen. Wir schauen uns mal die Rückplatte an. Nämlich muss die, wie hier zu sehen, trocken sein. Hast du hier einen schmierigen Ölfilm – das kann auch nur ganz wenig sein – spricht das dafür, dass im Bremssattel die Kolbendichtungen undicht geworden sind. Dann solltest du den Bremssattel mit austauschen. Mit so einem Wattestäbchen, das habe ich gerade ein bisschen benetzt – mit sanftem Reiniger, Spülwasser einfach genommen – können wir jetzt einmal die Kolben sauber machen und alten Bremsstaub runternehmen. Einfach mal am Kolbenrand entlang fahren. Dann siehst du recht schnell, dass wir hier doch ein bisschen Verschmutzung haben. Und ich mache das immer erst mal sauber, bevor wir die Kolben wieder reindrücken, damit wir eben die Dichtung möglichst entlasten – und das einmal rundherum um die Kolben, so gut du eben hinkommst. Und dann mit einem zweiten Wattestäbchen können wir die Kolben auch gleich wieder trocken reiben.

Jetzt müssen wir die Kolben zurückdrücken, und der einfachste Weg, um die Kolben zu schützen, ist, noch mal ganz kurz die alten Bremsbeläge reinzustecken. Die Halteschraube für die Beläge fädle ich einfach nur kurz an. Das Ding kommt nämlich auch gleich wieder raus – muss gar nicht festgedreht werden. Jetzt müssen wir die Kolben wieder nach außen drücken. Dafür nehme ich hier so einen Kolbenspreizer. Und das muss wirklich mit wenig Kraftaufwand geschehen, da sonst die Kolben sich verklemmen könnten und gegebenenfalls auch beschädigt werden könnten. Also wirklich piano, mit ein bisschen Geduld geht das. Ich gehe einmal mit dem Kolbenspreizer zwischen die alten Bremsbeläge, Schritt für Schritt, und drücke damit die Kolben wieder in Position. Einmal komplett aufdrücken – und so muss das dann aussehen: Rechts und links beide Bremsbeläge komplett nach außen gedrückt.

Jetzt entnehmen wir wieder die alten Bremsbeläge. Dafür wieder Halteschraube raus, Bremsbeläge rausziehen. Jetzt können wir die neuen Bremsbeläge montieren. Wie man hier schon sieht, ist auf der Rückplatte ein L und auf der anderen Seite ein R aufgebracht. Das gibt's nämlich bei Shimano. Rechts und links – der Unterschied liegt hauptsächlich am Kühlrippendesign, und das wird immer in Fahrtrichtung gemacht. Also links kommt in dem Fall nach außen. Bring die Bremsbeläge wieder in den Sattel ein. Wichtig ist auch noch, dass die Klammer ordentlich positioniert ist zwischen den Bremsbelägen. Das soll dann so aussehen. Bremsbeläge einmal einschieben. Die Halteschraube einmal von außen nach innen einfädeln. Hier ist auch wichtig, dass diese durch die Klammer durchläuft. Jetzt die Schraube wieder komplett eindrehen. Wichtig ist hier, dass die Schraube wirklich nur ganz leicht angezogen werden muss – das Gewinde hält nicht wirklich viel aus. Und dann am Ende wieder den Sicherungsclip drauf. Jetzt sind eure Bremsbeläge montiert.

Wer jetzt noch seinen Bremshebel etwas mitentlüften will, der kann das jetzt ganz einfach machen. Das Bremssystem ist ja noch immer geöffnet. Einfach noch mal die Bremsbeläge zusammendrücken. Hier merke ich auch schon: Der Druckpunkt ist schon härter als vorher. Und jetzt müssen die Bremsbeläge auch wieder auseinander – auch wieder wie vorhin gezeigt. Das muss ganz sanft gehen. Vor allem jetzt: Wir haben ja neue Bremsbeläge drin und wollen auch nicht den neuen Bremsbelag beschädigen. Einmal auseinanderdrücken. Es geht jetzt hier wirklich leicht, weil wir die Kolben auch vorher ordentlich sauber gemacht haben. Diesen Schritt kannst du jetzt ein paar Mal wiederholen – mit dem Zusammendrücken und dem Auseinanderdrücken. Das hat nämlich den Hintergrund, dass dann oben die Blubberblasen rauskommen und die Bremse sich so eben zumindest oben entlüftet.

Jetzt in meinem Fall kam da nicht wirklich viel Luft raus, also macht es jetzt auch keinen Sinn, das noch öfter zu machen. Jetzt können wir oben den Trichter wieder abnehmen. Dafür den Stopfen hier einmal in der Mitte reinmachen und dann einmal das Ganze abdrehen und zur Seite nehmen. Den Adapter müssen wir ja auch runternehmen – und hier steht ja auch noch die Bremsflüssigkeit drin. Wenn wir den jetzt einfach runterschrauben, läuft uns rechts links runter. Kleiner Tipp: Ich roll mir immer so ein Papiertuch und steck das einfach mal hier oben rein. Und das sorgt dann dafür, dass dieser kleine Tropfen – dass wirklich nicht viel mehr aus dem Teil rauskommt. Jetzt kann ich das abdrehen und habe zumindest keine große Sauerei mehr. Wichtig ist, dass wir Bremsflüssigkeit bis obenhin stehen haben. Und jetzt können wir die Verschlussschraube einbringen. Da drückt uns jetzt ein bisschen die Bremsflüssigkeit zur Seite – können wir dann auch einfach mit dem Tuch wieder abnehmen – und ziehen die Schraube an. Auch diese Schraube muss wirklich nur ganz leicht angezogen werden und ist relativ schnell überdreht. Und wir können den Griffgummi auch wieder zurückziehen und einhaken. Der hat so Nasen – einfach ein bisschen rumdrücken, dann gehen die an alle Stellen wieder rein, und der Griffgummi sitzt wieder richtig.

Im Trichter muss unbedingt originale Shimano Bremsflüssigkeit verwendet werden. Falsche Bremsflüssigkeit kann euer Bremssystem beschädigen. Das Laufrad habe ich wieder eingesetzt. Jetzt pumpst du ein paar Mal am Bremshebel, gerade eben zu sehen. Der erste Pumper geht fast ins Leere, und es baut sich Schritt für Schritt der Druckpunkt auf. Der Druckpunkt sollte, wie hier zu sehen, endfest sein. Gegebenenfalls musst du jetzt die Bremse noch einstellen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliosfahrrad.de.

Sram Bremsbeläge wechseln

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🚴 Thema des Videos:

Sram Bremsbeläge tauschen, an einer DOT Flatmount-Bremse

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

In diesem Video wird Schritt für Schritt gezeigt, wie du die Bremsbeläge an einer SRAM hydraulischen Scheibenbremse am Hinterrad wechselst. Der Wechsel ist eine typische Wartungsarbeit am Fahrrad und lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst durchführen. Voraussetzung ist das Entfernen des Hinterrads; danach werden die Kolben mit einem Kolbenspreizer zurückgedrückt, der Sicherungsclip und die Belagshalteschraube entfernt sowie die alten Beläge ausgebaut. Wichtig ist die Prüfung der Rückplatte der alten Beläge: Feuchte oder schwitzige Rückstände deuten auf einen undichten Bremssattel hin – in diesem Fall sollte der Sattel überprüft oder erneuert werden.

Nach dem Einbau der neuen Beläge wird empfohlen, die Kolben mehrfach zusammenzufahren und wieder auseinanderzudrücken, um sie zu mobilisieren. Festgegammelte Kolben, die sich nicht mehr gleichmäßig bewegen, erschweren die Einstellung der Bremse und können auf Verschleiß hindeuten. Bei SRAM-Bremsen mit DOT-Bremsflüssigkeit wird zusätzlich der Wechsel der Bremsflüssigkeit im Rahmen des Belagwechsels empfohlen, da die Flüssigkeit altert, sich ausdehnt und bei hohen Außentemperaturen Probleme verursachen kann. Ein Belagwechsel ist ein guter Zeitpunkt für einen kompletten Neustart: neue Beläge und neue Bremsflüssigkeit sorgen für eine stressfreie Bremse über die gesamte Lebensdauer der Beläge.

Benötigte Werkzeuge: Kolbenspreizer, Inbusschlüssel (typischerweise 2,5 mm), Tuch zum Reinigen. Die Belagshalteschraube darf nur sehr vorsichtig angezogen werden. Wer den Sicherungsclip oder die Belagshalteschraube verloren hat, erhält Ersatzteile in einem originalen SRAM-Bremsbelagsatz. Haftungsausschluss: Wer selbst Hand anlegt, handelt auf eigenes Risiko.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Bremsbelagwechsel an SRAM hydraulischer Scheibenbremse (Hinterrad)
  • Werkzeuge: Kolbenspreizer, Inbusschlüssel (2,5 mm), Tuch
  • Ersatzteile: SRAM Bremsbelagsatz (enthält Sicherungsclip und Belagshalteschraube)
  • Bremsflüssigkeit: DOT-Flüssigkeit (SRAM); Wechsel beim Belagwechsel empfohlen
  • Typische Probleme: Undichter Bremssattel (Feuchtigkeit an Rückplatte), festgegammelte Kolben, ungleichmäßiger Kolbenauszug
  • Sicherheitshinweis: Belagshalteschraube nur sehr sanft anziehen; Kolben vorsichtig zusammendrücken, um neue Beläge nicht zu beschädigen
  • Quelle: juliusfahrrad.de

Transkript

Zum Wechseln deiner Bremsbeläge entfernst du erstmal das Hinterrad. Das habe ich bereits gemacht. Schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu dem Thema zu bekommen. Falls du selbst Hand anlegst, beachte den Haftungsausschluss.

Als erstes gehst du mit einem Kolbenspreizer einmal zwischen die alten Bremsbeläge und drückst vorsichtig die Kolben wieder in die Außenposition. Das machst du rechts und links – das muss mit wirklich ganz wenig Handkraft funktionieren.

Jetzt ist hier noch so ein kleiner Sicherungsclip, den müssen wir einmal entfernen. Hier gibt es unterschiedliche Varianten. Das, wie hier zu sehen ist, ist bei SRAM eine Variante. Es gab aber auch mal Bremssättel, da war der Sicherungsclip hier innen etwas versteckt.

Jetzt entfernen wir mit einem Inbus – in meinem Fall hier ein 2,5er Inbus – die Belagshalteschraube. Diese einmal komplett ausdrehen, den alten Satz Beläge entnehmen. Dann schaue ich mir die Bremsbeläge von hinten an der Rückplatte an, ob diese trocken oder feucht ist. Falls ich hier schwitzige, feuchte Rückstände finde, spricht das dafür, dass der Bremssattel zu den Kolben hin undicht ist.

Jetzt nehme ich mir hier mal so ein Tuch und entferne die erste Schicht Bremsstaub. Hier außen ist auch schmutzig – das interessiert mich aus technischer Sicht erstmal nicht – aber innen zum Kolben hin versuche ich möglichst viel Dreck wegzunehmen.

Jetzt setze ich den neuen Satz Beläge ein, mit der Klammer dazwischen. Meine Belagshalteschraube drehe ich auch wieder rein. Schaue, dass die durch alle Beläge und vor allem auch durch die Klammer geht. Dreh diese wieder ein. Hier ist wirklich wichtig: Das kleine Schräubchen nur ganz sanft anziehen. Und auf der Rückseite bringe ich hier wieder mein kleines Klemmerchen auf. Falls du das mal verloren hast: Kaufe einfach einen originalen Satz von SRAM Bremsbelägen – hier ist in der Regel der Sicherungsclip und die Belagshalteschraube auch wieder mit dabei.

Fast ist es geschafft. Theoretisch kannst du jetzt schon wieder ein Rad reinmachen. Wir können es aber noch ein Stückchen besser machen. Jetzt gehe ich her, pumpe gerade am Hebel und mache das, was man nicht machen soll: Ich fahre einmal die Kolben und dadurch die Bremsbeläge komplett zusammen. Und hier wird jetzt etwas sichtbar: Die eine Kolbenseite – in dem Fall hier die rechte – fährt viel weiter aus, und die linke bleibt zurück im Bremssattel. Stimmt auch nicht ganz – auch die hier fährt ein kleines Stück raus. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.

Es gibt aber auch Bremssättel, die über die Zeit so festgammeln, dass die Kolben einfach gar nicht mehr rausfahren wollen – und da hast du dann ein deutliches Problem beim Einstellen der Bremse.

Jetzt gehe ich wieder her und drücke meine Beläge wieder auseinander. Wirklich vorsichtig machen – wir wollen den neuen Belag nicht beschädigen. Die Beläge habe ich auseinandergedrückt, und jetzt kann ich dasselbe noch mal wiederholen: Also wieder die Beläge zusammenfahren. Das reicht manchmal schon aus, um die Kolben wieder zu mobilisieren, dass sie einfach mal ein Stückchen weiter rausgehen. Ich kann die auch noch mal sauber machen, ich kann die mit Bremsflüssigkeit noch mal ein bisschen einschmieren, dass die flutschen. Dazu habe ich aber auch schon mal ein Video gemacht – findet ihr bei mir auf der Webseite.

Und dann noch ein ganz wichtiger Tipp bei SRAM-Bremsen, die mit DOT-Bremsflüssigkeit funktionieren: Hier empfehle ich immer, mit dem Bremsbelagwechsel auch die Bremsflüssigkeit im System zu wechseln. Dazu habe ich auch schon ein Video gemacht. Hat den Hintergrund, dass die Bremsflüssigkeit altert, sich dabei etwas ausdehnt und damit dann anfängt, gern mal Probleme zu machen – vor allem, wenn die Außentemperaturen hoch sind. Warum in der Kombination mit dem Belagwechsel? Das ist so ein Startpunkt, ein Nullpunkt für die Bremse: Bremsbelag neu, Bremsflüssigkeit neu – und dann sollte die Bremse über die Zeit des Bremsbelags, also über die Lebenszeit des Bremsbelags, wieder stressfrei laufen.

Jetzt kannst du dein Hinterrad wieder einbauen und anschließend deine Bremse einstellen. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad geh auf juliusfahrrad.de.

Sram Dot Scheibenbremse entlüften Dropbar

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🚴 Thema des Videos: 

Sram Dot Scheibenbremse entlüften und Bremsflüssigkeit tauschen.

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#fahrrad #ebike #sram #bremse #bremsflüssigkeit #dot #entlüften #tauschen #wechseln #luft #scheibenbremse

Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt Schritt für Schritt, wie du bei SRAM Road- und Gravit-Hydraulikbremsen die Bremsanlage entlüftest oder die Bremsflüssigkeit komplett tauschst. Erklärt werden die Vorbereitung am Bremssattel (Laufrad ausbauen, Kolbenspreizer, Beläge und Halteschraube, Einbau eines Bleed-Blocks), die sichere Handhabung von DOT-Bremsflüssigkeit sowie das Entlüften mit zwei Spritzen am Belüftungsanschluss unten und am Griff. Behandelt werden sowohl der klassische Zehner-Torx-Anschluss als auch der SRAM Bleeding Edge und worauf du bei Unterdruck, Luftblasen und dem richtigen Flüssigkeitsstand im Anschluss achten musst.

Zusätzlich werden typische Probleme und Lösungen angesprochen: Kolben blockieren oder fahren ungleich – durch gezieltes Pumpen und Bewegen mit dem Kolbenspreizer lassen sich Kolben mobilisieren. Wichtig sind ein fester Druckpunkt am Hebel, das vollständige Entfernen von Luft aus den Spritzen vor dem Anschließen sowie das sofortige Abwischen von DOT-Flüssigkeit (Schutz von Haut und Lack). Ein kurzer Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Radfahrer und Heimwerker, die ihre SRAM-Hydraulikbremse selbst warten wollen. Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „SRAM Bremse entlüften“, „Hydraulikbremse Bremsflüssigkeit wechseln“, „DOT Bremsflüssigkeit Fahrrad“ und „Bleeding Edge vs. Torx Entlüftung“.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Entlüften und/oder Kompletttausch der Bremsflüssigkeit bei SRAM Road- und Gravit-Hydraulikbremsen.
  • Werkzeuge: Kolbenspreizer, Bleed-Block (oder passender Ersatz), zwei Spritzen mit Schlauch, Zehner-Torx-Schraubendreher oder Bleeding-Edge-Adapter, Tuch, ggf. Handschuhe.
  • Material: DOT-Bremsflüssigkeit (passend zum Hersteller-Vorgaben); Sicherungsclip und Halteschraube für Beläge.
  • Sicherheitshinweise: DOT-Flüssigkeit ist hygroskopisch und kann die Haut angreifen – bei empfindlicher Haut Handschuhe tragen. Von Lack und Oberflächen sofort entfernen. Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.
  • Typische Probleme: Luftblasen in Spritze oder Leitung; Kolben fahren ungleich oder kleben – durch Pumpen und vorsichtiges Bewegen mit Kolbenspreizer beheben; weicher Druckpunkt – weiter entlüften bis keine Luft mehr austritt; Flüssigkeit muss im Entlüftungsanschluss stehen (keine Blase).
  • Varianten: Entlüftungsanschluss am Sattel als Zehner-Torx oder als SRAM Bleeding Edge – jeweils passendes Schlauch/Adapter verwenden.

Transkript (bereinigt)

Möchtest du bei deiner SRAM Road- oder Gravit-Bremse die Bremsanlage entlüften oder die gesamte Bremsflüssigkeit tauschen? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um alle Tipps zum Thema zu bekommen.

Zuerst nimmst du das Laufrad raus. Falls du selbst Hand anlegst, beachte den Haftungsausschluss. Dann vorsichtig mit einem Kolbenspreizer zwischen die Beläge gehen und diese einmal zurück in die Ausgangsstellung, also nach außen, drücken. Falls du ihn nicht schon verloren hast, sitzt hier immer ein kleiner Sicherungsring. Den nimmst du ab. Anschließend die Halteschraube für die Beläge herausdrehen und die Bremsbeläge herausnehmen. Dann wird ein Bleed-Block eingesteckt. Der verhindert nur, dass die Kolben nach innen herausfallen. Es gibt ihn von SRAM in verschiedenen Größen; es reicht etwas, das die Kolben im Bremssattel blockiert.

Die erste Spritze wird mit DOT-Bremsflüssigkeit befüllt. Wichtig: Alle Luftblasen aus der Spritze entfernen. Kleiner Warnhinweis zu DOT: Die Flüssigkeit kann die Haut stark angreifen; der hygroskopische Effekt entzieht der Haut Wasser. Bei empfindlicher Haut unbedingt Handschuhe tragen. Zur weiteren Entlüftung der Flüssigkeit in der Spritze: Finger fest auf die Spritze setzen, Unterdruck erzeugen und so restliche Luft aus der Flüssigkeit ziehen. Die Blase aus der Spritze entfernen – dann ist sie vorbereitet.

Jetzt die Schraube des Belüftungs- bzw. Entlüftungsanschlusses öffnen – hier mit Zehner-Torx. SRAM hat am Bremssattel auch den Typ „Bleeding Edge“, dafür braucht man einen anderen Anschluss und ein anderes Schlauchstück an der Spritze. Die Spritze fest aufschrauben.

Oben am Lenker: Griffgummi wegziehen oder umstülpen. Dort sitzt die obere Schraube, ebenfalls Zehner-Torx. Schraube herausnehmen und eine leere, komplett eingefahrene Spritze aufsetzen. Von unten nach oben fast die komplette Spritze durchdrücken und einen kleinen Rest drin lassen. Oben sammelt sich die alte Flüssigkeit – oft schon verfärbt (urinfarben), ein Zeichen für Wasseraufnahme durch den hygroskopischen Effekt der DOT-Flüssigkeit. Spritze abnehmen, Inhalt fachgerecht entsorgen. Obere Spritze mit neuer Flüssigkeit befüllen und entlüften, wieder aufsetzen. Nun ist im System neue Flüssigkeit; man kann von oben nach unten und umgekehrt drücken und so die Luft herausbefördern.

Obere Spritze nach oben halten, von unten ein Stück nach oben drücken – daher der Rest Flüssigkeit unten. Dann von oben nach unten drücken, unten leicht ziehen. Das mehrfach wiederholen, bis keine Luft mehr kommt und sich alles oben gesammelt hat. Spritze hängen lassen, Hebel ziehen – so wird das System gesperrt. Spritze nach oben halten und etwas an der Spritze ziehen, um eventuelle Luft im Anschluss zu entfernen. Hebel weiter oben halten, Druck aufbauen und langsam den Hebel loslassen – die Spritze drückt den Hebel quasi auf.

Unten: Spritze abdrehen. Ganz wichtig: Im Anschluss muss Flüssigkeit stehen; bei einer Blase unbedingt noch mal entlüften. Verschluss wieder zuschrauben. Ausgetretene DOT-Flüssigkeit sofort und gründlich entfernen – sie greift auch den Lack am Fahrrad an. Bleed-Block herausnehmen, Beläge einsetzen, Belagshalteschraube handfest anziehen, Sicherungsclip anbringen.

Oben die Spritze wieder nach oben halten, ggf. etwas Druck auf den Kolben – so kann noch Luft entweichen. Dann mehrfach pumpen, bis unten die Bremsbeläge zusammengefahren sind. Dabei siehst du, ob ein Kolben hängt und mobilisiert werden muss; beide Kolben sollten möglichst gleichmäßig fahren. Kolbenspreizer wieder vorsichtig zwischen die Beläge setzen und die Kolben nach außen drücken; der Spreizer kann drin bleiben und die Beläge nach außen drücken. Durch die Bewegung können weitere Luftblasen nach oben in die Spritze wandern.

Erste Kontrolle: Fester Druckpunkt am Hebel? Ein bisschen Spiel ist normal, der Druckpunkt sollte aber fest sein. Noch mal leicht bzw. pulsierend an der Spritze ziehen, um feine Luft zu entfernen. Noch mal drücken und Druckpunkt prüfen. Dann Spritze abdrehen, austretende Flüssigkeit abwischen, im Anschluss muss Flüssigkeit stehen. System wieder verschließen, handfest. Griffgummi zurücksetzen, Kolbenspreizer unten herausziehen. Laufrad einbauen und die Bremse gegebenenfalls noch einstellen.

Für mehr Tipps rund ums Fahrrad: juliusfahrrad.de

Shimano Scheibenbremse komplett entlüften

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🚴 Thema des Videos: 

Shimano Scheibenbremse komplett entlüften und Bremsflüssigkeit tauschen.

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du eine Shimano-Hydraulikbremse entlüftest. Gezeigt wird eine Dropbar- bzw. Road-Bremse mit Hebel; bei MTB- und Flatbar-Bremsen funktioniert es systematisch gleich. Zuerst wird der Entlüftungsanschluss am Hebel vorbereitet: Griffgummi zurückziehen, Schraube herausnehmen (Dichtung an der Schraube lassen), Trichter aufsetzen – bei Road-Bremsen oft mit Zwischenadapter, bei Flatbar/MTB mit anderer Öffnung auch ohne Adapter. Stopfen ziehen. Am Bremssattel: In der Regel Beläge ausbauen und durch einen Bleed-Block ersetzen, damit die Kolben zurückgedrückt sind und keine Bremsflüssigkeit auf die Beläge kommt. Wer unsicher ist oder zum ersten Mal entlüftet, sollte Beläge rausnehmen und durch Block o. Ä. ersetzen; Hauptsache, beim Druck von unten fallen die Kolben nicht nach innen raus. Die Staubkappe wird abgenommen, die Entlüftungsschraube mit Siebener-Schlüssel kurz gelöst und wieder geschlossen.

Spritze mit Shimano-Bremsflüssigkeit (keine Original-Shimano-Spritze nötig – beliebige Spritze mit passendem Schläuchchen) am Sattel ansetzen, Verschluss nur soweit öffnen, dass er auf ist (nicht ganz rausdrehen), dann von unten nach oben drücken. Der Trichter füllt sich, eventuelle Blasen entweichen. Bevor die Spritze ganz leer ist, Verschluss wieder mit Siebener zudrehen, Spritze abnehmen, Anschluss abwischen, Staubkappe aufsetzen. Optional: pumpen, damit Kolben/Beläge zusammenfahren, dann Kolben sanft wieder nach außen drücken – das mobilisiert die Kolben und zeigt, ob sie gleichmäßig laufen. Kolben müssen sehr leicht zurückgehen; bei Kanten mit Geduld arbeiten, sonst Risiko für Schaden an der Bremse. Kolben in Endstellung nach außen. Trichter abnehmen (mitgelieferter Stopfen verhindert Nachlaufen), Adapter/Öffnung mit Papiertuch trocken saugen, dann Schraube zum Verschließen eindrehen – Flüssigkeit muss oben bis zum Rand stehen, sonst Schritt wiederholen. Ausgetretene Flüssigkeit abwischen. Bei Bleed-Block: Block raus, Beläge einbauen. Laufrad rein, mehrfach pumpen bis Druck anliegt, ggf. Beläge einstellen. Hebel geht noch zu weit? Luft im System – Rad/Position beim Durchdrücken bewegen, damit Blasen nach oben entweichen können. Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Radfahrer mit Shimano-Hydraulik (Road oder MTB). Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „Shimano Bremse entlüften“, „Shimano Hydraulikbremse Entlüftung“, „Bleed-Block Kolben mobilisieren“ und „Bremshebeln zu weich nach Entlüften“.

Zusätzliche Infos

  • Reparaturart: Entlüften der Shimano-Hydraulikbremse (Dropbar/Road bzw. MTB/Flatbar).
  • Werkzeuge & Material: Trichter (ggf. Adapter bei Road), Stopfen, Spritze mit Schläuchchen, Shimano-Bremsflüssigkeit, Siebener-Schlüssel; optional Bleed-Block; Papiertuch, Staubkappe.
  • Oben am Hebel: Griffgummi zurück, Entlüftungsschraube raus (Dichtung dran lassen), Trichter aufsetzen (Road: oft Adapter nötig), Stopfen raus.
  • Unten am Sattel: Empfohlen Beläge raus, Bleed-Block rein (Kolben zurück, kein Öl auf Beläge). Alternativ Beläge drin lassen nur bei Erfahrung – Kolben dürfen beim Drücken nie nach innen rausfallen.
  • Ablauf: Staubkappe ab, Schraube kurz lösen; Spritze ansetzen, Verschluss leicht öffnen, von unten nach oben drücken bis Trichter voll, vor Leerlauf zudrehen, Spritze ab, Staubkappe auf. Optional pumpen + Kolben mobilisieren. Trichter mit Stopfen abnehmen, Flüssigkeit oben bis Rand prüfen, Schraube schließen, sauber wischen. Bei Block: Block raus, Beläge ein, Laufrad rein, pumpen, ggf. Beläge einstellen.
  • Sicherheit & typische Fehler: Kolben nur sanft zurückschieben, nie kanten – bei Shimano schnell Schaden möglich. Flüssigkeit muss beim Verschließen oben anstehen. Hebel bleibt weich: oft noch Luft – Position/Rad beim Durchdrücken ändern, damit Blasen nach oben können. Haftungsausschluss beachten.

Transkript (bereinigt)

Möchtest du deine Shimano-Bremse entlüften? Dann schau das kurze Video bis zum Ende an. Gezeigt wird eine Dropbar-Bremse mit Hebel; bei MTB-Bremsen funktioniert es systematisch genauso. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss.

Zuerst den Entlüftungsanschluss am Hebel finden. Dafür den Griffgummi zurückziehen. Schraube rausnehmen und darauf achten, dass die Dichtung mit dabei ist und auf der Schraube bleibt. Trichter aufsetzen – bei dieser Road-Bremse mit Zwischenadapter; bei Mountainbike- bzw. Flatbar-Bremsen ist die Öffnung anders, da geht es ohne Adapter. Stopfen ziehen. Oben ist man soweit fertig.

Am Bremssattel: In der Regel solltest du die Bremsbeläge entfernen und durch einen Bleed-Block ersetzen. Der drückt die Kolben zurück und verhindert beim Entlüften mit Bremsflüssigkeit, dass Flüssigkeit auf die Beläge kommt. Ich mache das hier nicht – ich spare mir den Arbeitsschritt, und weil ich das täglich mache, ist der Ausgang unten gut kontrollierbar. Bist du unsicher oder machst es zum ersten Mal: auf jeden Fall Beläge raus und durch so etwas ersetzen. Das muss nicht der offizielle Block vom Hersteller sein, Hauptsache etwas in der Stärke. Beim Entlüften geht es vor allem darum, dass die Kolben beim Druck nicht nach innen rausfallen – das wäre ein Disaster. Staubkappe entfernt, mit Siebener-Schlüssel die Schraube ganz kurz anziehen und gleich wieder zu. Beim Öffnen käme die alte Flüssigkeit raus; hier geht es erst mal nur ums Anlösen.

Spritze mit Shimano-Bremsflüssigkeit – keine originale Shimano-Spritze nötig, eine normale Spritze mit kleinem Schläuchchen, das hier drauf passt, reicht. Spritze angesetzt, Verschluss öffnen. Auf keinen Fall ganz rausdrehen, nur so weit, dass er auf ist. Dann langsam drücken. Der Trichter füllt sich mit Flüssigkeit; falls Blasen da sind, sollten sie mit rauskommen. Spritze nicht ganz reingedrückt, nur zum größten Teil – dann zudrehen und mit dem Siebener wieder verschließen. Wenn alles verschlossen ist, Spritze abnehmen, kurz über den Anschluss wischen. Staubkappe wieder aufsetzen, falls noch vorhanden.

Mit Belägen noch drin: pumpen. Es läuft noch Flüssigkeit aus dem Trichter nach unten. Die Kolben bzw. Bremsbeläge fahren zusammen. Kolben wieder auseinanderdrücken – das bringt eine grundlegende Kolbenmobilisierung und man sieht, ob die Kolben gleichmäßig fahren. Das ruhig ein paar Mal machen. Wichtig: Kolben ganz sanft zurückschieben, sie müssen sehr leicht zurückgehen. Wenn es irgendwo kantet, mit mehr Geduld arbeiten, sonst kann man die Bremse schnell beschädigen – besonders bei Shimano. Kolben müssen komplett nach außen in Endstellung sein. Hast du mit Bleed-Block gearbeitet, ist der noch drin – dann kannst du auch hebeln und den Druckpunkt prüfen.

Trichter abnehmen. Dafür ist immer ein Stopfen mitgeliefert – der verhindert, dass die Flüssigkeit beim Herausdrehen weiter nach unten läuft. Im Adapter steht noch Flüssigkeit: Papiertuch kurz reinstopfen, dann zieht die Flüssigkeit hoch. Wenn man das Teil runterschraubt ohne es halbwegs leer zu machen, wird es eine Sauerei. Ganz wichtig: Oben soll Flüssigkeit anstehen. Steht sie nicht bis ganz oben, den Arbeitsschritt wiederholen. Schraube wieder eindrehen, um das System zu verschließen – dabei läuft etwas Flüssigkeit zur Seite raus. Mit dem Tuch ordentlich sauber machen. Bei Bleed-Block: Block entfernen, Beläge wieder einbauen. Laufrad rein, ein paar Mal pumpen. Die Beläge sind noch weit auseinander und müssen wieder an die Scheibe. Nach dem Pumpen sollte wieder Druck anliegen. Oft muss man unten noch die Beläge einstellen. Geht der Hebel noch immer zu weit nach hinten, ist noch Luft im System – manchmal versteckt sie sich an blöden Stellen. Dann beim Durchdrücken mit der Spritze das Rad bewegen und die Position ändern, damit die Luftblase nach oben raus kann.

Für mehr Tipps: juliusfahrrad.de

SV Ventilkern wechseln

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🚴 Thema des Videos: 

Sclaverand Ventilkern tauschen.

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Ventile + Werkzeug: https://amzn.to/3XjJH4f *

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du den Ventilkern an einem französischen Ventil (Presta/Sclaverand) tauschst – z. B. wenn das Ventil krumm oder abgebrochen ist. Wichtig: Nicht an allen Schläuchen lässt sich der Ventilkern tauschen. Erkennbar ist es an einer flachen Stelle, wo das Werkzeug eingreifen kann. Bei Tubeless-Ventilen kannst du den Ventilkern immer tauschen. Für den Ventilkern gibt es ein kleines Ausdrehwerkzeug – damit geht es am leichtesten: oben aufsetzen und den Ventilkern ausdrehen. Zum Einsetzen: Ventilkern aufsetzen, erst mit der Hand anfädeln, dann mit dem Werkzeug nachziehen. Handfest reicht, keine große Kraft nötig. Hast du kein Ventilkern-Werkzeug, geht es auch mit einer Spitzzange – funktioniert genauso, du musst nur öfter umsetzen und brauchst etwas länger. Danach kannst du wieder Luft auf Schlauch oder Reifen geben.

Ein Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt. Zielgruppe sind Radfahrer mit französischen Ventilen (Rennrad, Gravel etc.). Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „französisches Ventil Ventilkern tauschen“, „Presta Ventilkern wechseln“, „Ventil krumm abgebrochen reparieren“ und „Tubeless Ventilkern tauschen“.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Ventilkern am französischen Ventil (Presta/Sclaverand) tauschen – z. B. bei krummem oder abgebrochenem Ventil.
  • Voraussetzung: Nicht alle Schläuche erlauben Ventilkern-Tausch. Erkennbar an flacher Stelle für das Werkzeug. Tubeless-Ventile: Ventilkern immer tauschbar.
  • Werkzeuge: Ventilkern-Ausdrehwerkzeug (ideal) oder Spitzzange als Alternative.
  • Ablauf: Werkzeug oben aufsetzen, Ventilkern ausdrehen. Neuen Kern aufsetzen, mit Hand anfädeln, mit Werkzeug handfest nachziehen. Keine große Kraft nötig.
  • Alternative Spitzzange: Funktioniert genauso, öfter umsetzen nötig, dauert etwas länger.
  • Typische Fehler: Zu fest anziehen → Gewinde beschädigen; an Schlauch ohne flache Stelle versuchen → nicht möglich.
  • Sicherheit: Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.

Transkript (bereinigt)

Möchtest du an einem französischen Ventil den Ventilkern tauschen, weil dein Ventil krumm oder abgebrochen ist? Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Dann schau das kurze Video bis zum Ende an, um alle Tipps zum Thema zu bekommen.

Wichtig vorneweg: Nicht an allen Schläuchen kannst du den Ventilkern tauschen. In diesem Fall hier geht es – erkennbar daran, dass hier eine flache Stelle ist, wo das Werkzeug eingreifen kann. Hast du Tubeless-Ventile, kannst du immer den Ventilkern tauschen. Für den Ventilkern gibt es ein kleines Ausdrehwerkzeug. Damit geht es am leichtesten: oben aufsetzen und den Ventilkern ausdrehen. Rückwärts genauso: Ventilkern aufsetzen, erst mal mit der Hand anfädeln, dann mit dem Werkzeug nachziehen. Wichtig: Du brauchst nicht wahnsinnig viel Kraft – handfest reicht.

Hast du kein Ventilkern-Werkzeug zur Hand, kannst du auch eine Spitzzange nehmen. Das geht im Endeffekt genauso, du musst nur ein paar Mal öfter umsetzen und brauchst etwas länger. Jetzt kannst du wieder Luft auf deinen Schlauch oder Reifen geben und bist fertig.

Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de

Reifen und Schlauch wechseln

By So einfach geht's

🚴 Thema des Videos: 

Reifen & Schlauch einfach wechseln. Platte Reifen wieder fit bekommen.

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du Schlauch und Reifen wechselst. Zuerst das Laufrad ausbauen. Falls noch Luft im Reifen ist, komplett entfernen – auch Überwurfmuttern, Kappen etc. am Ventil. Der wichtigste Schritt: das Abdrücken. Der Reifen sitzt innen an der Felge; manche Reifen lassen sich leicht in die Felgenmitte drücken oder fallen fast von alleine, andere sitzen straff und brauchen viel Handkraft – beidseitig in die Mitte drücken. Vorher nicht mit dem Hebeln anfangen. Tipp: Lässt sich der Reifen partout nicht abdrücken, möglichst weit unten drücken, nicht oben – so kommt die Kraft an der richtigen Stelle an. Kurze Reifenheber reichen; lange Metallhebel können die Felge beschädigen. Grob gegenüber vom Ventil anfangen: Reifenheber rein, hebeln, zweiten nehmen, ersten lockern, mit zweitem weiter, beide nach unten drücken. Rad drehen, Schritt wiederholen. Ist ein Stück runter, ist es erledigt. Erste Seite mit Hebel runterziehen, Rad umdrehen, zweite Seite – oft mit der Hand abdrückbar, sonst hebeln. Reifen samt Schlauch runterziehen, Ventil raus. Vor dem Schlauchwechsel prüfen, warum der Schlauch platt war: Reifen von innen durchtasten, nach Fremdkörpern suchen. Glassplitter leichter zu finden, wenn man den Reifen drückt – sie sitzen oft tief im Profil. Poröses Profil erhöht die Pannenwahrscheinlichkeit.

Reifen aufziehen: Laufrichtung beachten (Pfeil nach vorne), Bremsscheibe links. Reifen erstmal einseitig ohne Schlauch aufsetzen – mit der Hand. Rad umdrehen, Schlauch mit Ventil durchs Ventilloch, Überwurfmutter nur leicht anfädeln, alles muss frei beweglich bleiben. Etwas Luft auf den Schlauch, damit er sich entfaltet. Schlauch in den Reifen legen, Reifen vom Ventil weg in die Felge drücken, ringsherum eindrücken – mit der Hand bis zum letzten Drittel/Viertel. Mit Reifenheber nachhelfen: Reifen festhalten, Stück für Stück hebeln. Vorsichtig arbeiten, damit der Schlauch nicht eingeklemmt wird. Luft aufpumpen – währenddessen prüfen, ob der Reifen sich von der Felge abhebt. Wurde er vorher nicht richtig eingedrückt, drückt der Schlauch ihn raus; pumpen wir weiter, platzt der Schlauch. Reifendruck steht auf der Reifenflanke. Ventilmutter zum Schluss anziehen, Laufrad montieren. Ein Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Radfahrer, die Schlauch und Reifen selbst wechseln wollen. Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „Schlauch Reifen wechseln Fahrrad“, „Reifen abziehen Abdrücken“, „Reifenheber Technik“, „Reifen aufziehen ohne Einklemmen“ und „Plattenursache finden“.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Schlauch und Reifen wechseln – Ausbau, Abdrücken, Hebeln, Ursache prüfen, Aufziehen.
  • Vorbereitung: Laufrad ausbauen, Luft komplett ablassen, Überwurfmutter und Kappe am Ventil entfernen.
  • Abdrücken (wichtig): Reifen beidseitig in die Felgenmitte drücken – vor dem Hebeln. Bei hartnäckigen Reifen möglichst weit unten drücken. Ohne Abdrücken Hebeln erschwert oder unmöglich.
  • Ausbau: Kurze Reifenheber nutzen (lange Metallhebel → Felgenschaden). Gegenüber vom Ventil anfangen, hebeln, Rad drehen, wiederholen. Erste Seite runterziehen, Rad wenden, zweite Seite. Reifen samt Schlauch abziehen, Ventil raus.
  • Ursache prüfen: Reifen von innen durchtasten, Fremdkörper (Dornen, Glassplitter) entfernen. Glassplitter: Reifen drücken, sitzen oft tief. Poröses Profil → Reifen tauschen.
  • Aufziehen: Laufrichtung beachten, Bremsscheibe links. Reifen einseitig aufsetzen, Schlauch mit Ventil durch Loch, Mutter nur anfädeln, etwas Luft, Schlauch in Reifen, Reifen in Felge drücken. Mit Hand bis letztes Drittel, dann Reifenheber. Schlauch nicht einklemmen.
  • Beim Aufpumpen: Prüfen, ob Reifen sich von Felge abhebt – sonst Schlauchplatzer. Reifendruck auf Flanke, Ventilmutter anziehen, Laufrad montieren.
  • Typische Fehler: Ohne Abdrücken hebeln; Schlauch einklemmen; Überwurfmutter fest → Ventil reißt; Reifen abhebt und weiterpumpen → Platzer.
  • Sicherheit: Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.

Transkript (bereinigt)

Um Schlauch und Reifen zu wechseln, nimm zuerst das Laufrad aus. Schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zu diesem Thema zu bekommen. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Falls noch Luft im Reifen ist, solltest du sie komplett entfernen – auch Überwurfmuttern, Kappen und so weiter am Ventil.

Jetzt kommt der wichtigste Schritt: das Abdrücken. Der Reifen sitzt innen an der Felge. Dieser Reifen hier lässt sich sehr leicht abdrücken bzw. fällt fast von alleine in die Felgenmitte. Bei manchen Reifen sitzt der Reifen gefühlt festgeklebt – er ist nicht geklebt, er sitzt einfach straff auf der Felge. Deswegen mit viel Handkraft den Reifen in die Mitte drücken, beidseitig. Vorher brauchst du gar nicht mit dem Hebeln anzufangen. Tipp: Lässt sich der Reifen partout nicht abdrücken, nicht oben drücken, sondern möglichst weit unten – dann kommt die Kraft da an, wo sie soll, und der Reifen wandert in die Mitte.

Jetzt ein paar Reifenheber. Kurze reichen; lange Metallhebel machen im Zweifel die Felge kaputt. Wenn ihr es damit nicht hinbekommt, mangelt es meist an der Technik. Ich fange grob gegenüber vom Ventil an. Reifenheber unten rein, hebeln. Zweiten Reifenheber nehmen, den ersten etwas lockern, mit dem zweiten rein und beide nach unten drücken – das erste Stück Reifen ist runter. Rad drehen, Schritt wiederholen. Wenn so ein Stück runter ist, ist es erledigt. Mit einem Reifenheber die erste Seite runterziehen. Rad umgedreht – die zweite Seite: hier geht es mit der Hand. Wenn nicht, von innen hebeln. Reifen samt Schlauch runterziehen, Ventil raus.

Bevor ihr den Schlauch wechselt, solltet ihr schauen, warum er platt geworden ist. Reifen von innen durchtasten – irgendwas eingestochen? Glassplitter lassen sich leichter finden, indem man den Reifen drückt – sie sitzen oft tief im Profil. In dem Fall kommt der Reifen mit runter: Das Profil ist sehr porös, die Pannenwahrscheinlichkeit steigt immens. Bevor wir den Reifen aufziehen: Reifen haben Laufrichtungen – dieser rollt so nach vorne. Die Bremsscheibe muss links sein.

Reifen erstmal ohne Schlauch einseitig aufsetzen – mit der Hand. Rad umdrehen. Schlauch mit Ventil durchs Ventilloch. Die Mutter nicht fest andrehen, nur leicht anfädeln – alles muss frei beweglich bleiben. Etwas Luft auf den Schlauch, damit er sich entfaltet. Schlauch in den Reifen legen, Reifen vom Ventil weg in die Felge drücken, ringsherum eindrücken – geht mit der Hand bis zum letzten Drittel oder Viertel. Mit dem Reifenheber nachhelfen: Reifen festhalten und Stück für Stück hebeln. Bei Reifen, bei denen das schwerer geht, ist die Technik identisch. Vorsichtig arbeiten, damit der Schlauch innen nicht eingeklemmt wird. Jetzt Luft auf den Reifen geben. Während des Pumpens immer mal prüfen, ob der Reifen sich von der Felge abhebt. Haben wir vorher den Reifen nicht richtig eingedrückt, drückt der Schlauch ihn raus. Achten wir nicht darauf und pumpen weiter, platzt der Schlauch. Den Reifendruck findet ihr auf der Reifenflanke. Die Mutter könnt ihr anziehen, wer seine Ventilkappe aufbringen will. Anschließend das Laufrad wieder montieren – fertig.

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Kettenblatt an Shimano Motoren (de)montieren

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🚴 Thema des Videos: 

Kettenblatt (de)montieren an Shimano-Motoren. 

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#shimano #ebike #kettenblatt #kette #chainring #hollowtech #montieren #demontieren #pedelec #mittelmotor 

Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du bei Shimano-Motoren (E-Bike) das Kettenblatt entfernst und wechselst. Zuerst den Kurbelarm entfernen – dafür die seitlichen Klemmschrauben lösen. Der Kurbelarm ist wie alle anderen Hollowtech-2-Kurbelarme bei Shimano aufgebaut: Plastikkappe ausdrehen, mit Schlitzschraubendreher die Sicherung nach oben bringen, Kurbelarm abziehen. Für die Kettenblatt-Schraube brauchst du ein Spezialwerkzeug; in diesem Fall wird es über ein normales Drehlagerwerkzeug mit der Ratsche verbunden. Der Lockring hat ein Linksgewinde – nach rechts öffnen. Beim Rechtsdrehen drehen sich sonst Kettenblatt, Kette und Hinterrad mit. Um das zu vermeiden: Hinterrad festhalten oder Bremse ziehen, dann Lockring aufdrehen. Ist er gelöst, mit dem inneren Werkzeug ausdrehen, rausnehmen, Kette runter, Kettenblatt abnehmen.

Montage: Schritte rückwärts. Kettenblatt aufstecken, Verschlussring mit der Hand anfädeln – wichtig: nach links drehen. Werkzeug aufsetzen, hinteren Kurbelarm festhalten, Verschlussring endfest ziehen. Kette auflegen, Kurbelarm 180° versetzt zum anderen aufstecken. Plastikring eindrehen (verhindert Spiel am Kurbelarm), kleine Sicherung eindrücken, mit Fünfer-Inbus Kurbelarme festziehen. Beim Festziehen der beiden Schrauben im Wechsel vorgehen, damit beide gleichmäßig angezogen sind. Ein Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Besitzer von E-Bikes mit Shimano-Motor. Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „Shimano Motor Kettenblatt wechseln“, „E-Bike Kettenblatt tauschen Shimano“, „Hollowtech 2 E-Bike Kurbel“ und „Lockring Kettenblatt Linksgewinde“.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Kettenblatt an Shimano-Motor (E-Bike) entfernen und wechseln.
  • Vorbereitung: Seitliche Klemmschrauben lösen, Kurbelarm entfernen (Hollowtech-2-System: Plastikkappe, Sicherung, Kurbelarm abziehen).
  • Werkzeuge: Hollowtech-Werkzeug, Spezialwerkzeug für Kettenblatt-Schraube, Drehlagerwerkzeug, Ratsche, Fünfer-Inbus, Schlitzschraubendreher.
  • Lockring: Linksgewinde – nach rechts öffnen. Beim Drehen drehen sonst Kettenblatt, Kette und Hinterrad mit. Lösung: Hinterrad festhalten oder Bremse ziehen.
  • Ausbau: Lockring lösen, mit innerem Werkzeug ausdrehen, Kette runter, Kettenblatt abnehmen.
  • Einbau: Kettenblatt aufstecken, Verschlussring mit Hand anfädeln (nach links), Werkzeug aufsetzen, hinteren Kurbelarm festhalten, Verschlussring endfest ziehen. Kette auflegen, Kurbelarm 180° versetzt aufstecken, Plastikring eindrehen, Sicherung eindrücken, Kurbelarme mit Fünfer-Inbus festziehen (im Wechsel).
  • Typische Fehler: Lockring ohne Bremse/Hinterrad festhalten drehen → alles dreht mit; Verschlussring in falsche Richtung → beschädigt; Klemmschrauben nicht im Wechsel anziehen.
  • Sicherheit: Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.

Transkript (bereinigt)

Um bei Shimano-Motoren das Kettenblatt zu entfernen, musst du zuerst den Kurbelarm entfernen. Dafür drehst du die seitlichen Klemmschrauben auf. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Schau das kurze Video bis zum Ende an, um alle Tipps zu diesem Thema zu bekommen.

Du brauchst das Hollowtech-Werkzeug. Der Kurbelarm ist aufgebaut wie alle anderen Hollowtech-2-Kurbelarme bei Shimano. Plastikkappe ausdrehen, mit Schlitzschraubendreher die Sicherung nach oben bringen – dann kannst du den Kurbelarm abziehen. Für die Schraube hier brauchst du dieses Spezialwerkzeug. In diesem Fall passt die Ratsche noch nicht direkt drauf, sondern es adaptiert sich über ein normales Drehlagerwerkzeug. Das aufstecken, dann kann ich mit der Ratsche drehen. Das ist aufgebaut wie bei den meisten anderen E-Bikes. Der Lockring lässt sich nach rechts öffnen – Linksgewinde. Drehe ich nach rechts, drehen sich sonst Kettenblatt, Kette und Hinterrad mit. Um das zu vermeiden: Hinterrad festhalten oder Bremse ziehen, dann Lockring aufdrehen. Ist er gelöst, kann ich mit dem inneren Werkzeug alles ausdrehen, rausnehmen, Kette runter – und jetzt das Kettenblatt abnehmen.

Zum Montieren die Schritte rückwärts: Kettenblatt aufstecken. Verschlussring – den erst mal mit der Hand anfädeln. Wichtig: nach links drehen. Werkzeug aufsetzen. Jetzt brauche ich den hinteren Kurbelarm – den halte ich fest und ziehe den Verschlussring endfest. Kette wieder auflegen. Kurbelarm 180° versetzt zum anderen aufstecken. Plastikring eindrehen – der sorgt dafür, dass ich kein Spiel mit dem Kurbelarm habe. Kleine Sicherung wieder eindrücken, anschließend mit Fünfer-Inbus die Kurbelarme wieder festziehen. Den hinteren kommt man meist schlechter ran, aber irgendeine Position gibt es, bei der man mit dem Werkzeug besser rankommt. Beim Festziehen der beiden Schrauben mache ich das im Wechsel, damit beide am Ende gleichmäßig angezogen sind.

So einfach wechselt ihr ein Kettenblatt am Shimano-Motor. Für mehr Tipps rund um dein Fahrrad: juliusfahrrad.de

Sram Dot Bremse Bremsflüssigkeit wechseln & entlüften

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🚴 Thema des Videos: 

Wechseln der Bremsflüssigkeit bei einer Sram Dot Flatbar-Bremse. Dabei wird die Bremse auch entlüftet. 

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Elektrische Minipumpe: https://amzn.to/4ggHSg2 *
Montageständer: https://amzn.to/3ZjIGK7 *
Basic-Werkzeugset: https://amzn.to/3VhWdk6 *
 

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👉 TikTok: https://www.tiktok.com/@julius.fahrrad 

*)💡 Hinweis:

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Technische Details & Transkript anzeigen

Beschreibung

Dieses Video zeigt, wie du bei einer SRAM-Bremse die Bremsflüssigkeit wechselst und gleichzeitig entlüftest. Zuerst das Laufrad entfernen. Hast du einen Druckpunktversteller am Hebel, dreh ihn komplett gegen die Pfeilrichtung zurück. Bei der gezeigten Bremssattel-Variante mit Bleeding-Edge-Aufsatz: Gummistopfen entnehmen, Vierer-Inbus passt rein – Anschlüsse können verklemmen, kurz eine Viertelumdrehung zurück und wieder vor, damit er locker ist. Passendes Entlüftwerkzeug und passende Flüssigkeit verwenden (Bleeding-Edge-Aufsatz für SRAM und DT). Wichtig: SRAM hat früher alle Bremsen mit DOT versehen, aktuell bauen sie immer mehr mit Mineralöl – das Gezeigte gilt nur für DOT-Bremsen. Luft aus der Spritze holen, Klemme reinigen, durchziehen, um Luft aus der Flüssigkeit nach oben zu befördern. Spritze am Sattel ansetzen, rein drücken, Kreislauf durch Drehen öffnen (ca. zwei Umdrehungen). Vorne Bremse öffnen, leere Spritze mit normalem Aufsatz aufsetzen. Von hinten nach vorne durchdrücken, bis nur noch wenige Milliliter drin sind. Vorne Spritze abnehmen, alte Flüssigkeit entsorgen. DOT altert und sollte möglichst jährlich getauscht werden.

Neue Flüssigkeit in Spritze aufziehen, entlüften. Spritze wieder ansetzen, von vorne nach hinten durchdrücken – mehrmals hin und her, bis grobe Luftblasen raus sind. Vorne Hebel ziehen und halten, hinten vorsichtig ziehen, feine Luftblasen entfernen. Kräftig drücken, gleichzeitig Hebel loslassen, noch mal nachdrücken. Hinten Kreislauf schließen, Spritze abnehmen. Vorne: am Kolben drücken, Hebel pumpen bis fest. Mit Bleeding-Edge läuft bei richtiger Arbeit kaum Bremsflüssigkeit raus – deshalb Beläge drin gelassen. Kolben etwas ausgefahren, vorsichtig zurückschieben. Wichtig: Kolben müssen komplett zurückgestellt werden, sonst ist das System überfüllt. Vorne noch mal vorsichtig ziehen und drücken. Spritze abnehmen – Flüssigkeit muss bis zum Rand anstehen. Schraube eindrehen, überstehende Flüssigkeit entfernen. Die gezeigte Variante weicht von der offiziellen SRAM-Methode ab (Bleed-Block, Beläge raus) – hier werden die Kolben hinten bewegt und mobilisiert. Ein Haftungsausschluss für Selbstbauer wird erwähnt.

Zielgruppe sind Besitzer von SRAM-Hydraulikbremsen. Die Anleitung eignet sich für Suchanfragen wie „SRAM Bremse Bremsflüssigkeit wechseln“, „SRAM Bleeding Edge entlüften“, „DOT Bremsflüssigkeit tauschen“ und „SRAM Bremse entlüften ohne Bleed-Block“.

Zusätzliche Infos

  • Thema: Bremsflüssigkeit wechseln und gleichzeitig entlüften bei SRAM-Hydraulikbremse (Bleeding-Edge-Variante).
  • Vorbereitung: Laufrad entfernen; Druckpunktversteller am Hebel komplett zurückschrauben; Gummistopfen am Sattel entnehmen; Anschluss ggf. eine Viertelumdrehung lösen (Verklemmen).
  • Flüssigkeit: DOT oder Mineralöl – je nach Bremse. SRAM nutzt zunehmend Mineralöl; gezeigte Methode für DOT. DOT regelmäßig wechseln (z. B. jährlich).
  • Werkzeuge: Bleeding-Edge-Entlüftwerkzeug, passende Spritzen, Vierer-Inbus.
  • Ablauf: Luft aus Spritze, Spritze am Sattel, Kreislauf öffnen; vorne leere Spritze; von hinten nach vorne durchdrücken; alte Flüssigkeit entsorgen; neue Flüssigkeit, von vorne nach hinten durchdrücken; Hebel ziehen, hinten ziehen; drücken, Hebel loslassen; Kreislauf schließen; vorne Kolben mobilisieren, zurückschieben; Flüssigkeit bis Rand prüfen, Schraube eindrehen.
  • Besonderheit: Ohne Bleed-Block, Beläge bleiben drin – mit Bleeding-Edge läuft kaum Flüssigkeit raus. Kolben werden mobilisiert. Offizielle SRAM-Methode nutzt Bleed-Block.
  • Wichtig: Kolben komplett zurücksetzen, sonst System überfüllt.
  • Sicherheit: Haftungsausschluss bei Selbstarbeit beachten.

Transkript (bereinigt)

Um bei einer SRAM-Bremse die Bremsflüssigkeit zu wechseln und gleichzeitig zu entlüften, entfernt zuerst das Laufrad. Falls ihr selbst Hand anlegt, beachtet den Haftungsausschluss. Schau das kurze Video bis zum Ende an, um viele Tipps zum Thema zu bekommen.

Hast du einen Druckpunktversteller am Hebel, dreh ihn komplett gegen die Pfeilrichtung zurück. Hier haben wir eine Bremssattel-Variante mit Bleeding-Edge-Aufsatz. Den Gummistopfen entnehmen. Hier passt ein Vierer-Inbus rein. Manchmal verklemmen die Anschlüsse – ich drehe ihn kurz eine Viertelumdrehung zurück und wieder vor, damit er locker ist. Jetzt brauche ich das passende Entlüftwerkzeug und die passende Flüssigkeit – hier der Bleeding-Edge-Aufsatz für SRAM und DT. Darauf musst du achten: SRAM hat früher alle Bremsen mit DOT versehen, aktuell bauen sie immer mehr mit Mineralöl. Das hier gilt nur für DOT-Bremsen. Ich bringe die Luft aus der Spritze raus, mache die Klemme rein, durch Ziehen kann ich noch Luft aus der Flüssigkeit nach oben befördern. Diese kleine Luftblase habe ich rausbekommen. Jetzt setze ich die Spritze an, drücke rein und kann durch Drehen den Kreislauf öffnen – hier etwa zwei Umdrehungen. Vorne öffne ich die Bremse und setze eine leere Spritze mit normalem Aufsatz an. Jetzt drücke ich von hinten die Bremsflüssigkeit nach vorne durch, bis hier nur noch wenige Milliliter drin sind. Vorne Spritze abnehmen, alte Bremsflüssigkeit entsorgen. DOT altert und sollte in regelmäßigen Abständen, möglichst einmal im Jahr, getauscht werden.

Ich habe neue Bremsflüssigkeit in die Spritze aufgezogen und sie entlüftet. Spritze wieder ansetzen und von vorne nach hinten die Bremsflüssigkeit durchdrücken – mehrmals hin und her, bis die groben Luftblasen raus sind. Jetzt ziehe ich vorne den Hebel und halte ihn, kann hinten vorsichtig ziehen und feine Luftblasen rausbekommen. Kräftig drücken, gleichzeitig vorne den Hebel loslassen, noch mal nachdrücken. Hinten Kreislauf schließen, Spritze abnehmen. Vorne: am Kolben drücken, Hebel pumpen, bis er fest wird. Das war der Grund, warum ich die Bremsbeläge nicht rausgenommen habe – mit dem Bleeding-Edge-Aufsatz geht das gut, bei richtiger Arbeit läuft kaum Bremsflüssigkeit raus. Ich habe die Kolben etwas ausgefahren und kann sie vorsichtig zurückschieben. Wichtig: Bei dieser Variante müssen die Kolben komplett zurückgestellt werden, sonst ist das System überfüllt. Vorne noch mal vorsichtig ziehen, ob Luft aus dem Hebel kommt, noch mal drücken. Spritze abnehmen – bis zum Rand sollte Bremsflüssigkeit anstehen. Schraube eindrehen, überstehende Flüssigkeit entfernen – fertig.

Die gezeigte Variante ist leicht anders als die offizielle von SRAM – die arbeiten mit Bleed-Blocks, setzen die am Anfang ein und entfernen die Bremsbeläge. Bei dieser Bremse finde ich meine Variante besser, weil man hinten die Kolben bewegt, sie einmal komplett ein- und ausfährt und sie so etwas mobilisierter sind als mit dem Bleed-Block.

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